Anschub für Transfer: Das DLR beteiligt sich am Tech Transfer Fonds TT49

- TT49 soll gute Voraussetzungen für Ausgründungsprojekte des DLR schaffen.
- Start-ups können mit Investitionen aus dem Fonds längere Entwicklungszeiten überbrücken.
- Schwerpunkte: Innovation & Transfer, Start-ups
Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) beteiligt sich am Fonds TT49. Damit unterstützt das DLR technologieorientierte Start-ups in der Gründungsphase. Als sogenannter Pre-Seed-Fonds zielt der TT49 auf eine frühe Finanzierung von Deep-Tech-Start-ups ab, die Technologien aus der Forschung an den Markt und somit in die Anwendung bringen. Der European Investment Fund (EIF) hat den TT49 gemeinsam mit der Fraunhofer Gesellschaft initiiert. Auch weitere Forschungseinrichtungen beteiligen sich.
Mit seiner Beteiligung schafft das DLR auch für die eigenen Ausgründungsprojekte gute Startvoraussetzungen. Gerade in der frühen Phase sind Ausgründungen aus dem Deep-Tech-Bereich auf finanzielle Mittel angewiesen, um ihr Unternehmen aufzubauen. Durch Investitionen aus dem TT49-Fonds können sie so Entwicklungszeiten überbrücken, in denen häufig noch keine zahlenden Kunden vorhanden sind und Prototypen zunächst auf Industriestandard gebracht werden müssen.
Beteiligung ist eine Ergänzung zum Programm der DLR_Startup Factory
Der TT49, abgeleitet aus Technologie-Transfer und der Deutschland-Vorwahl +49, ist technologieoffen. Der Fonds richtet sich an Start-ups aus dem europäischen Wissenschaftssystem, der Schwerpunkt liegt jedoch auf Gründungen am Wissenschafts- und Technologiestandort Deutschland. Voraussetzung für ein Investment ist, dass bei den Gründungsteams ein skalierbares Geschäftsmodell besteht und die Schutzrechte geregelt sind.
„Für den wirtschaftlichen Erfolg unserer Start-ups, den wir uns alle wünschen, braucht es das gesamte Ökosystem. Frühphasen-Investoren leisten hier einen elementar wichtigen Beitrag. Mit unserer Beteiligung bieten wir Deep-Tech-Start-ups in Zeiten unternehmerischer Unsicherheit finanzielle Stabilität. Wir schaffen so die Voraussetzung dafür, dass die Gründenden genau die Produkte entwickeln können, die der Markt braucht. Das stärkt den Wirtschaftsstandort Deutschland nachhaltig“, sagt Prof. Karsten Lemmer, DLR-Vorstand für Innovation, Transfer und wissenschaftliche Infrastrukturen.
Der TT49-Fonds gleicht in seiner Struktur und seinen Zielen klassischen Venture-Capital-Fonds. Das geplante Volumen liegt bei 90 Millionen Euro. Die Beteiligung des DLR an dem TT49-Fonds ist eine Ergänzung zum 5-stufigen Ausgründungsprogramm der DLR_Startup Factory. Es bietet interessierten Mitarbeitenden ein umfassendes und systematisches Rahmenprogramm zum Aufbau forschungsbasierter Start-ups. Das auf Technologietransfer ausgerichtete Programm unterstützt die Gründung erfolgreicher Deep-Tech-Start-ups.