6. Februar 2026

DLR zeigt aktuelle Ansätze der Drohnenforschung in Braunschweig – Ministerin und Minister informieren sich vor Ort

  • Am 5. Februar 2026 besuchten Niedersachsens Wissenschaftsminister Falko Mohrs und Innenministerin Daniela Behrens den DLR-Standort Braunschweig.
  • Sie informierten sich über die aktuellen Forschungsarbeiten des DLR zum Thema Drohnen.
  • Im Mittelpunkt standen neue Technologien zur Erkennung und Bewertung von Drohnen und sichere Testumgebungen wie der Drohnenkäfig.
  • Schwerpunkte: Politikbeziehungen

Drohnen eröffnen neue Möglichkeiten – stellen den Luftraum aber auch vor wachsende technische und sicherheitsrelevante Herausforderungen. Wie unbemannte Luftfahrzeuge zuverlässig erkannt, bewertet und unter kontrollierten Bedingungen getestet werden können, erforscht das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) unter anderem an seinem Standort in Braunschweig.

Vor diesem Hintergrund informierten sich am 5. Februar 2026 Niedersachsens Minister für Wissenschaft und Kultur, Falko Mohrs, sowie die Ministerin für Inneres, Sport und Digitalisierung, Daniela Behrens, über aktuelle Arbeiten der Drohnenforschung. Im Rahmen der Begrüßung durch die Vorstandsvorsitzende des DLR, Prof. Dr.-Ing. Anke Kaysser-Pyzalla, gab es eine thematische Einführung zur Rolle des DLR in diesem Forschungsfeld.

„Themen der zivilen Sicherheit bestimmen zunehmend die öffentlichen Diskussionen. Für das DLR bedeutet das, dass neue Technologien entwickelt und bereitgestellt werden. Dabei steht die Kooperation mit den öffentlichen Stakeholdern im Mittelpunkt. Dank der Unterstützung vom Bund und vom Land Niedersachsen sind am DLR-Standort Braunschweig neue Testplattformen für Drohnentechnologien entstanden. Damit konnten wir unsere technologischen Kompetenzen auf diesem Gebiet erweitern. Durch den Wissensaustausch mit Partnern aus dem öffentlichen Raum und Technologietransfer in die Wirtschaft gelingt es, die Fähigkeiten zum Schutz von Infrastrukturen gezielt zu erweitern“, erläutert Prof. Dr.-Ing. Anke Kaysser-Pyzalla, Vorstandsvorsitzende des DLR.

Im Mittelpunkt des Besuchs standen Technologien zur Detektion und Bewertung sogenannter unkooperativer Luftfahrzeuge sowie innovative Test- und Demonstrationsumgebungen. Die Besucherinnen und Besucher erhielten Einblicke in verschiedene Drohnenanwendungen in Laboren, in Forschungsansätze zur Drohnenabwehr sowie in die Erstellung eines Lagebilds zur Erfassung unbemannter Luftfahrzeuge.

Niedersachsens Wissenschaftsminister Falko Mohrs betonte die Bedeutung der Forschung für den Standort und darüber hinaus:„Die enge Verzahnung von Luft- und Raumfahrt, Verkehrsforschung sowie Energie- und Sicherheitstechnologien macht den Forschungsstandort Braunschweig zu einem bundesweit einzigartigen Innovationsverbund. Niedersachsen nimmt als Treiber und Architekt zukunftsweisender Technologien eine führende Rolle ein. Mit der Einrichtung des Drohnenkäfigs im Rahmen des Drohnentestfelds Flybots setzen wir diesen Kurs konsequent fort. Das Land unterstützt das DLR gezielt dabei, Forschungsversuche mit prototypischen Drohnen unter sicheren und hochmodernen Bedingungen durchzuführen. Wir stärken damit nicht nur unseren Spitzenplatz in der Luft- und Raumfahrtforschung, sondern erweitern zugleich die technologischen Handlungsmöglichkeiten unserer Sicherheitsbehörden im Krisenfall.“

Forschung als Grundlage für Drohnenabwehr und Luftraumintegration

Ein weiterer Schwerpunkt war der sogenannte Drohnenkäfig, der als sichere Testumgebung für Erprobungen und Flugtests dient.

Die Ministerin für Inneres, Sport und Digitalisierung, Daniela Behrens, hob insbesondere die sicherheitsrelevanten Aspekte der Forschung hervor:

„In Deutschland und auch Niedersachsen sehen wir uns vielfältigen hybriden Bedrohungen gegenüber. Diese reichen von Sabotage über Falschinformationen bis hin zu Spionage, auch mit Hilfe von Drohnen. Diese Vorfälle stellen unsere Sicherheitsbehörden vor große Herausforderungen und es bedarf dringend wirksamer Gegenmaßnahmen. Dabei sind wir in diesem Bereich auf moderne Spitzenforschung angewiesen, gerade auch angesichts der rasanten Weiterentwicklung in diesem Themenfeld. Mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt verfügen wir in Niedersachsen über große Kompetenz und es ist ausgesprochen beeindruckend, hier die neueste Drohnenabwehrtechnik live erleben zu können. Für die Detektion, Verifikation und Abwehr von Drohnen bereitet die niedersächsische Polizei derzeit die Beschaffung der notwendigen Technik vor. Das Land Niedersachsen investiert dafür allein in diesem Jahr rund sieben Millionen Euro. Dabei beteiligen wir uns an Bund-Länder Projekten im Themenfeld und stimmen uns insbesondere mit den Nord-Ländern hinsichtlich der zu beschaffenden Technik ab. Dabei beziehen wir auch aktuelle Forschungsergebnisse ein. Theorie und Praxis greifen hier also bestens ineinander.“

Mit seiner Forschung leistet das DLR einen Beitrag zur sicheren Integration von Drohnen in den Luftraum und zur Weiterentwicklung von Technologien für zivile und sicherheitsrelevante Anwendungen.

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Kontakt

Jasmin Begli

Kommunikation Braunschweig, Cochstedt, Stade, Trauen
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