19. Januar 2023

DLR be­auf­tragt His­to­ri­ker mit der Auf­ar­bei­tung sei­ner Ge­schich­te

Historiker im Windkanal
His­to­ri­ker im Wind­ka­nal
Credit: © DLR. Alle Rechte vorbehalten

Historiker im Windkanal

Hin­ten (von links nach rechts): Lu­kas Woll­scheid (Neu­mann & Kamp), Ro­bert Kie­sel­bach (Neu­mannn & Kamp His­to­ri­sche Pro­jek­te), Mat­thi­as Ge­or­gi (Neu­mannn & Kamp His­to­ri­sche Pro­jek­te), Bernd Lu­kasch (ehe­mals Di­rek­tor Ot­to-Li­li­en­thal-Mu­se­um An­klam), Hel­muth Trisch­ler (Deut­sches Mu­se­um Mün­chen), Se­ve­rin Ro­e­se­ling (Ge­schichts­bü­ro Re­der, Ro­e­se­ling & Prü­fer), Mar­kus Schrei­ber (Ge­schichts­bü­ro Re­der, Ro­e­se­ling & Prü­fer), Mi­cha­el Kamp Neu­mannn & Kamp His­to­ri­sche Pro­jek­te), An­dre­as Leh­mann (Ge­schichts­bü­ro Re­der, Ro­e­se­ling & Prü­fer), Chris­ti­an Roh­rer (Neu­mannn & Kamp His­to­ri­sche Pro­jek­te).
Vor­ne (von lins nach rechts): Jens Wu­cher­pfen­nig (DLR), Tho­mas Prü­fer (Ge­schichts­bü­ro Re­der, Ro­e­se­ling & Prü­fer), Ul­rich Un­ger (GBSL), Jes­si­ka Wich­ner (DLR), Hans-Die­ter Tack (GBSL).
  • Das DLR startet eine wissenschaftliche Aufarbeitung der Geschichte seiner Vorgängerorganisationen.
  • Der untersuchte Zeitraum ist von 1907 bis 1945.
  • Schwerpunkt: Geschichte, Luftfahrt, Raumfahrt

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat eine wissenschaftliche Aufarbeitung der Geschichte seiner Vorgängerorganisationen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gestartet.

In insgesamt acht Projekten wird die Geschichte der Vorgängerorganisationen des DLR im Zeitraum 1907 bis 1945 untersucht. Neben dem Schwerpunkt auf die Zeit des Nationalsozialismus werden auch der Erste Weltkrieg und die Zeit der Weimarer Republik analysiert.

„Das DLR ist sich seiner Vergangenheit bewusst und stellt sich dieser. Wir freuen uns, renommierte Forscher der deutschen Luft- und Raumfahrtgeschichte für die Untersuchung und Analyse der Vergangenheit und der Vorgängerorganisationen des DLR gewonnen zu haben. Ein unabhängiger Beirat wird Unabhängigkeit und Transparenz der Forschungsergebnisse sicherstellen“, betont Prof. Dr.-Ing. Anke Kaysser-Pyzalla, Vorstandsvorsitzende des DLR.

Wie alle deutschen Forschungseinrichtungen, die in den 30er und 40er Jahren bestanden, waren diese gleichgeschaltet und in die Kriegsanstrengungen des Dritten Reichs eingebunden. Die hierbei gemachten Forschungen unterstützten das Vorbereiten und Führen eines Angriffskriegs. Der Gründungsvater des ersten DLR-Vorläufers der AVA Ludwig Prandtl war in führender Stelle in der militärischen Forschung des nationalsozialistischen Regimes eingesetzt. Zudem waren während des Zweiten Weltkriegs Zwangsarbeiter in den Vorgängerorganisationen des DLR eingesetzt.

Die einzelnen Projekte und deren Bearbeiter sind:

ThemaBearbeiter
1Die Geschichte der AVA 1918 und 1933: Die Nachwirkungen des Versailler FriedensvertragsNeumannn & Kamp Historische Projekte, München
2Die Geschichte der DVL 1918 und 1933: Die Nachwirkungen des Versailler FriedensvertragsProf. Dr. Helmuth Trischler (Deutsches Museum München)
3

Zwangsarbeit, Menschenversuche und der Umgang mit jüdischen Mitarbeitern und politisch verfolgten Personen in den Vorgängerorganisationen des DLR von 1933 bis 1945

Neumannn & Kamp Historische Projekte, München
4Die Zusammenarbeit der Vorgängerorganisationen des DLR mit den Hochschulen von 1933 bis 1945Geschichtsbüro Reder, Roeseling & Prüfer, Köln
5Innovationen, Irrwege und Sackgassen der Forschung in den Vorgängerorganisationen des DLR von 1933 bis 1945Neumannn & Kamp Historische Projekte, München
6Die Geschichte der DVG von 1908-1945 und die Entwicklung des FFO von 1937 bis 1945.Geschichtsbüro Reder, Roeseling & Prüfer, Köln
7Akteure, Versuchsanlagen und -einrichtungen in den Vorgängerorganisationen des DLR von 1933 bis 1945Geschichtsbüro Reder, Roeseling & Prüfer, Köln
8

Das Verhältnis zwischen Staat, Militär und Forschung am Beispiel der Vorgängerorganisationen des DLR sowie die Zusammenarbeit der Vorgängerorganisationen untereinander von 1933 bis 1945

Prof. Dr. Helmuth Trischler (Deutsches Museum München)
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  • Jens Wucherpfennig
    Kom­mu­ni­ka­ti­on Göt­tin­gen und Han­no­ver
    Deut­sches Zen­trum für Luft- und Raum­fahrt (DLR)

    Kom­mu­ni­ka­ti­on
    Telefon: +49 551 709-2108
    Bunsenstr. 10
    37073 Göttingen
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  • Dr. Jessika Wichner
    Deut­sches Zen­trum für Luft- und Raum­fahrt (DLR)
    Zen­tra­les Ar­chiv
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    Göttingen
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