14. März 2017

At­mo­sphä­ren­for­schung rund um den Glo­bus

HALO: High Altitude and Long Range Research Aircraft
HA­LO: High Al­titu­de and Long Ran­ge Re­se­arch Air­craft
Bild 1/5, Credit: DLR (CC BY-NC-ND 3.0)

HALO: High Altitude and Long Range Research Aircraft

Das For­schungs­flug­zeug ist welt­weit ein­zig­ar­tig und soll neue Di­men­sio­nen in der Er­fo­schung der At­mo­sphä­re er­schlie­ßen. Sei­ne Kom­bi­na­ti­on aus Reich­wei­te, Gip­fel­hö­he, Zu­la­dung und Mo­di­fi­ka­ti­ons­um­fang ma­chen das neue For­schungs­flug­zeug ide­al für den wis­sen­schaft­li­chen Ein­satz.
Ge­mein­schafts­fo­to vor dem For­schungs­flug­zeug HA­LO
Bild 2/5, Credit: DLR (CC-BY 3.0).

Gemeinschaftsfoto vor dem Forschungsflugzeug HALO

Auf der Trep­pe oben: Dr. Gi­se­la Hel­big (links), Mi­nis­te­ri­al­rä­tin, Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Bil­dung und For­schung; Prof. Pas­ca­le Eh­ren­freund (rechts), Vor­stands­vor­sit­zen­de des Deut­schen Zen­trums für Luft- und Raum­fahrt (DLR) Un­ten, von links nach rechts: Alex Do­row – Mit­glied des Baye­ri­schen Land­tags; Dr. Karl-Fried­rich Zieghan, Board of Di­rec­tors, Karls­ru­her In­sti­tut für Tech­no­lo­gie; Prof. Mar­kus Rapp, In­sti­tuts­di­rek­tor Phy­sik der At­mo­sphä­re, DLR; Prof. Rolf Hen­ke, Vor­stands­mit­glied Luft­fahrt­for­schung, DLR; Prof. Wolf­gang Ert­mer, Vi­ze­prä­si­dent, Deut­sche For­schungs­ge­mein­schaft; Prof. Wolf­gang Mar­quardt, Vor­stands­vor­sit­zen­der, For­schungs­zen­trum Jü­lich (FJZ); Prof. Mar­tin Strat­mann (vor­ne), Prä­si­dent, Max-Planck Ge­sell­schaft; Prof. An­dre­as Wahner (hin­ten), Lei­ter des Wis­sen­schaft­li­chen Len­kungs­aus­schus­ses von HA­LO, FJZ; Kat­rin Wit­te, Ko­or­di­na­to­rin der HA­LO-Be­trei­ber, DLR; Prof. An­dre­as Ma­cke (hin­ten), Di­rek­tor Leib­niz-In­sti­tut für Tro­po­sphä­ren­for­schung; Prof. Jos Le­lie­veld, In­sti­tuts­di­rek­tor At­mo­sphä­ren­che­mie, Max-Planck-Ge­sell­schaft
Im HA­LO-Cock­pit
Bild 3/5, Credit: DLR (CC-BY 3.0).

Im HALO-Cockpit

von links nach rechts: Dr. Gi­se­la Hel­big (links), Mi­nis­te­ri­al­rä­tin, Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Bil­dung und For­schung; Prof. Pas­ca­le Eh­ren­freund (rechts), Vor­stands­vor­sit­zen­de des Deut­schen Zen­trums für Luft- und Raum­fahrt (DLR); Ste­fan Gril­len­beck, For­schungs­pi­lot der DLR-Ein­rich­tung Flug­ex­pe­ri­men­te
Be­sich­ti­gung des For­schungs­flug­zeugs
Bild 4/5, Credit: DLR (CC-BY 3.0).

Besichtigung des Forschungsflugzeugs

Am Tisch sit­zend, vom Fens­ter links im Uhr­zei­ger­sinn: Dr. Gi­se­la Hel­big, Mi­nis­te­ri­al­rä­tin, Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Bil­dung und For­schung; Prof. Pas­ca­le Eh­ren­freund, Vor­stands­vor­sit­zen­de des Deut­schen Zen­trums für Luft- und Raum­fahrt (DLR); Kat­rin Wit­te, Ko­or­di­na­to­rin der HA­LO-Be­trei­ber, DLR; Prof. Mar­tin Strat­mann (vor­ne), Prä­si­dent, Max-Planck Ge­sell­schaft. Im Kreis au­ßen, von links nach rechts: Prof. An­dre­as Wahner (ste­hend), Lei­ter des Wis­sen­schaft­li­chen Len­kungs­aus­schus­ses von HA­LO, FJZ; Prof. Mar­kus, Rapp (ste­hend), In­sti­tuts­di­rek­tor Phy­sik der At­mo­sphä­re, DLR; Alex Do­row, Mit­glied des Baye­ri­schen Land­tags; Prof. Rolf Hen­ke, Vor­stands­mit­glied Luft­fahrt­for­schung, DLR; Prof. Wolf­gang Mar­quardt, Vor­stands­vor­sit­zen­der, For­schungs­zen­trum Jü­lich (FJZ)
Be­sich­ti­gung der wis­sen­schaft­li­chen In­stru­men­te im HA­LO
Bild 5/5, Credit: DLR (CC-BY 3.0).

Besichtigung der wissenschaftlichen Instrumente im HALO

von links nach rechts: Kat­rin Wit­te, Ko­or­di­na­to­rin der HA­LO-Be­trei­ber, DLR; Dr. Gi­se­la Hel­big, Mi­nis­te­ri­al­rä­tin, Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Bil­dung und For­schung; Prof. Pas­ca­le Eh­ren­freund, Vor­stands­vor­sit­zen­de des Deut­schen Zen­trums für Luft- und Raum­fahrt (DLR).

  • Seit 2012 war HALO bei 18 Forschungsmissionen auf fünf Kontinenten im Einsatz
  • HALO ist eine Gemeinschaftsinitiative deutscher Umwelt- und Klimaforschungseinrichtungen
  • Das DLR ist zugleich Eigner und Betreiber des Flugzeugs

Für die Umwelt- und Klimaforschung hinauf in die Stratosphäre vordringen, Nord- und Südpol befliegen und rund um die Welt bis in entlegene Winkel Atmosphärendaten sammeln: Das ist seit nun bald fünf Jahren das Einsatzspektrum des deutschen Ausnahme-Forschungsflugzeugs HALO (High Altitude and Long Range Research Aircraft). Anlässlich eines Symposiums zu den bisherigen und bis 2022 geplanten HALO-Missionen, sagte Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka in Berlin.

"Mehr denn je brauchen wir grundlegende Forschungsarbeiten und eine detaillierte Auswertung von Klimadaten, damit wir uns beim Klimaschutz auf gesicherte Fakten stützen können. Wir werden daher weiter auf hohem Niveau in die Klimaforschung investieren. Denn Klimaschutz ist ein Motor für Innovationen und eine Modernisierungsstrategie für unser Land, beides stärkt Deutschland im Wettbewerb mit anderen Staaten. Mit einer ambitionierten Klimapolitik stoßen wir einen technologischen und gesellschaftlichen Innovationsschub in allen Lebens- und Produktionsbereichen an."

Prof. Pascale Ehrenfreund, Vorstandsvorsitzende des DLR betont: "Seit August 2012 ist das deutsche Forschungsflugzeug HALO für die Umwelt- und Klimaforschung im Einsatz. Auf bisher 18 wissenschaftlichen Missionen rund um den Globus konnten die Forscher die Atmosphärenchemie untersuchen, Wolken und Niederschlagsbildung vermessen sowie die Dynamik und Transportprozesse unserer Atmosphäre studieren."

Klimagase, Wolkenbildung, Wetterprognosen

Beispielhaft im Bereich Atmosphärenchemie ist die Mission POLSTRACC (The Polar Stratosphere in a Changing Climate), wo in der Arktis während des Winters 2016 untersucht wurde, wie empfindlich sich die Spurengase Ozon und Wasserdampf auf das bodennahe Klima auswirken. Im Bereich Wolkenforschung war HALO im Herbst 2014 auf außergewöhnlichen Flügen über dem Brasilianischen Regenwald unterwegs. Bei der Mission ACRIDICON (Aerosol, Cloud, Precipitation, and Radiation Interactions and Dynamics of Convective Cloud Systems) untersuchten die Forscher, wie sich der Ruß zahlreicher Brandrodungen in den Tropen auf die Wolkenbildung und Niederschlagsintensität auswirkt. Die Mission ML-CIRRUS(Mid-Latitude Cirrus) rückte davor im Frühjahr 2014 den Blick auf die hohen Eiswolken (Zirren) in acht bis 14 Kilometern Höhe sowie deren Auswirkung auf das Klima.

NAWDEX (North Atlantic Waveguide and Downstream impact Experiment). Bei dieser Mission flog HALO im Herbst 2016 im Rahmen einer internationalen Messkampagne gemeinsam mit Partnern aus den USA, Großbritannien und der Schweiz, um die Atmosphärendynamik und Transportprozesse über dem Nordatlantik zu vermessen. Mithilfe der umfangreichen Daten sollen zukünftig Wetterprognosen verfeinert sowie Extremwetterereignisse besser verstanden und vorhergesagt werden.

Über HALO

Das Forschungsflugzeug HALO ist eine Gemeinschaftsinitiative deutscher Umwelt- und Klimaforschungseinrichtungen. HALO wurde aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), der Helmholtz-Gemeinschaft (HGF) und der Max-Planck-Gesellschaft (MPG) beschafft. Der Betrieb von HALO wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), der MPG, dem Forschungszentrum Jülich (FZJ), dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT), dem Deutschen GeoForschungsZentrum GFZ in Potsdam und dem Leibniz-Institut für Troposphärenforschung in Leipzig (TROPOS) getragen. Das DLR ist zugleich Eigner und Betreiber des Flugzeugs.

Kontakt
  • Andreas Schütz
    Lei­tung Pres­se­stel­le, Pres­se­spre­cher
    Deut­sches Zen­trum für Luft- und Raum­fahrt (DLR)

    Kom­mu­ni­ka­ti­on und Pres­se
    Telefon: +49 2203 601-2474
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