Gipfel der internationalen Luftfahrtforschung in Wien

IFAR
- Technologie und Forschung für die „Leise Luftfahrt“ standen im Fokus der Tagung.
- IFAR hat auf internationaler Ebene eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Internationale Zivilluftfahrt-Organisation ICAO sowie dem International Council of the Aeronautical Sciences ICAS etabliert.
- Besuche bei österreichischen Luftfahrtunternehmen rundeten das Programm ab.
- Schwerpunkte: Luftfahrt, internationale Zusammenarbeit.
Der 16. jährliche Gipfel des International Forum for Aviation Research (IFAR) wurde an der TU Wien erfolgreich abgeschlossen. Fast 70 Teilnehmende aus 20 verschiedenen Mitgliedsländern nahmen vom 28. bis 31. Oktober 2025 an dem Gipfel teil. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) war wieder stark an entscheidender Stelle beteiligt. Hauptthema des diesjährigen „Gipfels der Luftfahrtforschung“ waren Technologien für eine leisere Luftfahrt.
Podiumsdiskussion und IFAR Café-Workshop
Neben den jährlichen offiziellen Tagesordnungspunkten der Generalversammlung hielten Vizerektor Peter Ertl als Vertreter der TU Wien, Peter Glaser, VP Engineering bei der FACC AG, als Vertreter der österreichischen Luftfahrtindustrie und Polina Wilhelm als Vertreterin der Österreichischen Forschungsförderungs-gesellschaft (FFG) und des Bundesministeriums für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI) Keynote-Vorträge.
Es folgte eine intensive Podiumsdiskussion, in der Expertinnen und Experten von DLR, ONERA und TU Wien zusammen mit Gästen von ICAS und ICAO das Thema Lärmemissionen erörterten. Anknüpfend an die vorgestellten Perspektiven fand ein IFAR Café-Workshop statt, bei dem die Teilnehmenden des Gipfels und externe Experten debattierten und Erklärungen erarbeiteten. Die Themen umfassten Antriebs- und Strömungsgeräusche großer Flugzeuge, den regulatorischen Rahmen sowie den operativen und geräuscharme Advanced Air Mobility (AAM) sowie Lärmreduktionspotenzial bei Überschallflügen.
IFAR-Partnerschaften
IFAR hat hervorragende Partnerschaften mit ICAO (Internationale Zivilluftfahrt-Organisation) und ICAS (International Council of the Aeronautical Sciences) etabliert. Neueste Aktivitäten der ICAO-IFAR-Arbeitsgruppe zum Thema „Digitale Transformation in der Flugzeugzertifizierung” wurden auf dem IFAR-Gipfel diskutiert. Yuri Fattah von ICAO würdigte die enge Zusammenarbeit. Zudem würdigte ICAS-Präsident Chris Atkin die Zusammenarbeit: „Als Forschende neigen wir dazu zu glauben, dass es die Aufgabe anderer ist, die Probleme zu lösen, die wir mit unseren neuen Ideen verursachen. Die IFAR-Mitglieder spielen dabei eine entscheidende Rolle in der Mitte. Sie sprechen die Sprache der Designer und Forscherinnen und Forscher.“
Besuche bei Industrieunternehmen in Wiener Neustadt und Wien
Neben den Diskussionen standen auch Besuche bei österreichischen Luftfahrtunternehmen in Wiener Neustadt und Wien auf dem Programm. Diamond Aircraft Industries, ein weltweit führender Hersteller von Kleinflugzeugen, gewährte den internationalen Teilnehmenden Einblicke in die Produktionslinie. Die Führung begann beim Lay-op-Prozess einzelner Flugzeugkomponenten und endete bei der Integration des Motors und der Systeme in den fertigen Rumpf. Darüber hinaus wurden die Bodenprüfstände gezeigt, darunter der Forschungs- und Entwicklungshangar, in dem das vollelektrische Flugzeug eDA40 zu sehen war. Die Industriebesuche wurden mit einer Besichtigung der Anlagen des Icing Wind Tunnel (IWT) abgeschlossen, einer hochmodernen Einrichtung, in der extreme Wetterbedingungen simuliert werden, um die Leistung von Schienen-, Straßen- und Luftfahrzeugen zu testen.