Prof. André D. Thess übernimmt die Leitung des DLR-Instituts für CO2-arme Industrieprozesse

- Prof. André Thess leitet seit dem 1. August 2026 das DLR-Institut für CO2-arme Industrieprozesse in Cottbus und Zittau.
- Forschungsschwerpunkte liegen unter anderem auf Hochtemperatur-Wärmepumpen sowie auf der Simulation und virtuelle Auslegung industrieller Prozesse.
- Ziel ist es, energieintensive Produktionsverfahren zuverlässiger, wirtschaftlicher und umweltverträglicher zu gestalten.
- Schwerpunkt: Energie
Prof. André D. Thess leitet seit dem 1. August 2026 das Institut für CO2-arme Industrieprozesse des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit Standorten in Cottbus und Zittau. Zuvor war er zwölf Jahre der Direktor des DLR-Instituts für Technische Thermodynamik in Stuttgart.
„Für mich ist es eine reizvolle Aufgabe, das junge DLR-Institut für CO2-arme Industrieprozesse in meiner Heimatregion zu einem führenden Akteur bei der Entwicklung wirtschaftlicher und emissionsfreier energieintensiver Prozesse zu machen“, sagt Thess.
Das 2019 gegründete Institut erforscht Technologien, mit denen sich die CO2- und Schadstoffemissionen industrieller Prozesse reduzieren lassen. Im Mittelpunkt stehen energieintensive Branchen wie die Stahl-, Aluminium-, Zement-, Chemie-, Papier- und Lebensmittelindustrie. Das Institut verbindet experimentelle Forschung mit Simulationsmethoden und arbeitet eng mit Beteiligten aus Wissenschaft und Industrie zusammen.
Hochtemperatur-Wärmepumpen und Simulation im Fokus
Ein Schwerpunkt der Forschungsind Hochtemperatur-Wärmepumpen für industrielle Anwendungen. Sie sollen Prozesswärme in einem Temperaturbereich bereitstellen, der bislang nur eingeschränkt durch kommerziell verfügbare Technologien abgedeckt wird. Darüber hinaus wird diese Forschung durch Methoden zur Simulation und virtuellen Auslegung von Industrieprozessen ergänzt.
„Energieintensive Industrieprozesse bilden das Rückgrat entwickelter Volkswirtschaften. Mit innovativen Technologien und leistungsfähigen Simulationsmethoden wollen wir dazu beitragen, diese Prozesse zuverlässiger, wirtschaftlicher und umweltverträglicher zu machen“, erklärt Thess. Darüber hinaus möchte Thess die Bedeutung industrieller Prozesse stärker in die öffentliche Wahrnehmung rücken.
Langjährige Erfahrung in der Energieforschung
André Thess studierte Physik an der Technischen Universität Dresden und promovierte dort 1991. Nach Forschungsaufenthalten in Frankreich und an der Princeton University in den USA habilitierte er sich 1995 an der TU Dresden. Von 1998 bis 2014 war er Professor für Thermodynamik und Magnetofluiddynamik an der Technischen Universität Ilmenau. Von 2014 bis 2026 leitete er das DLR-Institut für Technische Thermodynamik. Seit 2014 ist Thess Professor für Energiespeicherung an der Universität Stuttgart.