Band 1: Zwischen Weltkrieg, Versailler Vertrag und Wiederaufrüstung

Nach dem Ersten Weltkrieg legten die Siegermächte mit dem Versailler Friedensvertrag Deutschland eine Reihe von Verboten und Einschränkungen auf. Diese trafen auch die Luftfahrt, um eine militärische Wiederaufrüstung zu unterbinden. Das galt auch für die 1907 gegründete Modellversuchsanstalt der Motorluftschiff-Studiengesesellschaft (ab 1920 Aerodynamische Versuchsanstalt, AVA). Nichtsdestotrotz setzte die DLR-Vorgängerorganisation ihre Forschungsaktivitäten fort. Dies zeigen die Ergebnisse dieser Studie. In zivilen Luftfahrtprojekten, Industriekooperationen oder auch in der Forschung in angrenzenden Bereichen wie Fahrzeugtechnik oder Windenergie wurden militärisch relevante Arbeiten indirekt weitergeführt. So blieb aerodynamisches Wissen nicht nur erhalten, es wurde in der Zwischenkriegszeit sogar weiterentwickelt. Voraussetzung hierfür war institutionelle und personelle Kontinuität innerhalb der Organisation. Sie bildete die Grundlage für den späteren Ausbau der Luftfahrtforschung im Nationalsozialismus. Dabei war die AVA eng vernetzt mit staatlichen Stellen, militärischen Akteuren, Industrieunternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen. Seitens Politik, Wissenschaft und Teilen der Gesellschaft herrschte zudem breiter Konsens darüber, dass die Luftfahrt für die nationale Stärke Deutschlands strategisch wichtig sei. Insgesamt verdeutlicht die Geschichte der AVA, wie eng wissenschaftliche Forschung, politische Rahmenbedingungen und militärische Interessen in der Zwischenkriegszeit miteinander verflochten waren.
Bilder aus der Monografie



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Details zur Monografie
Titel | Zwischen Weltkrieg, Versailler Vertrag und Wiederaufrüstung Militärische und zivile Luftfahrtforschung an der Aerodynamischen Versuchsanstalt Göttingen 1918 bis 1933, Band 1 |
Autor | Michael Kamp |
Erscheinungsdatum | 12. Juni 2026 |
Verlag | Cuvillier Verlag GmbH |
Sprache | Deutsch |
Seitenzahl | 405 |
ISBN | 978-3-68952-501-9 |
E-Book | Ein E-Book wird Mitte Januar 2027 bereitgestellt. |
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Dr. Jessika Wichner, Leiterin des Zentralen DLR-Archivs ist gemeinsam mit Jens Wucherpfennig und Daniel Beckmann aus der DLR-Kommunikation für die Umsetzung des Aufarbeitungsprojekts verantwortlich.


