Die Struktur des Marsbodens direkt unter der InSight-Landestelle

Die Struktur des Marsbodens direkt unter der InSight-Landestelle
Messungen der Temperaturverläufe im obersten Marsboden mit dem DLR-Experiment HP3 an der Landestelle von InSight über viele Marstage und damit auch im Wechsel der Jahreszeiten lieferten neue Erkenntnisse zur Entstehung und Struktur (links) des „Duricrust-Bodens“ an der Landestelle von InSight. Die Temperaturen sind hoch genug, so dass sich Solen (salzhaltige Flüssigkeiten) bilden, wenn die Feuchte der Atmosphäre im Marswinter und -frühling dies zulassen. Messungen der thermischen Leitfähigkeit mit Hilfe der HP3-Sonde haben gezeigt, dass der Boden über die Jahreszeiten „atmet“. Bei sinkender Feuchte wird die Sole auskristallisieren und die Salze den Marsboden verkrusten lassen. Das passiert an der Landestelle bis in etwa 20 Zentimeter Tiefe. Dies liefert eine Erklärung, warum der InSight-„Maulwurf“ nicht tiefer in den Marsboden eindringen konnte. Beim Eindringen in die Durikruste erzeugte der Maulwurf beim Hämmern ein Loch und erfuhr daher in den oberen 20 Zentimeter nicht genug Reibung. Überlagert ist der Duricrust-Boden von ein bis zwei Zentimetern Marsstaub und -sand, darunter befindet sich eine Schicht aus vulkanischem Sand und Geröll. Rechts die verfüllte Grube, Spuren des Greifarms der Landesonde und die Druckstelle, wo mit Hilfe des Greifarms versucht wurde, den Boden zu verdichten, um durch höhere Reibung ein tieferes Vordringen zu ermöglichen.
Credit:

GRL (T. Spohn et al.); NASA/JPL-Caltech