9. Oktober 2026 | Deutsches Weltraumlagezentrum in Uedem

Dr. Gerald Braun erhält Bundesverdienstkreuz für Engagement in der Weltraumsicherheit

Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Dr. Gerald Braun
Dr. Gerald Braun erhielt am 8. Oktober 2026 das Bundesverdienstkreuz, überreicht von der Bonner Bürgermeisterin Dr. Ursula Sautter. Er erhielt es für sein herausragendes Engagement für die Weltraumsicherheit. Gerald Braun war seit der Gründung des Deutschen Weltraumlagezentrums in Uedem 2011 bis 2025 dessen ziviler Leiter. Die Deutsche Raumfahrtagentur im DLR und das Weltraumkommando der Bundeswehr erstellen im Weltraumlagezentrum gemeinsam das Lagebild der Situation im Weltraum, um darauf aufbauend Dienste an unterschiedliche Bedarfsträger innerhalb und außerhalb der Bundesregierung zu erbringen.
  • Dr. Gerald Braun erhielt am 8. Oktober 2026 das Bundesverdienstkreuz.
  • Er war von 2011 bis 2025 ziviler Leiter des Deutschen Weltraumlagezentrums.
  • Das Weltraumlagezentrum in Uedem wird gemeinsam durch die Deutsche Raumfahrtagentur im DLR und dem Weltraumkommando der Bundeswehr betrieben.
  • Schwerpunkte: Raumfahrt, Weltraumsicherheit

Dr. Gerald Braun erhielt am 8. Oktober 2026 in Bonn das Bundesverdienstkreuz am Bande, überreicht durch die Bonner Bürgermeisterin Dr. Ursula Sautter. Es wurde für sein herausragendes Engagement für die Weltraumsicherheit verliehen. Gerald Braun war seit der Gründung des Deutschen Weltraumlagezentrums in Uedem 2011 bis 2025 dessen ziviler Leiter. In dieser Funktion war er maßgeblich daran beteiligt, das Zentrum in seiner heutigen Form aufzubauen und zu gestalten. Das Weltraumlagezentrum wird gemeinsam durch die Deutsche Raumfahrtagentur im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und dem Weltraumkommando der Bundeswehr betrieben.

Das Weltraumlagezentrum in Uedem

Die Deutsche Raumfahrtagentur im DLR und das Weltraumkommando der Bundeswehr erstellen gemeinsam das Lagebild der Situation im Weltraum, um darauf aufbauend Dienste an unterschiedliche Bedarfsträger innerhalb und außerhalb der Bundesregierung zu erbringen. Zu diesen Diensten zählt nicht nur der unmittelbare Schutz der eigenen Weltrauminfrastruktur durch die Bewertung von kritischen Annäherungen anderer Objekte, sondern auch die Information von Behörden und Einsatzkontingenten der Bundeswehr über die Situation und die Einflüsse aus dem Bereich Weltraum. Ebenso wird der Katastrophenschutz stets informiert, um im Falle des Wiedereintritts von gefährlichem Weltraumschrott die Bevölkerung zu informieren.

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Hintergrund: Weltraumschrott als Gefahr für die Raumfahrt

Im erdnahen Weltraum ziehen mehrere tausend Satelliten ihre Bahnen. In diesem Bereich befinden sich aber auch zigtausende Teile Weltraumschrott: Insgesamt handelt es sich dabei um mehr als 10.000 Tonnen Material. Der größte Teil davon befindet sich auf niedrigen Orbits in Höhen von bis zu 2.000 Kilometern, im sogenannten „Low Earth Orbit“ (LEO), in dem sich auch die meisten aktiven Satelliten befinden. Das Risiko von Kollisionen ist im LEO somit besonders hoch.

Um Kollisionen soweit wie möglich zu vermeiden, werden kontinuierlich verlässliche Daten zur Weltraumlage benötigt, die von Radarsystemen wie GESTRA (German Experimental Surveillance and Tracking Radar) bereitgestellt werden können. Entwickelt wurde GESTRA vom Fraunhofer-Institut für Hochfrequenzphysik und Radartechnik (FHR) in Wachtberg. Betrieben wird das Radarsystem von der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR aus dem ressortgemeinsamen Weltraumlagezentrum in Uedem, das aus Mitteln des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) finanziert wird.

Kontakt

Dr. Gregor Hecker-Twrsnick

Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
Deutsche Raumfahrtagentur im DLR
Kommunikation & Presse
Königswinterer Straße 522-524, 53227 Bonn
Tel: +49 228 447-221