2. März 2022
Deutscher Umweltsatellit EnMAP ist sicher in den USA angekommen

Von Bre­men über Han­no­ver und Flo­ri­da ins All

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EnMAP bereit zum Verpacken
En­MAP be­reit zum Ver­pa­cken
Bild 1/4, Credit: OHB System AG

EnMAP bereit zum Verpacken

Der deut­sche Um­welt­sa­tel­lit En­MAP (Envi­ron­men­tal Map­ping and Ana­ly­sis Pro­gram), der ers­te in Deutsch­land ent­wi­ckel­te und ge­bau­te Hy­per­spek­tral­sa­tel­lit, soll im April 2022 von Flo­ri­da aus in den Welt­raum star­ten. Die­se Um­welt­mis­si­on wird von der Deut­schen Raum­fahr­t­agen­tur im Deut­schen Zen­trum für Luft- und Raum­fahrt (DLR) in Bonn im Auf­trag des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums für Wirt­schaft und Kli­ma­schutz (BMWK) ge­führt. Mit der Ent­wick­lung und dem Bau des Sa­tel­li­ten so­wie des Hy­per­spek­tral­in­stru­men­tes wur­de die OHB-Sys­tem AG be­auf­tragt. Die Missi­on steht un­ter der wis­sen­schaft­li­chen Lei­tung des Geo­For­schungs­zen­trums Pots­dam (GFZ).  Be­vor En­MAP in den Welt­raum star­ten kann, wur­de er von Bre­men aus auf die Rei­se ge­schickt. Da­für wur­de En­MAP im Rein­raum der OHB Sys­tem AG in Bre­men be­hut­sam mit ei­nem Trol­ley in den Trans­port-Con­tai­ner ge­scho­ben.
EnMAP auf Rollen
En­MAP auf Rol­len
Bild 2/4, Credit: OHB System AG

EnMAP auf Rollen

Von zwei In­ge­nieu­ren wird der deut­sche Um­welt­sa­tel­lit En­MAP im Rein­raum der OHB Sys­tem AG in Bre­men mit ei­nem Trol­ley be­hut­sam in den Trans­port-Con­tai­ner ge­scho­ben.
EnMAP eingepackt
En­MAP ein­ge­packt
Bild 3/4, Credit: OHB System AG

EnMAP eingepackt

Im Trans­port­con­tai­ner ist der deut­sche Um­welt­sa­tel­lit En­MAP si­cher ver­packt, um via Trans­port­flug­zeug über den Nord­at­lan­tik zu sei­nem Start­platz an Ca­pe Ca­na­ve­ral ge­flo­gen zu wer­den. Von dort aus schickt der US-Raum­fahrt­kon­zern SpaceX sei­ne Fal­con-9-Ra­ke­ten in den Welt­raum.
EnMAP am Haken
En­MAP am Ha­ken
Bild 4/4, Credit: OHB System AG

EnMAP am Haken

Auf den Trai­ler fer­tig los: Der deut­sche Um­welt­sa­tel­lit En­MAP wur­de in sei­nem Trans­port-Con­tai­ner auf ei­nem Tief­la­der ab­ge­setzt. Via Schwer­last­trans­port wur­de En­MAP vom OHB-Werks­ge­län­de in Bre­men zum Flug­ha­fen Han­no­ver ge­fah­ren. Von dort aus ging es dann via Trans­port­flug­zeug mit Zwi­schen­stopp in Is­land über Grön­land und Neu­fund­land nach Flo­ri­da.
  • Am 27. Februar 2022 um 13:05 Uhr Ortszeit (19:05 Uhr Mitteleuropäische Zeit) ist der deutsche Umweltsatellit EnMAP in Florida gelandet. Wie funktioniert die Mission? Was bringt uns EnMAP für den Klimaschutz? Das neue EnMAP-Video erklärt die Mission.
  • Die Mission wird von der Deutschen Raumfahrtagentur im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Bonn im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) geleitet.
  • Mit der Entwicklung und dem Bau des Satelliten sowie des Hyperspektralinstrumentes wurde die OHB-System AG beauftragt, das Bodensegment wird vom DLR in Oberpfaffenhofen entwickelt und betrieben. Die Mission steht unter der wissenschaftlichen Koordination des GeoForschungszentrums Potsdam (GFZ).
  • Schwerpunkte: Raumfahrt, Erdbeobachtung, Klimawandel, Umwelt- und Naturschutz

Der deutsche Umweltsatellit EnMAP (Environmental Mapping and Analysis Program), der erste in Deutschland entwickelte und gebaute Hyperspektralsatellit, ist am 27. Februar 2022 um 13:05 Uhr Ortszeit (19:05 Uhr Mitteleuropäische Zeit) sicher auf dem NASA-Raumflughafengelände in Florida gelandet. In den Hallen des US-Raumfahrtunternehmens SpaceX wird er nun für den Flug vorbereitet und auf die Falcon-9-Rakete integriert. An deren Spitze soll EnMAP voraussichtlich Anfang April 2022 zu seinem Zielorbit aufbrechen. Der Hyperspektralsatellit soll mindestens fünf Jahre lang Daten über den Zustand unseres Heimatplaneten erheben. "Wir sind sehr froh, dass EnMAP jetzt sicher in Florida angekommen ist. Es war ein tolles Gefühl, das Flugzeug mit EnMAP landen zu sehen und den Satelliten dort in Empfang zu nehmen. Jetzt gehen wir mit großen Schritten auf den Start zu", freut sich Dr. Sebastian Fischer, EnMAP-Projektleiter in der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR, der vor Ort in Florida ist.

Los ging es in den Abendstunden des 24. Februar 2022. Um 21:00 Uhr verließen zwei Schwertransporter mit einem 8,9 (Länge) mal 2,8 (Höhe) mal 3,2 (Breite) Meter großen Spezialcontainer für den Satelliten und einem weiteren Container mit Testequipment im Gepäck das Werksgelände der OHB System AG in Bremen. Als Ziel hatte der EnMAP-Tross den Flughafen Hannover-Langenhagen. Dort wurde der Container mit dem EnMAP-Satelliten nach seiner Ankunft um 24:00 Uhr dann in ein Transportflugzeug umgeladen. Nach dem Start am 25. Februar um 16:00 Uhr ging es dann über Keflavik im Südwesten von Island und den Portsmouth International Airport at Pease in New Hampshire (USA) zur Space Shuttle Landebahn des NASA Kennedy Space Center. Dort wurde der Satellit dann am 28. Februar 2022 aus dem Container ausgeladen und in die Integrationshalle von SpaceX gebracht, wo er für seine Reise an der Spitze einer Falcon-9-Rakete vorbereitet wird.

Missionsvideo: Umweltsatellit EnMAP
Jedes Material auf der Erdoberfläche reflektiert das Sonnenlicht in einer für ihn charakteristischen Art und Weise, einer sogenannten Spektralsignatur. Diese Signatur kann der Umweltsatellit EnMAP mit Hilfe seines Messinstruments "lesen".
Credit: DLR

Neues EnMAP-Video erklärt die Mission

Bei der deutschen Umweltmission EnMAP geht es darum, das Ökosystem unserer Erde besser zu verstehen. Wie und wem die Mission genau dabei hilft, erklären Dr. Walther Pelzer, Vorstandsmitglied des DLR und Leiter der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR, und Dr. Sebastian Fischer, EnMAP-Projektleiter in der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR, gemeinsam mit den Partnern in unserem EnMAP-Video auf dem YouTube-Kanal der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR.

EnMAP - die deutsche Umweltmission und ihre Partner

Die Umweltmission EnMAP wird von der Deutschen Raumfahrtagentur im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Bonn im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) geführt. Mit der Entwicklung und dem Bau des Satelliten sowie des Hyperspektralinstrumentes wurde die OHB-System AG beauftragt. Die Mission steht unter der wissenschaftlichen Leitung des GeoForschungszentrums Potsdam (GFZ).

Mit dem Aufbau und dem Betrieb des Bodensegments sind drei Institute und Einrichtungen des DLR beauftragt worden: Das Deutsche Raumfahrtkontrollzentrum in Oberpfaffenhofen wird den Satellitenbetrieb durchführen und überwachen. Das Deutsche Fernerkundungsdatenzentrum und das DLR-Institut für Methodik der Fernerkundung werden die empfangenen Satellitendaten archivieren, prozessieren, validieren und für die Wissenschaft zugänglich machen. Auch Firmen und Behörden werden die Daten ausprobieren und damit künftige Services vorbereiten. Die zukünftige Nutzung der EnMAP-Hyperspektraldaten durch Universitäten und wissenschaftliche Einrichtungen und die Entwicklung von speziellen Anwendungen werden durch BMWK-Förderprogramme unterstützt.

Kontakt
  • Martin Fleischmann
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    Deut­sches Zen­trum für Luft- und Raum­fahrt (DLR)
    Deut­sche Raum­fahr­t­agen­tur im DLR
    Telefon: +49 228 447-120
    Königswinterer Str. 522-524
    53227 Bonn
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