14. September 2026

Robotik im Weltall: Chance für deutsche und europäische Souveränität

Info-Lunch der Parlamentsgruppe Luft- und Raumfahrt zur Robotik im Weltall
Von links: Prof. Alin Albu-Schäffer, Direktor des DLR-Instituts für Robotik und Mechatronik, Klaus-Peter Willsch MdB, Vorsitzender der Parlamentsgruppe Luft- und Raumfahrt, Stéphane Beemelmans, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des DLR.
  • Entwicklung leistungsfähiger robotischer Technologien ist ein entscheidender Bestandteil für Deutschlands und Europas unabhängige und zukunftsfähige Raumfahrt.
  • DLR mit Stéphane Beemelmans, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender des DLR, und Prof. Alin Albu-Schäffer, Direktor des DLR-Instituts für Robotik und Mechatronik, in Gesprächsreihe der Parlamentsgruppe Luft- und Raumfahrt vertreten.
  • Schwerpunkte: Raumfahrt, Robotik, Politikbeziehungen

Am 10. September 2026 ist die Parlamentsgruppe Luft- und Raumfahrt zum Info-Lunch im Deutschen Bundestag zusammengekommen. Im Mittelpunkt stand dabei die Schlüsseltechnologie Robotik und die damit verbundenen Chancen für die technologische Souveränität Deutschlands und Europas. Die Veranstaltung wurde vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) zusammen mit dem Forum Luft- und Raumfahrt ausgerichtet. Stéphane Beemelmans und Prof. Alin Albu-Schäffer diskutierten mit den Teilnehmenden über die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der Robotik in Raumfahrt und Industrie.

Robotik in der Raumfahrt

Der Weltraum ist ein Härtetest für Robotik. Dort, wo Menschen an ihre Grenzen stoßen, können Roboter Aufgaben übernehmen: Sie arbeiten unter extremen Bedingungen, erreichen schwer zugängliche Orte und reduzieren die Risiken für menschliche Missionen. Bereits heute werden robotische Technologien für das In-Orbit-Servicing eingesetzt. Albu-Schäffer veranschaulichte den Abgeordneten, wie diese Montage-, Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten im Orbit die Nutzungsdauer von Satelliten und anderen künstlichen Objekten verlängern.

Eine weitere zentrale Rolle spielt Robotik bei der Exploration fremder Planeten und Monde. Für den ersten europäischen Mondlander Argonaut ist eine vollständig robotische Nutzlast vorgesehen, die maßgeblich unter deutscher Führung entwickelt werden soll. Das DLR entwickelt hierfür Technologien entlang der gesamten Bandbreite der robotischen Raumfahrt.

Die für die Raumfahrt entwickelten Technologien werden auf der Erde zum Innovationstreiber und finden direkte Anwendung: In Luftfahrt und Verkehr, Medizintechnik, Industrie 4.0, der Katastrophenhilfe sowie der persönlichen Assistenz. Wichtig ist hierbei der systematische Transfer von der Forschung in die Industrie. Das DLR kann dabei eine besondere Rolle übernehmen, als Brücke zwischen Forschung und Anwendung, und zwischen technologischer Exzellenz und gesellschaftlichem Nutzen.

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Kontakt

Dr. Katrin Simhandl

Leitung Büro Berlin
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
Markgrafenstraße 37, 10117 Berlin
Tel: +49 30 670 55 250