MINT trifft Raumfahrt: Deutscher CanSat-Wettbewerb in Bremen

- Vom 9. bis 13. März 2026 stellen Schulteams aus ganz Deutschland ihre selbstgebauten Minisatelliten beim 12. Deutschen CanSat-Wettbewerb in Bremen vor.
- Die Minisatelliten haben die Größe einer Getränkedose und enthalten unterschiedliche wissenschaftliche Missionen.
- Der Deutsche CanSat-Wettbewerb wird vom DLR mitorganisiert und von zahlreichen Akteurinnen und Akteuren der Raumfahrtbranche unterstützt.
- Schwerpunkte: Nachwuchsförderung, Raumfahrt
Eine Woche im Zeichen der Nachwuchsraumfahrt: Vom 9. bis 13. März 2026 treffen sich die zehn ausgewählten Schulteams aus ganz Deutschland zur Startkampagne des 12. Deutschen CanSat-Wettbewerbs, den das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) mitorganisiert. Fünf Tage lang präsentieren die Schülerinnen und Schüler ihre selbst entwickelten Minisatelliten in der „City of Space“ Bremen, tauschen sich mit Fachleuten aus Wissenschaft und Industrie aus und erleben Raumfahrt hautnah. Höhepunkt der Startkampagne ist der Raketenstart am 11. März 2026 am Flugplatz Rotenburg (Wümme).
Monatelang haben die Teams an ihren sogenannten CanSats, „Mini-Satelliten“ in der Größe einer Getränkedose, gearbeitet. Von der ersten Missionsidee über Konstruktion, Programmierung und Tests bis hin zur Finanzplanung verantworteten die Schülerinnen und Schüler ihr Projekt eigenständig. Neben der verpflichtenden Primärmission der Messung von Luftdruck und Temperatur während des Fluges entwickelten die Teams eine eigene Sekundärmission mit individueller wissenschaftlicher oder technischer Fragestellung. Diese reicht von Umwelt- und Klimamessungen über autonome Navigationskonzepte bis hin zu innovativen technischen Experimenten.
Den Auftakt der Wettbewerbswoche bildet die Eröffnungsveranstaltung. Am zweiten Tag präsentieren die Teams ihre Missionen vor der Jury des Deutschen CanSat-Wettbewerbs und stellen ihre technischen sowie wissenschaftlichen Zielsetzungen vor. Anschließend werden die Minisatelliten auf die Einhaltung aller Richtlinien, beispielsweise Maße und Gewicht, geprüft und für den Start freigegeben.
Am Mittwoch, 11. März 2026, findet der Höhepunkt statt: Vom Flugplatz Rotenburg (Wümme) steigen die Modellraketen mit den CanSats auf rund 700 Meter Höhe. Nach dem Auswurf entfalten sich die Fallschirme und die Minisatelliten beginnen ihren Sinkflug, wobei sie kontinuierlich Messdaten erfassen. Nach der Landung sichern die Teams ihre Daten, analysieren die Ergebnisse und bereiten ihre Abschlusspräsentationen vor.
Im Rahmen der Ergebnispräsentationen stellen die Schülerinnen und Schüler der Jury ihre ausgewerteten Messdaten vor. Hier zeigt sich, wie gut Konstruktion, Programmierung und Testphase funktioniert haben. Wie in der realen Raumfahrt kann jedoch nicht jede Mission erfolgreich verlaufen. In solchen Fällen präsentieren die Teams eine fundierte Fehleranalyse und erläutern, wodurch mögliche Probleme entstanden sind und wie diese bei einer künftigen Mission technisch behoben werden können.
Mit der feierlichen Abschlussveranstaltung am 13. März 2026 endet die Wettbewerbswoche. Dann wird das Siegerteam gekürt. Unabhängig vom Ergebnis nehmen alle Teilnehmenden wertvolle Erfahrungen mit: technisches Know-how, Teamkompetenz und die Erkenntnis, dass große Ideen auch im Kleinformat starten können.
Wer steckt hinter dem Wettbewerb?
Der Deutsche CanSat-Wettbewerb wird von der NextGen Space Education gUG im Auftrag von ESERO Germany, dem deutschen Bildungsbüro der Europäischen Weltraumorganisation (ESA), koordiniert und gemeinsam mit nationalen sowie regionalen Projektbeteiligten umgesetzt. Zu den beteiligten Institutionen zählen unter anderem ArianeGroup, Bevuta IT, CGI Space, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), DSI Aerospace, die Innovationsplattform ECOMAT, das Institut für Aerospace-Technologie (IAT) der Hochschule Bremen, Space Rocket Technology, das Zentrum für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation (ZARM) der Universität Bremen sowie das Geographische Institut der Ruhr-Universität Bochum. Gefördert wird der Wettbewerb unter anderem durch OHB Bremen.
Weiterführende Links
- Deutscher CanSat-Wettbewerb
- Europäische Weltraumorganisation (ESA)
- ESERO Germany
- Institut für Aerospace-Technologie (IAT) der Hochschule Bremen
- Space Rocket Technology GmbH
- Zentrum für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation (ZARM) der Universität Bremen
- Geographisches Institut der Ruhr-Universität Bochum
- Senatorin für Kinder und Bildung Bremen
- OHB Bremen