15. April 2026

Humanoide Robotik: Summit blickt auf 2040

Labordemonstration: Humanoider Roboter „Justin“ im Einsatz

Beim 10. Future Business Summit des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) am 14. und 15. April 2026 am Institut für Robotik und Mechatronik in Oberpfaffenhofen diskutierten Fachleute aus Forschung und Industrie über die Zukunft humanoider Robotik.

Zwei Tage lang stand im Fokus, welche Rolle humanoide Roboter künftig für den Maschinen- und Anlagenbau spielen werden und wie Europa seine Wettbewerbsfähigkeit in diesem dynamischen Technologiefeld sichern kann.

Der erste Veranstaltungstag widmete sich insbesondere dem Robotics Institute Germany (RIG) und dessen Rolle für die Vernetzung und Stärkung der Robotikforschung in Deutschland. Am zweiten Tag stand die gemeinsam mit dem VDMA und mit VDMA Robotics + Automation entwickelte Studie „Humanoid Robotics 2040“ im Mittelpunkt, deren Ergebnisse vorgestellt und diskutiert wurden.

Humanoide Robotik gilt als Schlüsseltechnologie, da sie durch Fortschritte in der Künstlichen Intelligenz neue Anwendungsfelder erschließt und den Einsatz von Maschinen in komplexen und bislang schwer zugänglichen Umgebungen erheblich erweitert. Ziel des Summits war es daher, technologische Entwicklungen einzuordnen, strategische Perspektiven aufzuzeigen und konkrete Handlungsempfehlungen für die Industrie zu diskutieren.

Die Studie hebt hervor, dass Geschwindigkeit ein entscheidender Faktor im internationalen Wettbewerb ist und dass Fragen zu Vertrauen und Sicherheit aktiv gestaltet werden müssen – sowohl technologisch als auch regulatorisch.

Ein zentrales Bild für den aktuellen Stand der Entwicklung lieferte Institutsleiter Prof. Dr. Alin Albu-Schäffer: Die humanoide Robotik befinde sich „bei Kilometer 5 eines Marathonlaufs“ – ein Hinweis darauf, dass trotz großer Fortschritte noch ein weiter Weg bevorsteht.

Der Summit zeigte, dass Europa über großes Potenzial verfügt, in der humanoiden Robotik eine führende Rolle einzunehmen – vorausgesetzt, Forschung, Politik und Industrie arbeiten eng zusammen und nutzen das aktuelle Zeitfenster konsequent.

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