Das DLR zeigt neue Technologien auf der Hydrogen Technology World Expo

- Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) präsentiert auf der Hydrogen Technology World Expo in Hamburg aktuelle Wasserstoffforschung in Halle B5, Stand 5H30, sowie auf dem Gemeinschaftsstand des Landes Bremen in Halle B6, Stand 6K25.
- Die Themen reichen von der Wasserstofferzeugung auf dem Meer über die Speicherung bis zum Einsatz in Schiffen und Flugzeugen.
- Modelle und Demonstratoren zeigen neue Technologien und ihre möglichen Anwendungen in der Praxis.
- Schwerpunkte: Wasserstoff, Luftfahrt, Energie, Maritime Forschung
Wasserstoff bietet große Chancen, die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands als Industrie- und Technologiestandort zu stärken. Neue Verfahren für seine Erzeugung, Speicherung und Nutzung können Innovationen vorantreiben und die Energieversorgung unabhängiger machen. Doch wie lässt sich Wasserstoff wirtschaftlich herstellen, in großen Mengen speichern und zuverlässig in Schiffen oder Flugzeugen einsetzen? Auf der Hydrogen Technology World Expo in Hamburg stellt das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) vom 20. bis 22. Oktober 2026 seine Forschung dazu vor – in Halle B5, Stand 5H30, sowie auf dem Gemeinschaftsstand des Landes Bremen in Halle B6, Stand 6K25.
Wasserstoff auf dem Meer erzeugen und unter der Erde speichern
Auf hoher See weht oft kräftiger Wind. Das macht Windparks auf dem Meer zu vielversprechenden Standorten für die Wasserstoffproduktion. Der Strom aus den Windrädern kann direkt vor Ort genutzt werden, um Wasser durch Elektrolyse in Wasserstoff und Sauerstoff aufzuspalten. Das DLR erforscht, wie sich so grüner Wasserstoff und weitere Energieträger auf See herstellen lassen.
Wenn Wasserstoff nicht sofort gebraucht wird, kann er in großen unterirdischen Hohlräumen, sogenannten Salzkavernen, gespeichert werden. Das DLR untersucht, wie sich dort große Mengen sicher lagern und bei Bedarf bereitstellen lassen.
Am DLR-Standort Lampoldshausen entsteht zudem eine Infrastruktur zur Herstellung, Speicherung und Verteilung von Wasserstoff. Hier können neue Technologien unter realistischen Bedingungen erprobt werden, etwa für die Energieversorgung oder die Betankung mit flüssigem Wasserstoff. Dabei nutzt das DLR seine Erfahrung mit Wasserstoff als Raketentreibstoff.
Wasserstoff für die Schifffahrt: Strom erzeugen und sicher tanken
Um die Emissionen großer Schiffe zu senken, untersucht das DLR den Einsatz von Brennstoffzellen. Sie wandeln die chemische Energie eines Brennstoffs direkt in Strom um, der beispielsweise für die Versorgung an Bord genutzt werden kann. Die Forschenden arbeiten daran, diese Technik auch für große Schiffe zuverlässig und effizient nutzbar zu machen.
Ein Modell einer Wasserstoff-Tankstation zeigt zudem, wie Schiffe künftig betankt werden könnten und wie sich dabei gasförmiger Wasserstoff auffangen und zurückführen lässt.
Wasserstoff im Flugzeug: Vom Tank bis zur Kabine
Auch in der Luftfahrt eröffnet Wasserstoff neue Möglichkeiten. Damit ausreichend davon an Bord mitgeführt werden kann, wird er auf minus 253 Grad Celsius heruntergekühlt. In flüssiger Form benötigt er deutlich weniger Platz.
Wie sich solche Tanks in Flugzeuge integrieren lassen, untersucht das DLR an einem Forschungsflugzeug. Ein Modell zeigt spezielle Behälter unter den Tragflächen für Flüssigwasserstofftanks. Auf dem Gemeinschaftsstand des Landes Bremen stellt das DLR zudem ein neues Tankkonzept vor. Leitungen werden dabei durch eine Trennwand im Tankinneren geführt. Das vereinfacht den Aufbau und spart Platz.
Für den Einsatz im Triebwerk müssen Druck und Temperatur des Wasserstoffs angepasst werden. Das DLR entwickelt dafür ein System aus Pumpen und Wärmetauschern. Eine virtuelle Flugzeugkabine zeigt außerdem, wie sich neue Kabinenkonzepte am Computer entwickeln und testen lassen.
Brennstoffzellen effizienter und langlebiger machen
Damit Brennstoffzellen künftig breiter eingesetzt werden können, erforscht das DLR neue Materialien und verbesserte Bauteile. Sie sollen die Leistung und Lebensdauer erhöhen und die Kosten senken. Verschiedene Exponate zeigen, wie selbst kleine Veränderungen an einzelnen Komponenten die Technik verbessern können.