21. Juli 2025

DLR_Startup-Factory-Tour am DLR in Oberpfaffenhofen

  • Die DLR_Startup Factory bietet Gründungswilligen einzigartige Chancen, starke Unterstützung und exzellente Vernetzungsmöglichkeiten
  • Sensodrive zeigt als erfolgreiche DLR-Ausgründung mit weltweiten Anwendungen, wie wirkungsvoll Forschung in marktfähige Innovationen überführt werden kann.
  • Mit dem Techpreneur-Pfad eröffnet das DLR Forschenden neue Möglichkeiten für Technologietransfers.
  • Schwerpunkte: Forschung und Transfer, Innovation, Startups

Am 15. Juli 2025 machte die DLR_Startup-Factory-Tour am Standort Oberpfaffenhofen des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) halt. Mit dabei war Thorsten Rudolph, Gründer und Geschäftsführer der AZO Anwendungszentrum GmbH Oberpfaffenhofen, der Heimat des dortigen Start-up-Inkubators ESA BIC. Er diskutierte mit Prof. Karsten Lemmer, DLR-Vorstand für Innovation, Transfer und wissenschaftliche Infrastrukturen über die besonders günstigen Bedingungen, sich in der Gründerszene rund um München und dem Standort Oberpfaffenhofen zu vernetzen. Mit dabei: der erfolgreiche Gründer Norbert Sporer (SensoDrive). Er riet den Teilnehmenden, rund 100 Mitarbeitenden der Standorte Oberpfaffenhofen und Augsburg, jede sich bietende Chance wahrzunehmen: man vernetze sich ja nicht nur mit den Personen, sondern immer auch mit deren Funktion.

Sein Unternehmen Sensodrive, hat er bereits 2003 aus dem DLR-Institut für Robotik und Mechatronik in Oberpfaffenhofen ausgegründet. Sensodrive ist auf die Entwicklung sensitiver Antriebstechnologien spezialisiert. Mit langjährigem Know-how aus der Raumfahrt-Forschung, entwickelt und produziert esmarktführende Drehmoment-Technologien und sensitive Antriebe für Industrieroboter (Cobots), Medizinroboter und Force-Feedback-Lösungen. Dafür wurde es mit dem Innovationspreis Bayern 2024 ausgezeichnet. Das Know-how von Sensodrive steckt heute in nahezu allen Cobots weltweit. Eins der vielen Beispiele dafür, wie erfolgreich Ausgründungen aus dem DLR sind. Entgegen dem landläufigen Trend, nach dem es nur zehn Prozent der jungen Unternehmen schaffen, bleiben 90 Prozent der DLR-Ausgründungen langfristig am Markt bestehen.

Ein neues Gründungsmodell nutzen Julian Klodmann und sein Kompagnon Florian Steidle, ebenfalls vom Institut für Robotik und Mechatronik. Sie wollen ein robotisches Assistenzsystem zur Unterstützung in der Urologie auf den Markt bringen, möchten aber nicht selbst gründen, sondern lieber im DLR bleiben. Nun beschreiten sie den sogenannte „Techpreneur-Pfad“, den die DLR_Startup Factory seit Kurzem anbietet. Unterstützt durch einen DLR-Coach, treiben sie ihre Forschung und die Gründungsvorbereitung soweit, dass externe Gründende das Projekt übernehmen und an den Markt führen können. Klodmann und Steidle müssen dann nicht selbst geschäftsführend tätig werden, können aber, wenn sie wollen, als Mentoren das Projekt weiter begleiten und auch finanziell am Startup beteiligt sein.

Klodmann und Sporer waren sich einig darin, dass das DLR allen Gründungswilligen einzigartige Chancen und Unterstützungsleistungen bietet, die man sich nicht entgehen lassen sollte. Schließlich soll die DLR-Forschung Nutzen stiften und Impulse geben. Start-ups leisten einen wichtigen Beitrag zum Transfer in die Wirtschaft und schaffen so Wertschöpfung für die Gesellschaft.

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