Bewertung, Strategien und Prognosen für das globale Luftverkehrssystem

DEPA – ext.: Zukunftsbilder für die Luftfahrt

Zukunft der Luftfahrt: Wie wir im Jahr 2070 fliegen könnten
Das Projekt DEPA – ext. erweitert bestehende Luftverkehrsszenarien des DLR. Dabei werden wichtige Unsicherheiten berücksichtigt, zum Beispiel Engpässe bei Kapazitäten, Produktion und Lieferketten sowie mögliche Veränderungen im Luftverkehrsnetz bis 2070. Ziel ist es, realistische und verlässliche Zukunftsbilder der Luftfahrt zu entwickeln, die als Grundlage für Entscheidungen in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft dienen.
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DLR / magann – stock.adobe.com

Wie könnte die Luftfahrt im Jahr 2070 – auch unter zunehmenden Unsicherheiten – aussehen? Mit dieser Frage beschäftigen wir uns im Forschungsprojekt DEvelopment Pathways for Aviation – extended (DEPA – ext.) des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Ziel ist es, mögliche Entwicklungspfade der Luftfahrt systematisch zu untersuchen und ein realistisches Bild zukünftiger Flug- und Verkehrssysteme zu entwerfen – vom einzelnen Flughafen bis zum globalen Luftverkehr.

Im Projekt analysieren wir unterschiedliche Zukunftsszenarien der Luftfahrt. Dabei skizzieren wir sowohl wahrscheinliche Entwicklungen der Branche über die kommenden Jahrzehnte als auch verschiedene alternative Verläufe. Ein besonderer Fokus liegt hierbei auf Risiken in der Entwicklung, etwa bei Themen wie Energieverfügbarkeit, Infrastruktur oder neuen, innovativen Technologien. Unser Ziel ist es, tragfähige Wege für eine klimaverträgliche, wirtschaftlich umsetzbare und langfristig stabile Luftfahrt zu identifizieren.

Nachhaltige Luftfahrt zwischen Innovation und Umsetzbarkeit

In interdisziplinären Teams an sechs DLR-Instituten und Einrichtungen analysieren wir für DEPA – ext. verschiedene Flugzeugtypen, Antriebe und Technologien und bewerten deren Auswirkungen auf CO2-Emissionen, Energieverbrauch und Fluglärm. Gleichzeitig zeig das Projekt auch Grenzen auf: zum Beispiel, wenn neue Technologien von Infrastruktur, Energieversorgung oder wirtschaftlichen Bedingungen abhängen. So zeichnen wir ein realistisches und zugleich vielseitiges Bild für die Luftfahrt von morgen.

Die Stärke in der DLR-Luftfahrtforschung liegt im sogenannten Impact Assessment: Wir bewerten Technologien, politische Entscheidungen und Zukunftsszenarien ganzheitlich und quantitativ. So wird sichtbar, welche Auswirkungen Entwicklungen auf das gesamte Luftverkehrssystem und einzelne Stakeholder haben – heute und in der Zukunft. Unsere Ergebnisse helfen, Chancen und Risiken frühzeitig zu erkennen. Sie unterstützen Unternehmen der Luftfahrt, der Energiebranche und der Infrastruktur bei Investitionsentscheidungen und strategischer Planung. Auch Politik und Verwaltung profitieren, da unsere Analysen eine Grundlage für zukunftsfähige Mobilität schaffen und auch seltene, aber stark wirkende und schwer vorhersehbare Ereignisse, wie globale Krisen, berücksichtigen.

Resilienz, Sicherheit und Unabhängigkeit stärken

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Widerstandsfähigkeit des Luftverkehrssystems. Das Projekt DEPA – ext. untersucht mögliche Störungen wie Lieferengpässe, Produktionsverzögerungen oder geopolitische Veränderungen. Ziel ist es, Abhängigkeiten zu reduzieren und Lösungen für ein stabiles und sicheres System zu entwickeln. Dadurch entstehen Vorschläge für eine sichere und stabile Luftfahrt, die auch unter schwierigen Bedingungen funktionieren kann.

Ergebnisse, Anschlussfähigkeit und Folgeprojekte

Das Projekt baut auf früheren Arbeiten wie DEPA 2050 und DEPA 2070 auf und entwickelt deren Modelle und Methoden weiter. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen in neue Forschungsansätze ein und bilden die Grundlage für weitere Kooperationen mit Wissenschaft und Industrie.

DEPA–ext. Forschungsansatz
Übersicht über die Projektbestandteile von DEPA–ext. als Erweiterung der Arbeiten in den Projekten DEPA 2050 und DEPA 2070.

Projekt DEPA – ext.: Bewertung, Strategien und Prognosen zur Entwicklung des globalen Luftverkehrs

  • Laufzeit: 1. Januar 2025 bis 31.Dezember 2027
  • Federführendes Institut: DLR-Institut für Luftverkehr
  • Projektart: Grundfinanzierung
  • Fördermittelgeber: DLR-Programmdirektion Luftfahrt

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