Air Vehicle Simulator (AVES)

Das Simulatorzentrum des DLR-Instituts für Flugsystemtechnik in Braunschweig besteht aus zwei hochwertigen Anlagen zur Simulation von Flugzeugen und Hubschraubern sowie einer Passagierkabine mit virtueller Außensicht. Forscherinnen und Forscher untersuchen in den detailgetreu nachgebildeten Cockpits eines Airbus A320 und eines Airbus Helicopters EC135, einer Dassault Falcon 2000LX sowie zusätzlich einer Deutsche Aircaft D328, wie Pilotinnen und Piloten mit neuer Flugtechnik zurechtkommen und wie sich das Pilotentraining im Simulator verbessern lässt.

Heute erforschen wie Piloten und Passagiere morgen fliegen

Die hochmoderne Großforschungs- und Simulationsanlage bietet Pilotinnen und Piloten und Forschenden in der Großforschungsanlage des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in drei Projektionskuppeln ein 240-Grad-Sichtfeld und nahezu reale Flugbedingungen. Das beeindruckende Projektionssystem, die Bewegungsplattform und seine Anpassungsfähigkeit machen das AVES innerhalb der weltweiten Forschungslandschaft einzigartig und bieten Pilotinnen und Piloten sowie Passagierinnen und Passagieren Flüge wie unter realen Bedingungen, ohne dass sie tatsächlich abheben.

Außerdem ist die Großforschungsanlage sehr gut modifizierbar, da die spezifischen Eigenschaften unterschiedlicher Luftfahrzeuge durch den schnellen Wechsel der Cockpits und die Anpassung der Software auf höchstem Niveau nachgebildet werden können. Das dynamische Verhalten der simulierten Luftfahrzeuge, alle Cockpitanzeigen, die Geräusche, die Vibrationen, die Bewegungen sowie die virtuellen Außensichteindrücke können per Software flexibel an die wissenschaftlichen Fragstellungen angepasst werden.

AVES ermöglicht so die ganzheitliche Erforschung des Fliegens von morgen. Pilotinnen und Piloten oder auch die Passagierinnenund Passagieren können im AVES schon in der Konzeptphase das Verhalten innovativer Flugzeugentwürfe erfahren und bewerten. Die einzigartige Struktur von AVES hilft dabei, unter anderem Fragestellungen der Luftfahrtforschung zu adressieren:

  • Wie viel zusätzliche Information und Technik vertragen heutige Airliner-Piloten?
  • Wie lässt sich Fluglärm minimieren?
  • Welche Vorteile bringen aktive Sidesticks im Hubschrauber?
  • Wie gut sind innovative Flugzeugkonfigurationen oder auch Kombinationen aus Starr- und Drehflüglern fliegbar?
  • Welche Vorteile bringen neue Regelungskonzepte für die Flugsteuerung?
  • Wie kann der Flugkomfort für Passagierinnen und Passagiere weiter verbessert werden?

Kontakt

Dr.-Ing Holger Duda

Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
Institut für Flugsystemtechnik
Flugdynamik und Simulation
Lilienthalplatz 7, 38108 Braunschweig

Volker Speelmann

Leitung Forschungsinfrastrukturen
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
Vorstandsbereich Innovation, Transfer und wissenschaftliche Infrastrukturen
Linder Höhe, 51147 Köln