21. Juni 2016

DLR trauert um Horst Rauck

Mit großem Bedauern musste der Vorstand des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) den Tod von Horst Rauck zur Kenntnis nehmen.

"Mit Horst Rauck verliert das DLR einen langjährigen Freund und die deutsche Raumfahrt einen Mann der ersten Stunde", betont Prof. Pascale Ehrenfreund, Vorstandsvorsitzende des DLR, "Besondere Verdienste erwarb sich Horst Rauck um die europäische Ariane-Trägerrakete. Kaum jemand war so von der Notwendigkeit des autonomen Zugang Europas zum Weltraum überzeugt wie er."

Sich selbst hat der im Mai 1938 geborene Horst Rauck sehr zutreffend als an der Technik begeisterten Menschen bezeichnet. Als Kind war es die Eisenbahn, als Ingenieur lebte er für die Raumfahrt. Direkt nach Abschluss seines Ingenieursstudiums an der TU Darmstadt wechselte er 1966 zur neu gegründeten Raumfahrtabteilung der MAN-Turbo als deren erster Mitarbeiter. Dieser Schritt bestimmte sein ganzes Leben. In verschiedenen Funktionen, bis hin zu Geschäftsführung und Aufsichtsrat, setzte er sich zum Beispiel für die Entwicklung von Gaszentrifugen und Systemen für erneuerbare Energien ein. In enger Zusammenarbeit mit seinen französischen Kollegen legte er die Grundlagen für ein Trägersystem, das heute den globalen kommerziellen Markt bestimmt. Auch engagierte er sich für die nationalen und internationalen Belange der deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie. So saß er unter anderem, gemeinsam mit einem russischen Kollegen, dem Ausschuss für Raumfahrt des deutsch-russischen Kooperationsrates vor. Er war bekanntes Mitglied der International Academy of Astronautics. Als Mitglied des DLR-Senats und des DLR-Programmrats kam es ihm besonders auf die enge Verbindung von Wissenschaft und Wirtschaft an.

Mit dem französischen Titel als Ritter der Ehrenlegion und dem Bundesverdienstkreuz wurde sein berufliches Wirken international und national anerkannt.
Auch nach Ende seines beruflichen Lebens engagierte sich Horst Rauck für die Luft- und Raumfahrt, so als Vorsitzender der Gesellschaft der Freunde des DLR und im Kuratorium der Munich Aerospace.

Für das DLR stellt der Tod von Horst Rauck einen großen Verlust dar. Mit seinen jahrzehntelangen Erfahrungen hat er viele Ratschläge und Hinweise für die Entwicklung unseres Forschungszentrums gegeben, die wir dankbar aufgenommen haben.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des DLR werden ihm ein ehrendes Gedenken bewahren.

Prof. Dr. Pascale Ehrenfreund
Vorsitzende des Vorstands des DLR

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Andreas Schütz

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