9. Februar 2026 | Technologien für die Transformation des Energiesystems

DLR auf der E-world 2026

  • Das DLR zeigt auf der „E-world” Technologien und Lösungen, um den Energiesektor leistungsfähiger, resilienter und klimaverträglicher zu machen.
  • Die Messe findet vom 10. bis 12. Februar 2026 in Essen statt.
  • Die DLR-Exponate geben Einblick in die Themen bidirektionales Laden, Windenergie und industrielle Prozesswärme.
  • Schwerpunkte: Energie, Netzstabilisierung, Windenergieforschung, Prozesswärme

Auf der „E-world energy & water” in Essen stellt das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) neuartige Technologien und Lösungen vor. Ihr Ziel ist es, den Energiesektor leistungsfähiger, resilienter und klimaverträglicher zu gestalten. Die internationale Fachmesse für die Energiebranche bringt jedes Jahr Akteure aus Industrie, Forschung, Politik, Verwaltung und Verbänden zusammen. Vom 10. bis 12. Februar 2026 gibt das DLR an seinem Stand in Halle 5 (#5A102) Einblick in aktuelle Forschungsprojekte. Mit dabei sind die Themen Netzstabilisierung, Windenergie und industrielle Prozesswärme. Eine Ausgründung des DLR zeigt außerdem, wie sie mit künstlicher Intelligenz präzise und schnell Daten für die Wärmewende liefert.

In energie- und industriepolitisch herausfordernden Zeiten sind wir in Deutschland und Europa als Gesellschaft und Wirtschaftsstandort mehr denn je auf eine zukunftssichere, resiliente und wirtschaftlich bezahlbare Energieversorgung angewiesen. Praxisnahe Technologien und Konzepte, wie sie das DLR entwickelt, leisten dazu einen wichtigen Beitrag und unterstützen gleichzeitig die Transformation des Energiesystems hin zu erneuerbaren Energieträgern.

Prof. Meike Jipp, DLR-Bereichsvorständin Energie und Verkehr

Strom aus dem Auto für ein stabiles Netz

Unter dem Stichwort „bidirektionales Laden“ zeigt das DLR, wie Elektrofahrzeuge genutzt werden können, um in Zeiten mit hohem Strombedarf die Netze zu stabilisieren. Die Batterie im Fahrzeug dient dabei als mobiler Speicher: Sie wird aus dem Stromnetz geladen, kann bei Bedarf aber auch Strom dorthin zurückspeisen – es funktioniert also in beide Richtungen. Methoden zur Regelung, zum Energiemanagement sowie Infrastruktur und Geschäftsmodelle für solche Vehicle-to-Grid-Lösungen sind aktuell in der Entwicklung. Auf der E-world stellt das DLR vor, wie Elektrofahrzeuge mittels intelligenter Regelungskonzepte zur lokalen Netzstützung eingesetzt werden können. Anhand eines in einer Ladesäule untergebrachten Touchscreen-Bildschirms können Besuchende unterschiedliche Szenarien durchspielen, wie sich Vehicle-to-Grid-Lösungen in der Praxis auswirken.

Windenergie effizienter und leiser machen

Mit dem Forschungspark Windenergie (WiValdi) im niedersächsischen Krummendeich testet das DLR gemeinsam mit Partnern aus Industrie und Wissenschaft neuartige Lösungen, um die Windenergie noch effizienter, wirtschaftlicher und leiser zu machen. Denn moderne Windenergieanlagen müssen neben turbulenten Windverhältnissen auch immer weiter steigenden Anforderungen nach mehr Flexibilität im Stromnetz gerecht werden. Die umfassende Instrumentierung der Anlage ermöglicht es, neue Technologien unter realitätsnahen Bedingungen zu erproben. So lassen sich einmalige Messdaten generieren und damit Auslegungsmethoden und Simulationsverfahren bestätigen und weiterentwickeln. Auf der E-world zeigt das DLR ein Modell des Forschungsparks und gibt Einblick in aktuelle Forschungsprojekte und Testkampagnen.

Power-to-Heat-Technologien für die industrielle Transformation

Viele energieintensive Prozesse in der Industrie nutzen Erdgas, um Wärme oder Dampf zu erzeugen. Das DLR entwickelt innovative Lösungen, um diese Industrieprozesse unabhängig von fossilen Rohstoffen zu machen. Diese Umstellung ist ein zentraler Schritt der industriellen Transformation und unterstützt die Resilienz dieser Branche. Power-to-Heat-Technologien in Kombination mit Wärmespeichern spielen dabei eine wichtige Rolle: Sie nutzen Strom aus erneuerbaren Quellen wie Sonne und Wind. Daraus machen sie klimaverträglich, zuverlässig und flexibel Prozesswärme und Prozessdampf. Das DLR entwickelt hierfür Lösungen, die auch sehr hohe Temperaturen ermöglichen.

DLR-Ausgründung: schnell zu präzisen Daten für die Wärmewende

Das junge Unternehmen „heatbrAIn“ beantwortet die Frage, wie viel Wärme wann und wo gebraucht wird. Für Planungsbüros, Kommunen und Versorger stellt es präzise und hochwertige Daten und Energiemodelle bereit. Diese sind die Grundlage für die Wärmeplanung, die Gestaltung von Wärmenetzen oder den Ausbau der Stromnetze. Dazu berechnet das Start-up den Wärmebedarf gebäudescharf auf Basis verfügbarer Daten und ergänzt fehlende Informationen mit Hilfe künstlicher Intelligenz. Die Simulation des Wärmebedarfs ist sehr detailliert möglich, bis hin zu einer zeitlichen Auflösung von einer Stunde. Auf diese Weise lassen sich Planungsprozesse erheblich beschleunigen und optimieren.

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