13. Februar 2026 | Europäisches Projekt mit 40 Institutionen und Unternehmen

Netzwerk stärkt Resilienz von kritischen Weltraumfähigkeiten

REACTS – europäisches Netzwerk für Responsive Space
Unter der Leitung des DLR haben 40 Institutionen und Unternehmen aus 13 EU-Ländern und Norwegen zusammengearbeitet. Ihr Ziel: Den Weg für ein künftiges europäisches Netzwerk ebnen, welches in der Lage ist, innerhalb von 72 Stunden Satelliten in erdnahe Umlaufbahnen zu platzieren und erste Daten zu übermitteln.
  • Im Projekt REACTS ging es unter anderem darum, wie innerhalb von 72 Stunden Satelliten in den Orbit gebracht und erste Daten zur Erde übermittelt werden können.
  • Wenn Weltraumressourcen ausfallen, können zeitnah gestartete Kleinsatelliten die Lücken schließen.
  • Das Responsive Space Cluster Competence Center (RSC3) im DLR hat das Projekt des European Defence Fund (EDF) geleitet.
  • Schwerpunkte: Sicherheit, Raumfahrt, Responsive Space

„Mission accomplished“ heißt es in der Raumfahrt oft – Mission erfüllt. Das gilt auch für das Projekt REACTS (Responsive European Architecture for Space) das jetzt abgeschlossen wurde. Unter der Leitung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) haben 40 Institutionen und Unternehmen aus 13 EU-Ländern und Norwegen zusammengearbeitet. Ihr Ziel: Den Weg für ein künftiges europäisches Netzwerk ebnen, welches in der Lage ist, innerhalb von 72 Stunden Satelliten in erdnahe Umlaufbahnen (Low Earth Orbit, LEO) zu platzieren und erste Daten zu übermitteln.

So sollen schnell Lücken geschlossen werden, die sich aus dem Mangel, einem Ausfall oder der Beeinträchtigung vorhandener Weltraumressourcen ergeben. Drei Tage sind eine sehr kurze Zeit, um einen Satelliten zu starten und in Betrieb zu nehmen. Üblicherweise werden Satellitenmissionen und Starts über Monate oder gar Jahre geplant. REACTS ist ein Projekt des European Defence Fund (EDF).

Kurzfristig einen entstandenen Bedarf decken

Zwei Jahre lang ging es um eine gemeinsame Vision – aber auch um Schnittstellen, Betriebskonzepte und zum Beispiel die Simulation von Fallbeispielen. Alle Bereiche, die betrachtet wurden, tragen dazu bei, eine europäische Architektur für ein Responsive Space System (RSS) zu etablieren. Responsive Space bezeichnet die Fähigkeit, einen kurzfristig entstandenen Bedarf zu decken. Entweder durch einen Start von Kleinsatelliten oder durch die Rekonfiguration von Weltraumsystemen, die schon genutzt werden.

„Die Ergebnisse des Projekts werden den Grundstein für ein interoperables, ganzheitliches, europäisches Netzwerk für Responsive Space Systeme legen, welches in der Lage ist, Satelliten zu starten und Daten in nur 72 Stunden zu liefern. Diese Leistung war nur möglich dank der Kooperation, der Innovation und des Engagements jedes einzelnen europäischen Teammitglieds innerhalb des Projekts“, teilt das Responsive Space Cluster Competence Center (RSC3, Kompetenzzentrum für Reaktionsschnelle Satellitenverbringung) des DLR mit. Das RSC3 leitete REACTS – ein von der EU über den Europäischen Verteidigungsfonds (Grant Agreement EDF-2022-101121212-REACTS) finanziertes Projekt.

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Katja Lenz

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