Klimabezogene Szenarioanalysen für das DLR

Klimarisiken erkennen und Gegenmaßnahmen treffen

Symbolbild Expertise

Klimatische Veränderungen wie zum Beispiel extreme Temperaturänderung und schwere Stürme, nehmen deutlich zu und können ein Betriebssicherheitsrisiko darstellen. Dies gilt auch für die DLR-Standorte. Aus diesem Grund haben wir das Unternehmen meteoblue beauftragt, für unsere 30 Standorte in Deutschland eine klimabezogene Szenarioanalyse durchzuführen.

Bei diesen beauftragten Klimaszenarioanalysen – auch Klimarisikoanalysen – sind 30 Standorte des DLR gemäß den angeforderten Standards der EU-Richtlinien CSRD (Corporate Sustainability Reporting Directive) und EU-Taxonomie miteinbezogen worden. Klimaszenarien im Allgemeinen beschreiben mögliche Entwicklungspfade des künftigen Klimas und basieren auf einer Kombination aus Informationen zur sozioökonomischen Entwicklung und der zukünftigen Treibhausgaskonzentration in der Atmosphäre. Je nach Szenario – von wenigen bis starken Maßnahmen zur Verlangsamung des Klimawandels – erhöhen oder verringern sich die Auswirkungen des veränderten Klimas in der Zukunft. Für die vom DLR beauftragten Analysen wurden die offiziellen Szenarien des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimaänderungen (Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC) verwendet.

In den Klimaszenarioanalysen werden insgesamt 28 Klimagefahren betrachtet, die den vier Kategorien Temperatur, Wind, Wasser und Feststoffe zugeordnet werden können. Beispielhaft für Klimagefahren stehen unter anderem Hitzewellen, Stürme, Hochwasser und Bodenabsenkungen. Mit Hilfe dieser Analysen können nun für die DLR-Standorte die entsprechenden lokalen Risiken besser erkannt und verstanden werden. Auf diese Weise können Risiken bei Standortentwicklungsplänen berücksichtigt sowie entsprechende Vorbeugungsmaßnahmen, auch bei Bau und Sanierung, für die Anpassung an den Klimawandel umgesetzt werden.

Kontakt

Michael Müller

Redakteur
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
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