8. Oktober 2021
Intelligente Mobilität und Digitalisierung

Das DLR auf dem ITS World Con­gress 2021

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Verkehr
DLR-Stand auf dem ITS World Congress 2021 in Hamburg
DLR-Stand auf dem ITS World Con­gress 2021 in Ham­burg
Bild 1/10, Credit: DLR (CC BY-NC-ND 3.0)

DLR-Stand auf dem ITS World Congress 2021 in Hamburg

Ide­en und Kon­zep­te für die Mo­bi­li­tät in all ih­ren Fa­cet­ten - das er­le­ben die Be­su­che­rin­nen und Be­su­cher auf dem DLR-Stand beim ITS World Con­gress in Ham­burg
Smart, digital und vernetzt unterwegs - Ideen und Konzepte des DLR für Mobilität der Zukunft
Smart, di­gi­tal und ver­netzt un­ter­wegs - Ide­en und Kon­zep­te des DLR für Mo­bi­li­tät der Zu­kunft
Bild 2/10, Credit: DLR (CC BY-NC-ND 3.0)

Smart, digital und vernetzt unterwegs - Ideen und Konzepte des DLR für Mobilität der Zukunft

Ver­netz­te und au­to­ma­ti­sier­te Mo­bi­li­tät steht im Mit­tel­punkt des DLR-Auf­tritts beim ITS World Con­gress - egal ob auf der Stra­ße, Schie­ne, in der Luft oder auf dem Was­ser
U-Shift
U-Shift
Bild 3/10, Credit: DLR (CC BY-NC-ND 3.0)

U-Shift

Das mo­du­la­re Mo­bi­li­täts­kon­zept U-Shift fe­x­i­bi­li­siert den ur­ba­nen Per­so­nen- und Gü­ter­trans­port. Die aus­tausch­ba­ren Auf­bau­ten er­mög­li­chen dem hoch­au­to­ma­ti­sier­ten Dri­ve­board un­ter­schied­li­che Auf­ga­ben.
City-ATM: Luftraum-Management in urbanen Räumen
Ci­ty-ATM: Luftraum-Ma­nage­ment in ur­ba­nen Räu­men
Bild 4/10, Credit: DLR (CC BY-NC-ND 3.0)

City-ATM: Luftraum-Management in urbanen Räumen

Mit spe­zi­ell aus­ge­rüs­te­ten Droh­nen er­probt das DLR neue An­sät­ze für Luftraum-Ma­nage­ment im an­spruchs­vol­len ur­ba­nen Luftraum.
MovingLab - Echte Daten zu Mobilitätsgewohnheiten
Mo­vingLab - Ech­te Da­ten zu Mo­bi­li­täts­ge­wohn­hei­ten
Bild 5/10, Credit: © DLR. Alle Rechte vorbehalten

MovingLab - Echte Daten zu Mobilitätsgewohnheiten

Mit ei­ner App er­fasst das DLR Da­ten von Nut­zern und Ver­kehrs­mit­teln. Über ei­nen kon­ti­nu­ier­li­chen Zeit­raum kön­nen so­mit Mo­bi­li­täts­ge­wohn­hei­ten von Men­schen oder Nut­zungs­mus­ter von Fahr­zeu­gen be­stimmt wer­den.
Testfeld Niedersachsen - Teststrecke in Großformat
Test­feld Nie­der­sach­sen - Test­stre­cke in Groß­for­mat 
Bild 6/10, Credit: DLR (CC BY-NC-ND 3.0)

Testfeld Niedersachsen - Teststrecke in Großformat 

Zum Tes­ten und Wei­ter­ent­wi­ckeln von au­to­ma­ti­sier­ten, ver­netz­ten Fahr­zeu­gen ste­hen im Test­feld Nie­der­sach­sen 280 Ki­lo­me­ter zur Ver­fü­gung. Die Kom­mu­ni­ka­ti­on zwi­schen In­fra­struk­tur und Fahr­zeu­gen ge­schiet über die Sen­so­rik und Ka­me­ras, die über die ge­sam­te Stre­cke In­stal­liert sind.
Testfeld eMIR - Forschungsinfrastruktur für automatisierte und vernetzte maritime Systeme
Test­feld eMIR - For­schungs­in­fra­struk­tur für au­to­ma­ti­sier­te und ver­netz­te ma­ri­ti­me Sys­te­me
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Testfeld eMIR - Forschungsinfrastruktur für automatisierte und vernetzte maritime Systeme

Das ma­ri­ti­me Test­feld eMIR (e-Ma­ri­ti­me In­te­gra­ted Re­fe­rence Plat­form) er­mög­licht es, hoch­au­to­ma­ti­sier­te ma­ri­ti­me As­sis­tenz­sys­te­me und Kon­zep­te für au­to­no­me Boo­te und Schif­fe zu er­for­schen und zu ent­wi­ckeln – im vir­tu­el­len Raum wie un­ter rea­len Be­din­gun­gen.
NGT Cargo - intelligenter und automatisierter Güterzug der Zukunft
NGT Car­go - in­tel­li­gen­ter und au­to­ma­ti­sier­ter Gü­ter­zug der Zu­kunft
Bild 8/10, Credit: DLR (CC BY-NC-ND 3.0)

NGT Cargo - intelligenter und automatisierter Güterzug der Zukunft

Mit dem NGT Car­go stellt das DLR ein um­fas­sen­des, fu­tu­ris­ti­sches Lo­gis­tik­kon­zept vor, in dem die Schie­ne als Ver­kehrs­trä­ger im Mit­tel­punkt steht.
VITAL - intelligente kooperative Straßenkreuzungen für den Stadtverkehr der Zukunft
VI­TAL - in­tel­li­gen­te ko­ope­ra­ti­ve Stra­ßen­kreu­zun­gen für den Stadt­ver­kehr der Zu­kunft
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VITAL - intelligente kooperative Straßenkreuzungen für den Stadtverkehr der Zukunft

Die Kom­mu­ni­ka­ti­on zwi­schen Fahr­zeu­gen und In­fra­struk­tur so­wie in­tel­li­gen­te Kon­zep­te für die Am­pel­steue­rung spie­len im Stadt­ver­kehr von mor­gen ei­ne wich­ti­ge Rol­le. Zu­dem las­sen sich durch neue Tech­no­lo­gi­en Per­so­nen, die zu Fuß oder mit dem Fahr­rad un­ter­wegs sind, bes­ser be­rück­sich­ti­gen.
Air2X - Rettungsmobilität von morgen
Air2X - Ret­tungs­mo­bi­li­tät von mor­gen
Bild 10/10, Credit: DLR (CC BY-NC-ND 3.0)

Air2X - Rettungsmobilität von morgen

Im Pro­jekt Air2X kom­mu­ni­zie­ren Hub­schrau­ber, Droh­nen und ver­netz­te Fahr­zeu­ge mit­ein­an­der. Das macht Ret­tungs­ein­sät­ze schnel­ler und si­che­rer. 
  • Der ITS World Congress bringt die Mobilitäts-, Logistik- und IT-Branche vom 11. bis 15. Oktober 2021 zum Thema intelligente Mobilität und Digitalisierung in Hamburg zusammen.
  • Das DLR zeigt zukunftsweisende Konzepte und Technologien für die vernetzte und automatisierte Mobilität auf der Straße und Schiene sowie in der Luft und auf dem Wasser.
  • Mit dabei am DLR-Stand sind der Prototyp des Fahrzeugkonzepts U-Shift sowie Exponate zum urbanen Luftraum-Management und zur Messung von Mobilität mit dem Smartphone.
  • In Live-Demonstrationen zeigt das DLR eine intelligente und kooperative Straßenkreuzung und ein neuartiges Konzept, das die Rettungsmobilität sicherer und schneller machen soll. Dazu kommunizieren Hubschrauber, Drohnen und vernetzte Fahrzeuge miteinander.
  • Schwerpunkte: Luftfahrt, Verkehr, intelligente Mobilität, Digitalisierung

Mit dem ITS World Congress (Intelligent Transport Systems) kommt 2021 das größte Branchen-Treffen im Bereich intelligente Mobilität und Digitalisierung nach Deutschland. Vom 11. bis 15. Oktober treffen sich in Hamburg Expertinnen und Experten aus der Mobilitäts-, Logistik- und IT-Branche sowie aus Verbänden und Politik. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) gibt auf seinem Stand (Halle 5, B220) einen Einblick in aktuelle Projekte aus dem Bereich der Mobilitätsforschung: Besucherinnen und Besucher erleben den Prototyp des futuristischen Fahrzeugkonzepts U-Shift, erfahren mehr zum urbanen Verkehr in der Luft und wie sich Mobilität mit dem Smartphone messen lässt. Video-Exponate vermitteln zudem spannende Informationen zu den Testfeldern des DLR für automatisiertes Fahren auf Straßen- und Schiffswegen sowie zum Güterverkehr der Zukunft.

Mehrere Live-Demonstrationen des DLR im Hamburger Stadtgebiet zeigen außerdem neuste Technologien in der Anwendung: Dazu zählt eine intelligente und kooperative Straßenkreuzung für den Stadtverkehr der Zukunft und eine erstmals in dieser Form gezeigte Demonstration aus dem Bereich der Rettungsmobilität. Dabei kommuniziert ein Hubschrauber mit Drohnen und vernetzten Fahrzeugen, um automatisch eine sichere Landezone zu schaffen. Weiterhin sind die Forscherinnen und Forscher des DLR mit einer Vielzahl an Beiträgen im Kongressprogramm des ITS vertreten.

„Alle unsere hier vorgestellten Technologien und Projekte vereint ein Ziel: Die Mobilität der Zukunft näher zu den Menschen zu bringen, sie effizienter, sauberer und sicherer zu gestalten. Als eine der größten Verkehrsforschungseinrichtungen in Europa gestalten wir diesen Transformationsprozess aktiv mit durch Spitzenforschung und Technologietransfer in die Industrie“, sagt Prof. Dr.-Ing. Karsten Lemmer, Mitglied des DLR-Vorstands und verantwortlich für Innovation, Transfer und wissenschaftliche Infrastruktur.

Prototyp des Fahrzeugkonzepts U-Shift: Modularisierung on-the-road

Ein Fahrzeugkonzept mit fast unbegrenzten Möglichkeiten: Ob on-demand-Shuttle, flexibles Verteilzentrum für Pakete oder mobiles Ladengeschäft – das DLR zeigt auf dem ITS World Congress den ersten fahrfähigen Prototyp des U-Shift. Das Fahrzeug besteht aus einer U-förmigen Antriebseinheit, dem sogenannten Driveboard. Es beinhaltet alle technischen Komponenten und Systeme und soll autonom, elektrisch und leise unterwegs sein – für maximale Wirtschaftlichkeit am besten rund um die Uhr. Kombiniert wird das Driveboard mit kapselförmigen Aufbauten für den Transport von Personen und Gütern. Konzepte wie U-Shift haben großes Potenzial für eine verkehrsträgerübergreifende, vernetzte Mobilität.

Der U-Shift-Prototyp gibt den Forschenden die Möglichkeit, erste Erfahrungen mit diesem disruptiven Fahrzeugkonzept und den vielfältigen Einsatzszenarien zu sammeln. Ziel ist es, die Mobilität von morgen nachhaltiger, effizienter und komfortabler zu gestalten. Gleichzeitig können neue Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle entstehen.

City-ATM: Luftraum-Management in urbanen Räumen

Ob Drohnen oder Flugtaxis – die Mobilität und damit das Verkehrsmanagement in Städten wird sich in Zukunft nicht mehr nur auf die Straßen konzentrieren, sondern auch den Luftraum miteinschließen. Es gilt, neue Verkehrsteilnehmende in das Mobilitätskonzept zu integrieren und entsprechend zu steuern. Im Projekt City-ATM (Air Traffic Management) erprobt das DLR mit speziell ausgerüsteten Drohnen ein dichtebasiertes Konzept für das Luftraum-Management: Mit dessen Hilfe sollen unterschiedlichste Luftfahrzeuge optimal im anspruchsvollen urbanen Luftraum zum Einsatz kommen können. Dafür entwickeln die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des DLR Betriebskonzepte für unbemannte Luftfahrzeuge und definieren Anforderungen sowie Rahmenbedingungen für einen sicheren Betrieb im zivilen Luftraum. Als nächstes Highlight planen die Forschenden in einer Versuchskampagne mehrere reale Drohnen zusammen mit ungefähr 100 virtuellen, also am Computer simulierten Drohnen, in einem komplexen Verkehrsszenario zu bewegen.

DLR MovingLab: Mobilität einfach messen – mit dem Smartphone

Aktuelle und zuverlässige Daten sind auch in der Mobilitätsforschung Gold wert. Nur mit ihrer Hilfe lassen sich Aussagen über das Mobilitätsverhalten von Individuen und Gruppen treffen. Sie sind Grundlage von wissenschaftlichen Verkehrsmodellen und Prognosen. Auch Anbieter von Verkehrsdienstleistungen profitieren davon. Mit dem MovingLab hat das DLR eine spezielle Erhebungs- und Analysemethode entwickelt, die völlig neue Möglichkeiten eröffnet. Sie greift auf das zurück, was die meisten immer dabeihaben: mobile Endgeräte wie beispielsweise Smartphones. Durch die darin verbauten Positions- und Bewegungssensoren kann mehrmals pro Minute die Position einer Person bestimmt werden. Über Veränderungen der Position erstellt das MovingLab Beschleunigungsprofile. Diese lassen auf die Nutzung eines bestimmten Verkehrsmittels schließen. Auch Befragungen können über die MovingLab-App durchgeführt werden. Zum Beispiel um soziodemografische Merkmale, allgemeine Nutzung von Verkehrsmitteln, Einstellungen oder spezifische Angaben zu einzelnen Wegen zu erheben.

Live-Demonstration VITAL: Intelligente, kooperative Straßenkreuzung

Die Straßenkreuzung der Zukunft wird wesentlich mehr können als heute: Neue Funktionen steuern den Verkehr sicherer, effizienter und umweltfreundlicher. Die Kommunikation zwischen Fahrzeugen und Infrastruktur sowie intelligente Konzepte für die Ampelsteuerung spielen dabei eine wichtige Rolle. Zudem werden Personen, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sind, stärker berücksichtigt.

Wie das funktioniert, zeigt das DLR vom 12. bis 14. Oktober ganztägig (Anmeldung erforderlich) in unmittelbarer Nähe des ITS World Congress in der Hamburger Innenstadt. Für die Live-Demonstration hat das DLR zusammen mit Partnern eine Straßenkreuzung (An der Verbindungsbahn/Rentzelstraße) der Teststrecke für automatisiertes und vernetztes Fahren (TAVF) mit den im Projekt VITAL (Verkehrsabhängig Intelligente Steuerung von Lichtsignalanlagen) entwickelten Technologien ausgestattet. Dazu zählt unter anderem ein neuer Ansatz für die verkehrsabhängige Ampelsteuerung, bei dem Daten aus der Fahrzeug-Infrastruktur-Kommunikation (V2X) im Entscheidungsprozess berücksichtigt werden. Innovative Sensortechnologie wertet zudem Kamerabilder verkehrlich aus. Auf diese Weise werden alle Verkehrsteilnehmenden und ihre jeweilige Bewegungsrichtung schnell und zuverlässig erfasst. Auch diese Daten fließen dann in die Ampelsteuerung ein und helfen, diese zu optimieren.

Live-Demonstration Air2X: Kooperation von Hubschrauber, Drohnen und vernetzten Fahrzeugen macht Rettungsmobilität schneller und sicherer

Die Kommunikation zwischen Fahrzeugen untereinander und mit der Infrastruktur ist ein entscheidender Erfolgsfaktor für das automatisierte und vernetzte Mobilitätssystem von morgen. Das DLR geht bereits einen Schritt weiter und bindet auch den bodennahen Luftverkehr mit ein:

Im Projekt Air2X hat das DLR gemeinsam mit der ADAC Luftrettung und den Unternehmen NXP Semiconductors Germany sowie Consider IT ein Konzept entwickelt, wie sich Rettungseinsätze von Hubschraubern - zum Beispiel auf Autobahnen oder Landstraßen - sicherer und schneller durchführen lassen. Wie dieses Konzept funktioniert, zeigen die Partner dem Kongress-Publikum und Medienvertretenden (Anmeldung erforderlich) bei einer Live-Demonstration am 13. Oktober 2021 um 11 Uhr am Cruise-Terminal in Hamburg-Steinwerder.

Im Mittelpunkt steht die Kommunikation zwischen Hubschrauber, vernetzten Fahrzeugen und Drohnen. Dazu kommt der in vernetzten Fahrzeugen eingesetzte Funk-Standard ITS-G5 zum Einsatz. Mit einem kompakten Funksender an Bord des Hubschraubers sendet die Besatzung zunächst ein Signal an Drohnen in der Umgebung, den Luftraum für den Rettungseinsatz freizumachen. Dann informiert sie automatisierte und vernetzte Fahrzeuge in unmittelbarer Nähe des Unfalls über den geplanten Landeplatz. Die vernetzten Fahrzeuge bremsen ab, halten an und bilden eine Barriere für alle nachfolgenden Fahrzeuge. So entsteht ein sicherer Landeplatz, die Besatzung des Hubschraubers kann unabhängig von Rettungskräften am Boden agieren und ist wesentlich schneller bei den Verletzten. Gleichzeitig steigt die Sicherheit für die Rettungskräfte in der Luft und am Boden sowie von Dritten.

Die Anmeldung für die Live-Demonstrationen erfolgt für Kongress-Teilnehmende über die App des ITS World Congress im App Store oder bei Google Play. Medien registrieren sich über die DLR-Presseabteilung.

Kontakt
  • Denise Nüssle
    Pres­se­re­dak­ti­on
    Deut­sches Zen­trum für Luft- und Raum­fahrt (DLR)

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