10. Februar 2026 | 56. Internationale PhysikOlympiade (IPhO)

Deutschlands beste Physik-Talente messen sich am DLR-Standort Göttingen

  • Die besten Physik-Nachwuchstalente Deutschlands trafen sich am DLR-Standort Göttingen.
  • 50 Schülerinnen und Schüler kämpften ums Weiterkommen bei der PhysikOlympiade.
  • DLR vergab drei Forschungspraktikumsplätze.
  • Schwerpunkt: Nachwuchsförderung

Zur Bundesrunde der PhysikOlympiade sind vom 24. bis 30. Januar 2026 50 physikbegeisterte Schülerinnen und Schüler aus ganz Deutschland im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) am Standort Göttingen zusammengekommen. Dort haben sie nicht nur ihr Können quer durch die Physik unter Beweis gestellt, sondern auch das Forschungszentrum besser kennengelernt.

Der jährlich ausgetragene Auswahlwettbewerb für die Internationale PhysikOlympiade (IPhO), wird vom Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) in Kiel im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) in Zusammenarbeit mit den Kultusministerien der Länder durchgeführt. Unter dem Motto „Zeige Dein Talent!“ fordert die PhysikOlympiade in vier Wettbewerbsrunden das Wissen und die Fähigkeiten physikbegeisterter Schülerinnen und Schüler aus ganz Deutschland sowie von deutschen Schulen im Ausland mit anspruchsvollen und spannenden Aufgaben heraus. Vielfältige Förderangebote unterstützen dabei die Teilnehmenden sowie ihre Lehrkräfte und motivieren zu einer intensiven Auseinandersetzung mit physikalischen Themen.

50 aus 1.350

Die diesjährige Bundesrunde, die dritte Runde des Wettbewerbs, wurde in Kooperation mit dem DLR Göttingen organisiert und durchgeführt. Die 50 teilnehmenden Schülerinnen und Schüler aus zwölf Bundesländern haben sich in zwei Vorrunden unter bundesweit etwa 1.350 Physik-Nachwuchstalenten für die Runde qualifiziert. Von befüllten Flugzeugreifen über die Lebensdauer von Sternen, Innenwiderstände und vorbeifahrende Rettungswagen bis zur Untersuchung von Seifenblasen ging es an vier Vormittagen in den Aufgaben quer durch die Physik.

Auch neben den Klausuren stand in der Bundesrunde die Physik im Mittelpunkt. In den begleitenden Seminaren, Vorträgen und Besichtigungen haben die jungen Talente ihre Fähigkeiten zum Lösen von Problemen weiter vertieft und Einblicke in die Forschung am DLR in Göttingen bekommen. Darüber hinaus stand eine Erkundung des DLR_School_Lab mit Modellflieger-Wettbewerb auf dem Programm. Ebenso wichtig war für die Schülerinnen und Schüler dabei das Treffen mit Gleichgesinnten und der rege Austausch untereinander.

Bei der feierlichen Preisverleihung zum Abschluss der Runde wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im DLR_School_Lab für ihre herausragenden physikalischen Leistungen geehrt. Die Auszeichnungen wurden überreicht von Dr. Lutz Schröter, dem ehemaligen Präsidenten der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG), Dr. Oliver Boguhn, dem Leiter des DLR_School_Lab Göttingen sowie dem Wettbewerbsleiter der PhysikOlympiade, Dr. Stefan Petersen. Im Festvortrag „Peitschenknall durch Überschall?“ wurde von Dr. Fritz Kießling (DLR) das Thema eines der Seminare noch einmal aufgegriffen und eindrucksvoll experimentell demonstriert.

Die besten deutschen Nachwuchsphysikerinnen und -physiker in der PhysikOlympiade sind:

  1. Platz - Lasse Jungermann, Max-Planck-Gymnasium (Groß-Umstadt)
  2. Platz - Dmytro Mintenko, Max-von-Laue-Gymnasium (Koblenz)
  3. Platz - Mykyta Khitsenko, Albertus-Magnus-Gymnasium
    Regensburg (Regensburg)
  4. Platz - Efe Gökkus, Albert-Schweitzer-Gymnasium (Erlangen)
  5. Platz - Andrea Popovic, Heinrich-Heine-Gymnasium Dortmund (Dortmund) sowie Tobias Gabriel Utz, Duale Hochschule Baden-Württemberg Mosbach (Bad Mergentheim)
  6. Platz - Vladislav Maiorov, Carl-Zeiss-Gymnasium Jena (Jena)
  7. Platz - Leo Dobel, Carl-Zeiss-Gymnasium Jena (Jena)
  8. Platz - Tim Sindelar, Bismarckschule Hannover (Hannover)
  9. Platz - Qingyan Li, Gymnasium am Moltkeplatz (Krefeld)
  10. Platz - Leonhard Zaremba, Kaiserin-Friedrich-Gymnasium (Bad Homburg
    v.d. Höhe)
  11. Platz - Zining Bai, Städtisches Rurtal-Gymnasium (Düren)
  12. Platz - Daris Mohammadzadeh, Otto-Schott-Gymnasium (Mainz)
  13. Platz - Paul große Broermann, Taunusgymnasium Königstein (Königstein
    im Taunus)
  14. Platz - Alfred Sontag, Landesschule Pforta, Internatsgymnasium (Naumburg)

Diese fünfzehn haben sich ein Ticket für die nationale Finalrunde im April am Max-Planck-Institut für Quantenoptik (MPQ) in Garching gesichert. Dort haben sie eine Chance auf einen Platz im fünfköpfigen Nationalteam für die Internationale PhysikOlympiade 2026, die im Juli mit etwa 80 teilnehmenden Ländern in Bucaramanga in Kolumbien ausgetragen wird. Zur Förderung des Nachwuchses werden darüber hinaus die erfolgreichsten fünf jungen Talente der Runde, die im nächsten Jahr noch einmal an dem Wettbewerb teilnehmen können, zur Teilnahme an der 10. Europäischen PhysikOlympiade eingeladen. Der Wettbewerb findet im Juni 2026 in Göteborg, Schweden statt.

Als besonderen Preis hat das DLR in Göttingen darüber hinaus drei zweiwöchige Plätze für ein Forschungspraktikum asugelobt, in denen die Preistragenden die in der Woche gewonnenen Eindrücke weiter vertiefen können. Dieser Sonderpreis geht an: Pranav Arun, Carl-Orff-Gymnasium Unterschleißheim (Unterschleißheim), Hannah Friedrich, Evangelisches Kreuzgymnasium (Dresden) und Thomas Kleinschmidt vom Max-Planck-Gymnasium (Trier).

Vier junge Schüler und Schülerinnen erhielten für ihre Leistungen außerdem eine Einladung zum Auswahlseminar für die diesjährige European Olympiad of Experimental Science. Sie können sich dort für den gesamtnaturwissen­schaftlichen Teamwettbewerb in Lund, Schweden, qualifizieren. Die vier sind: Dmytro Mintenko, Max-von-Laue-Gymnasium (Koblenz), Daris Mohammadzadeh, Otto-Schott-Gymnasium (Mainz), Andrea Popovic, Heinrich-Heine-Gymnasium Dortmund (Dortmund) und Junes Senz, Heinrich-Hertz-Gymnasium (Berlin).

Aber auch den Teilnehmenden, die keinen der Hauptpreise in dieser Runde erreicht haben, gebührt Anerkennung für ihre Leistungen. Dies sehen auch die DPG, der Spektrum der Wissenschaft Verlag und die Firma Casio so und belohnten die Schülerinnen und Schüler mit einem Jahresabonnement einer naturwissenschaftlichen Zeitschrift sowie einem Taschenrechner.

Weiterführende Links

Kontakt

Jens Wucherpfennig

Kommunikation Göttingen und Hannover
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
Kommunikation
Bunsenstr. 10, 37073 Göttingen
Tel: +49 551 709-2108