11. Dezember 2020
Ihre Arbeiten tragen maßgeblich zum Verständnis des Klimawandels bei

Leib­niz-Preis für DLR-Wis­sen­schaft­le­rin Ve­ro­ni­ka Ey­ring

Prof. Veronika Eyring
Prof. Ve­ro­ni­ka Ey­ring
Credit: © DLR. Alle Rechte vorbehalten

Prof. Veronika Eyring

Prof. Ve­ro­ni­ka Ey­ring wird mit dem re­nom­mier­ten Gott­fried Wil­helm Leib­niz-Preis aus­ge­zeich­net.
  • Die Forschungsergebnisse liefern Entscheidungsgrundlagen für die internationale Klimapolitik.
  • Der Leibniz-Preis ist der renommierteste deutsche Wissenschaftspreis.
  • Schwerpunkte: Atmosphärenforschung, Klimaforschung, künstliche Intelligenz

Prof. Veronika Eyring erhält den Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG): Die Wissenschaftlerin vom Institut für Physik der Atmosphäre im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der Universität Bremen wird für ihre herausragende Arbeit auf dem Gebiet der Klimamodellierung ausgezeichnet. Die Modelle sind eine wichtige Grundlage, den Klimawandel besser verstehen und vorhersagen zu können.

„Mit diesem Preis für Prof. Eyring erhält die Atmosphärenforschung des DLR einen starken Impuls. Gerade der interdisziplinäre Forschungsansatz, die Nutzung von Technologien aus der Luft- und Raumfahrt sorgt für Forschungsergebnisse, die unser Wissen über die Prozesse in der Atmosphäre prägen“, betont Prof. Anke Kaysser-Pyzalla, die Vorstandsvorsitzende des DLR, „Die Bewältigung der Folgen des Klimawandels ist eines der entscheidende Ziele in der Arbeit des DLR.“

Veronika Eyring hat maßgeblich dazu beigetragen, das Verständnis und die Genauigkeit von Klimavorhersagen durch prozessorientierte Modellierung und Modellevaluierung zu verbessern. Ihre ursprünglich auf die Bewertung der Auswirkungen von Schiffsemissionen auf Atmosphäre, Klima und menschliche Gesundheit bezogene Forschung erweiterte sie auf die Erdsystem- und Klimamodellierung. Veronika Eyring ist außerdem koordinierende Leitautorin des Sachstandsberichts des Weltklimarats zum Thema „Menschlicher Einfluss auf das Klimasystem“. Im Coupled Model Intercomparison Project Phase 6 (CMIP6) des Weltklimaforschungsprogramms, das Veronika Eyring von 2014 bis Mitte 2020 geleitet hat, werden Klimamodelle aus mehr als 40 Forschungszentren zusammengetragen und analysiert. Die erstellten Klimavorhersagen dienen als wichtige Entscheidungsgrundlagen für die internationale Klimapolitik.

Modellsimulationen des Coupled Model Intercomparison Project Phase 6
Modellsimulationen des Coupled Model Intercomparison Project Phase 6
Die Modellsimulationen liefern wichtige Entscheidungsgrundlagen für die internationale Klimapolitik. CMIP6 bündelt und analysiert Daten von Klimamodellgruppenweltweit.

„Der Leibniz-Preis ist eine hohe Ehre und Anerkennung. Es freut mich besonders, dass mit diesem Preis auch die Atmosphären- und Klimaforschung ausgezeichnet wird. Die zusätzlichen Mittel werden mir viele neue Möglichkeiten zur Umsetzung meiner Forschungsideen zur Verbesserung von Klimamodellen und deren Analyse bieten, inklusive der Entwicklung und Anwendung von maschinellen Lernverfahren in der Erdsystemforschung“, sagt Prof. Veronika Eyring. Der Preis ist mit 2,5 Millionen Euro dotiert.

Im Juli 2017 wurde Veronika Eyring von der Universität Bremen gemeinsam mit dem DLR zur Professorin für Klimamodellierung im Fachbereich Physik/Elektrotechnik ernannt. Am DLR-Institut für Physik der Atmosphäre leitet sie die Abteilung Erdsystemmodell-Evaluierung und Analyse. Die Abteilung entwickelt gemeinsam mit der Universität Bremen innovative Methoden zur Evaluierung und Analyse von Erdsystemmodellen im Vergleich mit Beobachtungsdaten mit dem Ziel das Erdsystem besser verstehen und vorhersagen zu können. Der Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis gilt als der renommierteste deutsche Wissenschaftspreis. Er wird seit 1986 jährlich von der DFG vergeben. Gemeinsam mit Prof. Veronika Eyring werden neun weitere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ausgezeichnet. Die Preisverleihung findet am 15. März 2021 im Rahmen einer virtuellen Veranstaltung statt.

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  • Katja Lenz
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