DLR und Conair vereinbaren Zusammenarbeit


© Conair Group Inc.
Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und die kanadische Conair Group haben am 10. Juni 2026 auf der internationalen Luft- und Raumfahrtmesse ILA in Berlin ein Memorandum of Understanding (MoU) unterzeichnet. Schwerpunkt der Absichtserklärung ist die Zusammenarbeit bei der Brandbekämpfung aus der Luft. Durch den Klimawandel werden Wald- und Buschfeuer häufiger. Sie gefährden das Leben von Mensch wie Natur und verursachen wirtschaftliche Schäden in Milliardenhöhe. Deshalb wollen DLR und Conair gemeinsam mit weiteren Beteiligten zukunftsweisende Technologien und Systeme untersuchen und entwickeln, um den Kampf gegen solche Feuer effizienter zu machen. Geplant ist die Erforschung neuer Technologien und Konzepte hinsichtlich Erdbeobachtungssatelliten, Flugzeugen, Drohnen und bodengebundenen Fahrzeugen sowie deren datenbasierter, intermodaler Betrieb durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz. Ziel ist die effiziente und vorausschauende Brandbekämpfung im Zusammenspiel mit menschlichen Einsatzkräften.
Das DLR bringt interdisziplinäre Kompetenz und Erfahrung aus seinen Forschungsbereichen Luftfahrt, Raumfahrt und Verkehr ein. Dazu zählen: Konstruktion von Flugzeugen und Drohnen sowie deren physische und virtuelle Zertifizierung, Gewinn und Auswerten von Satellitendaten sowie der autonome und vernetzte Betrieb von Fahrzeugen aller Art. Die Conair Group ist das weltweit größte privat geführte Unternehmen mit Spezialisierung auf die luftgestützte Brandbekämpfung mit Starrflügelflugzeugen. Es hat eine Flotte von mehr als 80 Flugzeugen und besitzt mehr als fünf Jahrzehnten Einsatzerfahrung. Als integriertes Luft- und Raumfahrtunternehmen hat es eigene Kompetenzen in den Bereichen Entwicklung, Fertigung, Zulassung und Ausbildung und ist ein gefragter Partner für die Entwicklung und Einführung von Luftfahrtsystemen der nächsten Generation im Katastrophen- und Notfallmanagement.