6. Dezember 2023

IFAR 2023: Gipfeltreffen der Luftfahrtforschung in Neapel

  • Über 75 Teilnehmende aus 22 Ländern trafen sich im Oktober zum 14. IFAR-Gipfel in Neapel.
  • Diskussionen über ökologische Nachhaltigkeit und Sicherheit standen im Fokus, inklusive Genehmigung von zwei neuen IFAR-Forschungsprojekten.
  • IFAR setzt weiterhin auf den Ausbau der ICAO-Kooperation und plant eine zweite wissenschaftliche Bewertung zur Digitalisierung von Zertifizierungsprozessen.
  • Bruno Sainjon übernimmt den IFAR-Vorsitz bis 2025
  • Schwerpunkte: Luftfahrt, klimaverträgliches Fliegen, internationale Kooperation

Beim 14. Gipfel des International Forum for Aviation Research (IFAR) berieten führende Vertreterinnen und Vertreter internationaler Luftfahrtforschungsorganisationen über die Zukunft der weltweiten Luftfahrt. Seit der Gründung von IFAR im Jahr 2010 nimmt das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) eine tragende Rolle beim weltweit einzigartigen Netzwerk von Luftfahrtforschungseinrichtungen ein. Das bereits 14. Treffen fand im Oktober 2023 in Neapel/Italien statt und zählte mehr als 75 Teilnehmende aus 22 Ländern – ein Rekord!

Zentrales Thema des diesjährigen IFAR-Gipfels war die fortschrittliche Luftmobilität (Advanced Air Mobility, AAM). Im Mittelpunkt standen Diskussionen über ökologische Nachhaltigkeit, Sicherheit und erfolgreiche Integration, um effiziente multimodale Reisedienstleistungen für die Passagiere zu gewährleisten. Das Treffen wurde vom Präsidenten des Italian Aerospace Research Centre (CIRA), Prof. Antonio Blandini, eröffnet und vom IFAR-Vorsitzenden und Vize-Präsident des National Research Council of Canada (NRC), Ibrahim Yimer, moderiert. Traditionell unterzeichnete das IFAR-Leitungsteam im Rahmen des Gipfels eine Absichtserklärung über die weitere Zusammenarbeit.

Innovative Forschungsprojekte und Kooperationen

Höhepunkte des IFAR-Gipfels 2023 waren unter anderem die Genehmigung zweier IFAR-Forschungsprojekte: „Navigating the Skies: A Guide to Certification for Urban Air Mobility” und „Atmospheric characterization through in-flight measurements“. Eine neue IFAR-Arbeitsgruppe zur Zertifizierung durch Analyse (CbA) für metallische Strukturen wurde auf den Weg gebracht. Die Teilnehmenden des Gipfels tauschten im Rahmen des IFAR-Cafés Ideen und Informationen aus, insbesondere zu den Themen klimaverträgliches Fliegen, Co-Modalität, Sicherheit und Gefahrenabwehr.

Der Ausbau der ICAO-Kooperation bleibt eines der zentralen Ziele von IFAR. Die IFAR-Principals gaben grünes Licht für die zweite wissenschaftliche Bewertung der IFAR im Bereich der Digitalisierung von Zertifizierungsprozessen. Ziel ist eine Vereinbarung auf der ICAO-Innovationsmesse „Digital Aviation: the Future is Now“ im Jahr 2024 bekannt zu geben.

Der IFAR-Vorsitz wurde für das folgende Jahr an Bruno Sainjon, den Generaldirektor und Vorsitzende der französischen Luft- und Raumfahrtforschungseinrichtung ONERA, übergeben. Pawel Stezycki, Direktor des Lukasiewicz Research Network Institute of Aviation (ILOT), wurde zum stellvertretenden IFAR-Vorsitzenden ernannt. Ibrahim Yimer bleibt im IFAR-Vorstand in der Funktion des ehemaligen Vorsitzenden.

Der nächste IFAR-Gipfel findet im Oktober 2024 in Singapur statt und wird von der Agentur für Wissenschaft, Technologie und Forschung (A*STAR) ausgerichtet.

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