8. September 2022
Matthias Maurer pflanzt gemeinsam mit Grundschulkindern für eine nachhaltige Welt

Welt­raum­sa­men ge­dei­hen bei den Ver­ein­ten Na­tio­nen

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Aussäen mit einem Astronauten
Aus­sä­en mit ei­nem Astro­nau­ten
Bild 1/4, Credit: © Deutsche Raumfahrtagentur im DLR

Aussäen mit einem Astronauten

Die Kin­der der Klas­se 3a von der Wald­schu­le in Bonn ha­ben am 7. Sep­tem­ber 2022 ge­mein­sam mit dem deut­schen ESA-Astro­nau­ten Mat­thi­as Mau­rer am UN Cam­pus in Bonn Wild­blu­men­sa­men aus­ge­sät. Die Sa­men wa­ren zu­vor mit ihm zu­sam­men auf der In­ter­na­tio­na­len Raum­sta­ti­on ISS.
Gemeinsam für eine nachhaltige Zukunft
Ge­mein­sam für ei­ne nach­hal­ti­ge Zu­kunft
Bild 2/4, Credit: © Deutsche Raumfahrtagentur im DLR

Gemeinsam für eine nachhaltige Zukunft

Der deut­sche ESA-Astro­naut Mat­thi­as Mau­rer hat am 7. Sep­tem­ber 2022 den Vor­mit­tag mit den Grund­schul­kin­dern der Klas­se 3a der Bon­ner Wald­schu­le am UN Cam­pus in Bonn ver­bracht und ih­nen viel über sei­ne Missi­on „Cos­mic Kiss“ er­zählt. Die jun­gen Space Seeds 2.0 Pro­jekt­teil­neh­mer ha­ben auch er­fah­ren, dass die Welt­raum­be­din­gun­gen Ein­fluss auf ih­re Sa­men an Bord der ISS ge­nom­men ha­ben könn­ten. Ob und wel­che Aus­wir­kun­gen das auf die Pflan­zen hat, wol­len die jun­gen For­scher nun her­aus­fin­den.
Matthias Maurer mit den Space Seeds 2.0 auf der ISS
Mat­thi­as Mau­rer mit den Space Seeds 2.0 auf der ISS
Bild 3/4, Credit: NASA/ESA

Matthias Maurer mit den Space Seeds 2.0 auf der ISS

Mit ei­ner CRS-23-Dra­gon-Kap­sel des US-Raum­fahrt­un­ter­neh­mens SpaceX sind die Space Seeds 2.0 am 29. Au­gust 2021 zur In­ter­na­tio­na­le Raum­sta­ti­on ISS ge­bracht wor­den. Am 10. De­zem­ber 2021 wur­de Mat­thi­as Mau­rer dann zu­sam­men mit den Welt­raum­sa­men von NA­SA-Astro­naut Tho­mas Mars­h­burn fo­to­gra­fiert, ehe die Space Seeds dann nach ih­rem Welt­raum­auf­ent­halt am 24. Ja­nu­ar 2022 si­cher mit der CRS24-Dra­gon-Raum­kap­sel im Golf von Me­xi­co na­he der Küs­te Flo­ri­das lan­de­ten.
 Nationale Grundschulaktion "Space Seeds 2"
Na­tio­na­le Grund­schulak­ti­on "Space Seeds 2 - Welt­raum­blu­men be­ob­ach­ten"
Bild 4/4, Credit: DLR (CC BY-NC-ND 3.0)

Nationale Grundschulaktion "Space Seeds 2 - Weltraumblumen beobachten"

Bei der Mit­mach-Ak­ti­on „Space Seeds 2“ for­schen Grund­schul­kin­der mit Wild­blu­men­sa­men, die mit SpaceX-CRS-23 zur ISS flie­gen und nach der "Cos­mic Kiss"-Missi­on wie­der zur Er­de zu­rück­keh­ren.
  • Am 7. September 2022 hat eine Grundschulklasse zusammen mit dem deutschen ESA-Astronauten Matthias Maurer Weltraum-Wildblumensamen auf dem UN Campus ausgesät.
  • Space Seeds 2.0 ist ein Schul- und Jugendprojekt der Deutschen Raumfahrtagentur im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) während der „Cosmic Kiss“-Mission.
  • Die Samen waren zusammen mit Matthias Maurer auf der Internationalen Raumstation ISS.
  • Schwerpunkte: Raumfahrt, Nachhaltigkeit, Education & Outreach

Wenn aus Grundschulkindern Nachhaltigkeitsforscher werden

Was ist biologische Vielfalt? Was bedeuten Blumen für uns und unsere Umwelt? Und was haben Blumen mit Raumfahrt zu tun? Damit Grundschulkinder diesen spannenden Fragen nachgehen können, hat die Deutsche Raumfahrtagentur im DLR mit einer Falcon-9-Rakete (SpaceX CRS-23) am 29. August 2021 vom Kennedy Space Center in Florida zwei Kilogramm Wildblumensamen zur Internationalen Raumstation ISS geschickt. Diese „Weltraumsamen“ waren zusammen mit dem deutschen ESA-Astronauten Matthias Maurer während seiner Mission Cosmic Kiss auf der ISS, ehe sie am 24. Januar 2022 wieder sicher auf der Erde gelandet sind. Am 7. September 2022 hat Matthias Maurer zusammen mit einer Grundschulklasse einen kleinen Teil dieser Samen auf dem UN Campus in Bonn im Rahmen einer mit UN-SPIDER organisierten Aktion ausgesät.

„Für uns ist es spannend zu erfahren, welche Auswirkungen die Reise ins All für die Blumensamen hatte – und die Schülerinnen und Schüler helfen uns dabei, das herauszufinden. Denn nach ihrer Rückkehr zur Erde, werden nicht nur Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Samen untersuchen, sondern vor allem auch die Grundschulkinder. Diese jungen Forscherinnen und Forscher leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Schutz unserer Erde und Artenvielfalt und für eine nachhaltigere Welt“, betont Matthias Maurer nach dem Aussähen in Bonn. Mitmachen können AGs, Forschungsgruppen und Schulklassen der dritten und vierten Klassenstufe im Schuljahr 2022/2023 (mit mindestens zwölf Personen). Die Anmeldung ist bis 13. Januar 2023 möglich. Alle Informationen zum Wettbewerb auf unserer Space2School-Webseite.

Wildblumen – ein unverzichtbarer Lebensraum

Ohne Pflanzen wäre unser blauer Planet in der Zukunft nicht mehr lebenswert. Wildblumen sind ein sehr wichtiger Teil dieser Pflanzenwelt und für viele Tiere ein unersetzbarer Lebensraum – und damit auch für uns Menschen. Viele Arten sind mittlerweile selten geworden oder gar ausgestorben. Ohne sie finden aber vor allem Wildbienen und andere Insekten keine Nahrung mehr. Damit können auch unsere Nutzpflanzen und Bäume nicht mehr bestäubt werden und bald keine Früchte mehr tragen – ein Teufelskreis. „Der Blick von der ISS zur Erde zeigt mir leider, dass wir unseren Planeten oft nicht gut behandeln. Wir schaden dem Klima, verschmutzen die Meere mit Plastik, roden unsere Wälder und geben auch den Wildblumen zu wenig Raum. Wir müssen jetzt etwas tun um unseren Planeten, die Erde, zu schützen. Das tun die Grundschulkinder im Space Seeds 2.0-Projekt“, betont Maurer.

„Aus diesem Grund haben wir uns diesem Thema angenommen und mit Space Seed 2.0 die Bedeutung der Pflanzenwelt für unseren Planeten jetzt schon zum zweiten Mal in die Grundschulklassenzimmer getragen. Wir wollen die Kinder schon ganz früh für dieses Thema sensibilisieren und auch auf die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen – die sogenannte Sustainable Development Goals (SDGs) – aufmerksam machen“, erklärt Space Seeds 2.0-Projektleiterin Alexandra Herzog bei der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR.

Wildblumen statt schon wieder Gemüse

Doch wie kam es eigentlich zu dem Projekt? „Als ich 2016 eine ARTE-Dokumentation über den Wildblumenretter Ernst Rieger gesehen hatte, reifte die Idee, statt Gemüse- nun Wildblumensamen ins All zu fliegen. Ich rief Herrn Rieger an, um ihn von dem Space Seeds-Projekt zu überzeugen. Doch ich musste ihn gar nicht überzeugen. Er war sofort Feuer und Flamme, um mit den Weltraumsamen auf den Artenschutz aufmerksam zu machen. Mir gefiel sein Engagement und sein Mut, sich für Biodiversität und Erhalt der Wildblumen einzusetzen“, sagt Volker Schmid, ISS-Missionsmanager bei der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR und Ideengeber für die Space Seeds.

Space Seeds 2.0: Weltraumblumen beobachten

In dem Schulwettbewerb Space Seeds 2.0 können Grundschulkinder mit Wildblumensamen forschen, die zusammen mit ESA-Astronaut Matthias Maurer zusammen auf der ISS waren. Wie haben die Samen die Reise ins All überstanden? Teilnehmen dürfen Grundschulkinder, die im Schuljahr 2022/23 die dritte und vierte Klasse besuchen. Die Schulen erhalten neben begleitendem Unterrichtsmaterial die Space Seeds aus dem All und Vergleichssamen zum Aussäen und Beobachten. Kinder werden so selber zu Forschenden und gleichzeitig sensibilisiert für das Thema Biodiversität und den Schutz unseres einmaligen Planeten. Anmeldungen zum Wettbewerb sind ab dem 13. September 2022 möglich: zur Anmeldung.

Kontakt
  • Martin Fleischmann
    Stra­te­gie und Kom­mu­ni­ka­ti­on
    Deut­sches Zen­trum für Luft- und Raum­fahrt (DLR)
    Deut­sche Raum­fahr­t­agen­tur im DLR
    Telefon: +49 228 447-120
    Königswinterer Str. 522-524
    53227 Bonn
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  • Alexandra Herzog
    Deut­sches Zen­trum für Luft- und Raum­fahrt (DLR)
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    Telefon: +49 228 447-262
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  • Volker Schmid
    ISS-Fach­grup­pen­lei­tung, Missi­ons­lei­tung Cos­mic Kiss
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    For­schung und Ex­plo­ra­ti­on
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