3. September 2021
Nächster Halt: Zukunft

Das DLR auf der IAA Mo­bi­li­ty 2021

Mehr zu:
Verkehr
Prototyp des DLR-Fahrzeugkonzepts U-Shift auf der AA Mobility 2021
Pro­to­typ des DLR-Fahr­zeug­kon­zepts U-Shift auf der IAA
Bild 1/8, Credit: © DLR. Alle Rechte vorbehalten

Prototyp des DLR-Fahrzeugkonzepts U-Shift auf der IAA

Das fu­tu­ris­ti­sche Fahr­zeug­kon­zept U-Shift be­geis­ter­te die vie­len Be­su­chen­den auf der IAA Mo­bi­li­ty 2021
Zwei DLR-Prototypen für die Mobilität der Zukunft
Zwei DLR-Pro­to­ty­pen für die Mo­bi­li­tät der Zu­kunft
Bild 2/8, Credit: DLR (CC BY-NC-ND 3.0)

Zwei DLR-Prototypen für die Mobilität der Zukunft

SL­RV und U-Shift: die zwei DLR-Pro­to­ty­pen ga­ben auf der IAA Mo­bi­li­ty 2021 ei­nen Ein­blick, wie die mo­bi­le Welt von mor­gen aus­se­hen kann.
DLR-Stand auf dem Summit der IAA Mobility 2021
DLR-Stand auf dem Sum­mit der IAA Mo­bi­li­ty 2021
Bild 3/8, Credit: DLR (CC BY-NC-ND 3.0)

DLR-Stand auf dem Summit der IAA Mobility 2021

Im Fo­kus ste­hen die Pro­jek­te Test­feld Nie­der­sach­sen für au­to­ma­ti­ser­tes Fah­ren so­wie das DLR Mo­vingLab zur Er­he­bung von Mo­bi­li­täts­da­ten.
Das Verkehrssystem als Ganzes im Blick
Das Ver­kehrs­sys­tem als Gan­zes im Blick
Bild 4/8, Credit: DLR (CC BY-NC-ND 3.0)

Das Verkehrssystem als Ganzes im Blick

Mit dem DLR Mo­vingLab lässt sich das Mo­bi­li­täts­ver­hal­ten ein­fach mit dem Smart­pho­ne mes­sen. Nur ein Bei­trag der DLR-For­schen­den für ei­nen ganz­heit­li­chen Blick auf das Mo­bi­li­täts­sys­tem.
SLRV - Ressourcenschonendes Kleinfahrzeug
SL­RV - Res­sour­cen­scho­nen­des Klein­fahr­zeug
Bild 5/8, Credit: DLR (CC BY-NC-ND 3.0)

SLRV - Ressourcenschonendes Kleinfahrzeug

Das DLR stellt auf der IAA 2021 sein neu­ar­ti­ges Klein­fahr­zeug vor. Das Sa­fe Light Re­gio­nal Ve­hich­le (SL­RV) bie­tet mit ei­ner 90 kg leich­ten Ka­ros­se­rie in Sand­wich­bau­wei­se sehr ho­he pas­si­ve Si­cher­heit. Mit der hoch­ef­fi­zi­en­ten Bren­stoff­zel­le und ei­ner Reich­wei­te von 400 km ist es als res­sour­cen­scho­nen­des Pend­ler­fahr­zeug op­ti­mal ge­eig­net.
U-Shift
U-Shift
Bild 6/8, Credit: DLR (CC BY-NC-ND 3.0)

U-Shift

Das mo­du­la­re Mo­bi­li­täts­kon­zept U-Shift fe­x­i­bi­li­siert den ur­ba­nen Per­so­nen- und Gü­ter­trans­port. Die aus­tausch­ba­ren Auf­bau­ten er­mög­li­chen dem hoch­au­to­ma­ti­sier­ten Dri­ve­board un­ter­schied­li­che Auf­ga­ben.
Testfeld Niedersachsen - Teststrecke in Großformat
Test­feld Nie­der­sach­sen - Test­stre­cke in Groß­for­mat 
Bild 7/8, Credit: DLR (CC BY-NC-ND 3.0)

Testfeld Niedersachsen - Teststrecke in Großformat 

Zum Tes­ten und Wei­ter­ent­wi­ckeln von au­to­ma­ti­sier­ten, ver­netz­ten Fahr­zeu­gen ste­hen im Test­feld Nie­der­sach­sen 280 Ki­lo­me­ter zur Ver­fü­gung. Die Kom­mu­ni­ka­ti­on zwi­schen In­fra­struk­tur und Fahr­zeu­gen ge­schiet über die Sen­so­rik und Ka­me­ras, die über die ge­sam­te Stre­cke In­stal­liert sind.
MovingLab - Echte Daten zu Mobilitätsgewohnheiten
Mo­vingLab - Ech­te Da­ten zu Mo­bi­li­täts­ge­wohn­hei­ten
Bild 8/8, Credit: © DLR. Alle Rechte vorbehalten

MovingLab - Echte Daten zu Mobilitätsgewohnheiten

Mit ei­ner App er­fasst das DLR Da­ten von Nut­zern und Ver­kehrs­mit­teln. Über ei­nen kon­ti­nu­ier­li­chen Zeit­raum kön­nen so­mit Mo­bi­li­täts­ge­wohn­hei­ten von Men­schen oder Nut­zungs­mus­ter von Fahr­zeu­gen be­stimmt wer­den.
  • Das DLR zeigt auf dem Open Space der IAA Mobility 2021 die beiden Fahrzeug-Prototypen U-Shift und SLRV.
  • Modularisierung on-the-road ist die Grundidee des U-Shift: Es besteht aus einer U-förmigen Antriebseinheit sowie Kapseln für den Transport von Personen und Gütern.
  • Das SLRV ist ein extrem leichtes und aufgrund seiner Sandwich-Karosserie sehr sicheres Pendlerfahrzeug mit Brennstoffzellenantrieb.
  • Auf dem Summit der IAA stehen die Projekte Testfeld Niedersachen für automatisiertes Fahren sowie das DLR Moving Lab zur smarten Erhebung von Mobilitätsverhalten im Vordergrund.
  • Schwerpunkte: Verkehr, intelligente Mobilität, Digitalisierung, Wasserstoff

Das Deutsche Zentrum Luft- und Raumfahrt (DLR) zeigt auf der IAA Mobility 2021 in München, wie Klimaschutz und Mobilität im Straßenverkehr vereinbar werden. Im Zentrum stehen zwei futuristische Prototypen: das Safe Light Regional Vehicle (SLRV) und das U-Shift. Das SLRV ist ein extrem leichter und trotzdem sehr sicherer „Wasserstoff-Flitzer“. Das U-Shift demonstriert urbane Mobilität und Logistik neu – und trennt die U-förmige Antriebseinheit von den auf die jeweilige Transportaufgabe zugeschnittenen Aufbauten. Messebesuchende haben zwischen dem 7. und 12. September die Gelegenheit, diese beiden Fahrzeuge am DLR-Stand (OP440) im Rahmen des Open Space auf dem Odeonsplatz in der Münchner Innenstadt kennenzulernen.

Auf dem IAA Summit in den Messehallen gibt das DLR (Halle A2, Stand C50) vom 6. bis zum 12. September 2021 einen Einblick, wie Forschung und Industrie beim Testfeld Niedersachsen gemeinsam automatisiertes und vernetztes Fahren erproben. Außerdem stellt es mit dem DLR MovingLab vor, wie sich Mobilitätsverhalten mit dem Smartphone einfach messen lässt.

„Mobilität ist ein integraler Bestandteil unserer globalen Welt und wird es auch bleiben. Wir wollen auch künftig mobil sein – dabei Emissionen vermeiden und Ressourcen sparen sowie noch sicherer und komfortabler sein. Als eine der größten Verkehrsforschungseinrichtungen in Europa gestaltet das DLR diesen Transformationsprozess aktiv mit, indem wir die Wünsche der Menschen im Blick haben und neben dem Mobilitäts- auch das Energiesystem betrachten. Gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft und Industrie entwickeln wir Lösungen, die intelligent und miteinander vernetzt sind“, erklärt Prof. Anke Kaysser-Pyzalla, Vorstandsvorsitzende des DLR.

Emissionsfreies Pendlerfahrzeug SLRV: Extra leicht und besonders sicher

Das SLRV ist ein spezielles Kleinfahrzeug mit alternativem Antriebskonzept. Der sportliche Wasserstoff-Flitzer ist sehr leicht und gleichzeitig besonders sicher. Dafür sorgt die nur rund 90 Kilogramm schwere Karosserie in metallischer Sandwich-Bauweise. Das eingesetzte Material besteht aus einer metallenen Decklage und einem Kunststoffschaum im Inneren. Der Vorder- und Hinterwagen des SLRV sind aus Sandwich-Platten zusammengesetzt und dienen als Crashzonen. Die Fahrgastzelle besteht aus einer Wanne mit einer aufgesetzten Ringstruktur. Diese nimmt die Kräfte auf, die während der Fahrt auf das Auto wirken und schützt die Insassen bei einem Crash. Dieser innovative Leichtbauansatz kombiniert mit einer hocheffizienten Brennstoffzelle ermöglicht eine ressourcenschonende und sichere Mobilität unter anderem für Pendelstrecken. Die Reichweite beträgt rund 400 Kilometer, die Höchstgeschwindigkeit 120 Kilometer pro Stunde.

Leicht, sicher, emissionsfrei – Erstfahrt des Safe Light Regional Vehicle (SLRV)
Mit dem Safe Light Regional Vehicle (SLRV) hat das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) ein neuartiges Kleinfahrzeug entwickelt: Es ist sehr leicht und gleichzeitig besonders sicher. Dafür sorgt die nur rund 90 Kilogramm schwere Karosserie in Sandwichbauweise, die eine sehr hohe passive...

Fahrzeugkonzept U-Shift: Modularisierung on-the-road

Ob on-demand-Shuttle, flexibles Verteilzentrum für Pakete oder mobiles Ladengeschäft – das DLR zeigt auf der IAA Mobility 2021 auch den ersten fahrfähigen Protoyp des U-Shift. Es kombiniert zwei Bestandteile: Die U-förmige Antriebseinheit, das sogenannte Driveboard, beinhaltet alle technischen Komponenten und Systeme. Es soll autonom, elektrisch und leise unterwegs und für maximale Wirtschaftlichkeit rund um die Uhr in Betrieb sein. Das erste Driveboard fährt aktuell noch ferngesteuert und wird im derzeitigen Projekt automatisiert. Kombiniert wird es mit kapselförmigen Aufbauten für den Transport von Personen und Gütern. Den Ideen für Einsatzmöglichkeiten sind fast keine Grenzen gesetzt.

Der erste U-Shift-Prototyp gibt den DLR-Forschenden die Möglichkeit, Erfahrungen mit diesem Fahrzeugkonzept und seinem Beitrag zu einer nachhaltigeren Mobilität zu sammeln. Gleichzeitig können neue Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle entstehen. Begleitend zur technischen Fahrzeugentwicklung findet ein Dialog mit Bürgerinnen und Bürgern statt. Im Mittelpunkt stehen Anwendungsfälle und Zukunftsvisionen zum Einsatz des U-Shift-Fahrzeugkonzepts.

U-Shift Webcast
Ob als On-demand-Shuttle, Hightech-Rufbus, als flexibles Verteilzentrum für Güter und Pakete oder als mobiles Verkaufsgeschäft – mit dem futuristischen Fahrzeugkonzept U-Shift bringt das DLR neuen Wind in die urbane Mobilität und Logistik von morgen. Zentrales Merkmal ist die Trennung von Fahrzeug,...

Testfeld Niedersachsen: Forschungsinfrastruktur für autonomes Fahren

Das Testfeld Niedersachsen des DLR ist eine einzigartige Forschungsinfrastruktur. Mit ihm können Technologien für automatisiertes und vernetztes Fahren entwickelt und erprobt werden. Seine Bandbreite reicht von Simulationen bis hin zu Testfahrten mit Prototypen auf rund 280 Kilometern. Dazu gehören Abschnitte auf Autobahnen, Teile von Bundes- und Landstraßen sowie Strecken in der Innenstadt von Braunschweig. Das Testfeld steht auch Partnern aus Industrie und Wissenschaft offen.

Ein Alleinstellungsmerkmal ist seine umfangreiche und hochpräzise Kommunikations- und Erfassungstechnik. Sie besteht aus Kamera- und Sensoriksystemen. Diese nehmen Fahrzeugpositionen, Fahrverhalten und den Verkehrsfluss auf. Große Datenmengen aus unterschiedlichen Quellen können hier einfließen und miteinander verknüpft werden, zum Beispiel auch aus der Fahrzeugkommunikation (V2X) und aus Verkehrsmanagement-Zentralen.

Derzeit entwickeln Teams des DLR eine Werkzeugkette für simulationsbasiertes Testen: Dazu müssen hochautomatisierte Fahrzeuge in der Simulation unterschiedliche Verkehrssituationen meistern. Das Testfeld ermöglicht es hier, Simulation und Realität zu vergleichen und Simulationen damit zu validieren. Auch ein „digitaler Zwilling der Straße“ ist in Arbeit.

DLR MovingLab: Mobilität einfach messen – mit dem Smartphone

Aktuelle und zuverlässige Daten sind auch in der Mobilitätsforschung Gold wert. Nur mit ihrer Hilfe lassen sich Aussagen über das Mobilitätsverhalten von Individuen und Gruppen treffen. Sie sind Grundlage von wissenschaftlichen Verkehrsmodellen und Prognosen. Auch Anbieter von Verkehrsdienstleistungen profitieren davon.

Mit dem MovingLab hat das DLR eine spezielle Erhebungs- und Analysemethode entwickelt, die völlig neue Möglichkeiten eröffnet. Sie greift auf das zurück, was die meisten immer dabeihaben: mobile Endgeräte wie beispielsweise Smartphones. Durch die darin verbauten Positions- und Bewegungssensoren kann mehrmals pro Minute die Position einer Person bestimmt werden. Über Veränderungen der Position erstellt das MovingLab Beschleunigungsprofile. Diese lassen auf die Nutzung eines bestimmten Verkehrsmittels schließen. Also ob man zum Beispiel mit dem Auto, der Straßenbahn oder zu Fuß unterwegs ist. Das System erfasst automatisch alle Wege, die genutzten Verkehrsmittel sowie Umsteige- und Aufenthaltspunkte. Zusätzlich können über die MovingLab-App auch Befragungen durchgeführt werden. Zum Beispiel um soziodemografische Merkmale, allgemeine Nutzung von Verkehrsmitteln, Einstellungen oder spezifische Angaben zu einzelnen Wegen zu erheben.

Auch im Konferenzprogramm der IAA Mobility sind die Expertinnen und Experten des DLR in Form von Keynotes, Präsentationen, Paneldiskussionen und Impulsvorträgen – zum Beispiel zum Thema Kundenakzeptanz als Schlüssel für den Markthochlauf der Elektromobilität – vertreten.

Kontakt
  • Denise Nüssle
    Pres­se­re­dak­ti­on
    Deut­sches Zen­trum für Luft- und Raum­fahrt (DLR)

    Kom­mu­ni­ka­ti­on und Pres­se
    Telefon: +49 711 6862-8086
    Fax: +49 711 6862-636
    Pfaffenwaldring 38-40
    70569 Stuttgart
    Kontaktieren
DLR-Pressemitteilungen

Newslet­ter

Blei­ben Sie auf dem Lau­fen­den und abon­nie­ren Sie den DLR-Newslet­ter mit Ar­ti­keln der DLR-Re­dak­ti­on in deut­scher und eng­li­scher Spra­che.

Verwandte Nachrichten
Neueste Nachrichten

Hauptmenü