19. November 2025

Anhörung des Bundestags zur ESA-Ministerratskonferenz 2025

Deutscher Reichstag
Dr. Anke Pagels-Kerp, Bereichsvorstandsmitglied Raumfahrt des DLR, war in Öffentlicher Anhörung des Ausschusses für Forschung, Technologie, Raumfahrt und Technikfolgenabschätzung im Deutschen Bundestag vertreten.
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  • Moderne Gesellschaften von weltraumgestützten Anwendungen abhängig – resiliente und vertrauenswürdige Systeme notwendig.
  • Dr. Anke Pagels-Kerp, Bereichsvorstandsmitglied Raumfahrt des DLR, in Öffentlicher Anhörung vertreten.
  • Schwerpunkte: Raumfahrt, Sicherheit- und Verteidigung, Politikbeziehungen

Die ESA-Ministerratskonferenz 2025, die vom 26. bis 28. November in Bremen stattfinden wird, war Anlass für eine Öffentliche Anhörung des Ausschusses für Forschung, Technologie, Raumfahrt und Technikfolgenabschätzung im Deutschen Bundestag. Dr. Anke Pagels-Kerp, Bereichsvorständin Raumfahrt des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), war unter den Sachverständigen.

Pagels-Kerp unterstrich die zentrale Bedeutung der Raumfahrt für das tägliche Leben auf der Erde und die zunehmende Abhängigkeit moderner Gesellschaften von weltraumgestützten Anwendungen. Sie betonte, dass resiliente und vertrauenswürdige Systeme entscheidend für Kommunikation, Navigation und Erdbeobachtung sind – insbesondere im Hinblick auf die Folgen des Klimawandels und Extremwetterereignisse. Satelliten leisten hier einen wichtigen Beitrag: von präziser Wettervorhersage bis hin zur Unterstützung von Rettungskräften in Krisensituationen.

Nachhaltige Raumfahrt und europäische Zusammenarbeit als Schlüssel zur Zukunft

Zugleich erläuterte sie die Notwendigkeit, im Weltraum nachhaltig zu agieren. Technologien zum Reparieren und Betanken, sowie zum Schützen und dem kontrollierten Deorbiten von Satelliten seien der nächste wichtige Schritt hin zu einem sicheren und verantwortungsvollen Umgang mit dem Weltraum. Das DLR habe hierfür bereits Systeme entwickelt, die ihre Funktionsfähigkeit im All demonstrieren und anschließend in die industrielle Nutzung überführt werden können – mit positiven Effekten auch für technologische Entwicklungen auf der Erde.

Im Hinblick auf die ESA-Ministerratskonferenz 2025 hob Pagels-Kerp hervor, dass gemeinsame europäische Investitionen in Forschung, Innovation und Wettbewerbsfähigkeit entscheidend seien, um die technologische Souveränität Europas zu sichern. Deutschland müsse seine nationalen Stärken gezielt in den ESA-Kontext einbringen, um resiliente Systeme, globale Echtzeit-Erdbeobachtung, sichere Kommunikation und Navigation sowie robotische Assistenzsysteme weiterzuentwickeln. Eine stringente, gemeinschaftliche Strategie sei dabei der Schlüssel, um Europas Handlungsfähigkeit im All dauerhaft zu stärken.

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Dr. Nina-Louisa Remuß

Stellvertretende Leitung Büro Berlin
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