Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Mit dieser Sammlung möchten wir Euch Antworten auf mögliche Fragen rund um die jährlich stattfindende DLR Design Challenge geben. Eure Frage ist nicht dabei? – dann sendet uns gerne eine Nachricht über unser Kontaktformular oder direkt via Mail an designchallenge[at]dlr.de
- Was ist die DLR Design Challenge?
- Was erwartet die Teilnehmenden?
- Wie erfahre ich von der DLR Design Challenge?
- Wer kann teilnehmen?
- Wie kann sich ein Team anmelden?
- Wie groß können die Teams sein und welche Fähigkeiten werden benötigt?
- Welche Informationen stehen den Teams zur Verfügung?
- Wie viel Unterstützung ist durch Lehrende oder Mentorinnen und Mentoren vorgesehen?
- Wie werden die Konzepte beurteilt?
- Was gibt es zu gewinnen?
- Müssen die Reisekosten selbst getragen werden?
- In welcher Sprache findet die Challenge statt?
- Wie hoch ist der zeitliche Aufwand für Studierende und Lehrende?
- Lohnt sich eine Teilnahme an der DLR Design Challenge?
Was ist die DLR Design Challenge?
Die DLR Design Challenge ist ein jährlich stattfindender Studierendenwettbewerb, veranstaltet vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Der Wettbewerb wurde 2017 ins Leben gerufen und richtet sich an Studierende deutscher Hochschulen, die in Teams von vier bis sechs Personen innovative Flugzeugkonzepte entwickeln.
Ziel des Wettbewerbs ist es, Studierendenteams dazu herauszufordern, innovative Flugzeugkonzepte auf Basis des aktuellen Forschungsstands zu entwickeln. Das Thema der Challenge wechselt jährlich, greift jedoch stets zukunftsweisende Fragestellungen der Luftfahrt auf. In der Vergangenheit standen beispielsweise Löschflugzeuge, wasserstoffbetriebene Mittelstreckenflugzeuge oder klimaneutrale Regionalflugzeuge im Fokus.
Was erwartet die Teilnehmenden?
Die Studierendenteams, arbeiten ihr Konzept innerhalb von etwa vier Monaten aus. Der Entwicklungsprozess der Konzepte beginnt meist mit groben Skizzen, die Schritt für Schritt zu detaillierten Designs weiterentwickelt werden. Dabei werden Zertifizierungsanforderungen, Nachhaltigkeit und aktuelle Techniktrends berücksichtigt.
Neben dem Entwurf umfasst die Konzeptausarbeitung die schriftliche Dokumentation, die Erstellung eines Vorstellungsfilms sowie eine Abschlusspräsentation.
Nach Einreichung der Konzepte präsentieren die Studierenden diese an einem DLR-Standort und verteidigen sie vor einer Fachjury, die sich aus Institutsleitenden des DLR zusammensetzt, welche eine Vielzahl an Fachdisziplinen repräsentieren.
Wie erfahre ich von der DLR Design Challenge?
Die DLR Design Challenge wird über verschiedene Kanäle bekannt gemacht. In der Regel informieren die Fachbereiche der Universitäten in einschlägigen Lehrveranstaltungen. Zusätzlich können Aushänge mit unserem Flyer an den Hochschulen sowie Hinweise über universitäre Mailverteiler erfolgen.
Darüber hinaus wird die DLR-Website jährlich aktualisiert und enthält ab etwa Dezember eines Jahres Informationen zur jeweils kommenden Design Challenge. Ergänzend wird die Challenge über Social-Media-Beiträge auf dem DLR-LinkedIn-Kanal zusätzlich auf weiteren Kanälen beworben, beispielsweise über die LinkedIn-Kanäle des DLR-Instituts für Systemarchitekturen der Luftfahrt und des DLR-Instituts für Aerodynamik und Strömungstechnik .
Wer kann teilnehmen?
Die DLR Design Challenge richtet sich an Studierende deutscher Hochschulen, insbesondere aus dem Studiengang Luft- und Raumfahrttechnik, aber auch aus anderen ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen mit Bezug zur Luftfahrt. Teilnehmen können Studierende sowohl im Bachelor- als auch im Masterstudium. Voraussetzung ist vor allem Interesse an innovativen Flugzeugentwürfen, Teamfähigkeit und die Bereitschaft, sich über mehrere Monate intensiv mit aktuellen Herausforderungen der Luftfahrt auseinanderzusetzen – parallel zum regulären Studium.
Die Teilnahme erfolgt in der Regel in Teams von vier bis sechs Studierenden, da die Arbeit an einem Flugzeugkonzept komplexe Aufgaben in den Bereichen Konstruktion, Aerodynamik, Antrieb und Zertifizierung erfordert, die sich ideal auf mehrere Personen verteilen lassen. Studierende, die noch kein Team haben, können sich an den jeweiligen zuständigen Fachbereich ihrer Hochschule wenden, um geeignete Teammitglieder zu finden und so die Teilnahme zu ermöglichen.
Wie kann sich ein Team anmelden?
Interessierte Studierende können sich einzeln oder bereits als konsolidiertes Team über ihren zuständigen Lehrstuhl offiziell für die DLR Design Challenge anmelden. Bei Lehrstuhl-übergreifenden Teams erfolgt die Anmeldung von dem Lehrstuhl der Teamsprecherin, des Teamsprechers.
Nach der Anmeldung erhalten die Teams eine Einladung vom DLR zur Auftaktveranstaltung, die üblicherweise am DLR-Standort in Braunschweig stattfindet.
Den Termin zum Anmeldeschluss können Interessierte dem Ankündigungsflyer des jeweiligen Jahres oder der Terminübersicht auf der DLR Design Challenge-Website entnehmen.
Wie groß können die Teams sein und welche Fähigkeiten werden benötigt?
Jedes Team besteht aus vier bis maximal sechs Studierenden. Wenn sich an einer Hochschule jedoch mehr Studierende für die Challenge interessieren, können auch mehrere Teams derselben Universität teilnehmen.
Für einen erfolgreichen Projektverlauf empfiehlt sich eine interdisziplinäre Teamzusammensetzung mit unterschiedlichen Kompetenzen. Dazu zählen insbesondere Kenntnisse in der Luft- und Raumfahrttechnik, etwa in den Bereichen Flugzeugentwurf, Aerodynamik, Antrieb und Strukturen, ebenso wie konzeptionelles Denken mit Fokus auf Systemverständnis und Technologieintegration. Darüber hinaus sind sehr gute Fähigkeiten im wissenschaftlichen Englisch für das Schreiben und Präsentieren auf hohem Niveau erforderlich. Ebenso wichtig sind organisatorische Kompetenzen und Teamfähigkeit, insbesondere in Bezug auf Zeitmanagement, Zuverlässigkeit und Eigeninitiative. Optional, aber von Vorteil, sind zudem CAD-Kenntnisse sowie die Fähigkeit zur anschaulichen Visualisierung des Konzepts.
Welche Informationen stehen den Teams zur Verfügung?
Den Teams wird eine umfassende Aufgabenstellung bereitgestellt, die Design- und Missionsanforderungen, technische Details und konkrete Projektbeschreibungen enthält. So haben die Studierenden von Anfang an eine klare Orientierung für ihre Arbeit.
Zusätzlich erhalten die Teams alle wichtigen Informationen zur Abgabe, Vorgaben zum Umfang und Format des technischen Berichts, zur Präsentation sowie weitere Details, die für die Einreichung relevant sind. Diese Materialien helfen den Studierenden, strukturiert zu arbeiten, das eigene Konzept professionell aufzubereiten und bestmöglich zu präsentieren.
Darüber hinaus findet etwa einen Monat nach Beginn der Bearbeitung eine Online-FAQ-Session statt, in der noch offene Fragen geklärt werden können.
Wie viel Unterstützung ist durch Lehrende oder Mentorinnen und Mentoren vorgesehen?
Die Studierenden arbeiten eigenverantwortlich im Team und greifen dabei auf ihr Wissen aus dem Studium zurück. Vom DLR wird außerdem ein Mentoring angeboten, welches bei fachlichen Fragestellungen im Designprozess unterstützen soll.
Die Betreuung seitens der Universität erfolgt individuell und hängt vom jeweiligen Fachbereich ab. Häufig gibt es wissenschaftliche Betreuerinnen und Betreuer oder die Möglichkeit zum Austausch mit Professorinnen und Professoren.
Wie werden die Konzepte beurteilt?
Die eingereichten Konzepte werden von einer hochkarätigen Experten-Jury bewertet, die sich aus DLR-Institutsleitenden verschiedener Fachdisziplinen zusammensetzt und unter dem Vorsitz des DLR-Bereichsvorstands Luftfahrt steht.
Bei der Bewertung spielen mehrere zentrale Aspekte eine Rolle. Entscheidend ist ein ausgefeiltes und in sich stimmiges, konsistentes Gesamtkonzept, das die vorgegebenen Anforderungen bestmöglich erfüllt. Ebenso wichtig sind eine klare und schlüssige Argumentation, die durch Berechnungen oder Literatur gestützt wird, der sinnvolle und realistische Einsatz verschiedener Technologien sowie die technische Umsetzbarkeit des Entwurfs.
Gleichzeitig werden kreative und innovative Ideen ausdrücklich gefördert. Gesucht sind frische Perspektiven und mutige Konzepte, die zeigen, wie die Zukunft der Luftfahrt gestaltet werden könnte.
Was gibt es zu gewinnen?
Die Möglichkeit sein Konzept auf einer (internationalen) Fachkonferenz zu präsentieren: Das Gewinnerteam erhält die besondere Auszeichnung, sein Konzept auf einer internationalen Fachkonferenz präsentieren zu dürfen. Anfallende Konferenzgebühren, Übernachtungs- und Reisekosten werden vom DLR übernommen. Alle prämierten Teams erhalten außerdem die Möglichkeit ihre Konzepte auf dem Deutschen Luft- und Raumfahrtkongress einem breiten Fachpublikum zu präsentieren.
Festigung, Vertiefung und Ausbau des im Studium erworbenen Wissens: Für alle teilnehmenden Teams bietet sich die einzigartige Gelegenheit, tief in das Thema Flugzeugentwurf einzutauchen und das im Studium erworbene Wissen praktisch anzuwenden, zu festigen und zu erweitern. Die Studierenden sammeln wertvolle Erfahrungen, lernen, wie verschiedene Technologien im Zusammenspiel funktionieren, und entwickeln gemeinsam ein Konzept, das realistisch, innovativ und technisch fundiert ist. Zusätzlich erhalten sie konstruktives Feedback von Experten des DLR.
Darüber hinaus profitieren die Teams vom direkten Austausch und Netzwerken – sowohl untereinander als auch mit Expertinnen und Experten des DLR: Sie lernen das DLR kennen, erhalten Einblicke in aktuelle Forschungsprojekte und haben die Möglichkeit, verschiedene Standorte zu besichtigen.
Auch die Hochschulen und Lehrenden profitieren von der Design Challenge: Sie bietet eine Bühne für exzellente Lehre und motivierte Studierende. Durch die mediale Aufmerksamkeit und die Präsenz bei den Konferenzen wird sichtbar, dass aus guter Lehre innovative und zukunftsfähige Ideen entstehen.
Müssen die Reisekosten selbst getragen werden?
Grundsätzlich erstattet das DLR den Teilnehmenden die jeweils anfallenden Reise- und Übernachtungskosten.
Für die Auftakt- und Abschlussveranstaltung lädt das DLR alle teilnehmenden Teams sowie die betreuenden Hochschulangehörigen ein. Die Einladung umfasst die Kostenübernahme der Reisekosten für die Zugfahrt (zweiter Klasse) sowie eine Übernachtung am Vorabend.
Für die Finalistinnen und Finalisten, die am Deutschen Luft- und Raumfahrtkongress teilnehmen, werden zusätzlich die Konferenzgebühren sowie die Reisekosten (Zugfahrt zweiter Klasse und Hotelübernachtung) übernommen.
Das Gewinnerteam erhält die Möglichkeit, sein Flugzeugkonzept außerdem auf einer internationalen Fachkonferenz zu präsentieren. Auch hierfür werden die Konferenzgebühren sowie die Reisekosten (Economy-Flug und Hotelübernachtung) vom DLR übernommen. Es gilt jedoch ein maximaler Erstattungsbetrag pro Team.
Die Kostenerstattung kann einige Zeit in Anspruch nehmen. Daher empfehlen wir, die Reisekostenrückerstattung so zeitnah wie möglich zu beantragen und alle erforderlichen Unterlagen vollständig beim Organisationsteam des DLR einzureichen. Dieses steht bei Fragen gerne unterstützend zur Seite.
In welcher Sprache findet die Challenge statt?
Alle Veranstaltungen der Challenge werden in englischer Sprache durchgeführt. Auch alle einzureichenden Unterlagen – einschließlich des Berichts, des Videos und der Präsentation – müssen in englischer Sprache erstellt und gehalten werden.
Wie hoch ist der zeitliche Aufwand für Studierende und Lehrende?
Die Design Challenge erfordert ein kontinuierliches Engagement über die Projektlaufzeit hinweg. Für Studierende bedeutet dies einen zusätzlichen Zeitaufwand neben dem regulären Studium, der jedoch gut planbar ist. Je nach Vorwissen, Effizienz und Motivation innerhalb des Teams berichten Studierende von einem Aufwand in Höhe von etwa 100 Stunden.
Auch für betreuende Lehrende entsteht ein moderater zusätzlicher Aufwand, vor allem in der organisatorischen Begleitung der Teams. Gleichzeitig bietet die Challenge einen hohen didaktischen Mehrwert und lässt sich gut in bestehende Lehr- und Betreuungskonzepte integrieren.
Lohnt sich eine Teilnahme an der DLR Design Challenge?
Die kurze Antwort: Ja! – die Design Challenge richtet sich an Studierende, die eine anspruchsvolle, aber sehr lehrreiche Herausforderung suchen. Insbesondere Studierende, die sich für Flugzeugentwurf, Systemdenken und Teamarbeit interessieren, profitieren sehr von einer Teilnahme, unabhängig von einer Platzierung. Die Design Challenge geht über klassische Lehrveranstaltungen hinaus und ermöglicht ein vertieftes, anwendungsnahes Lernen.
Der zeitliche Aufwand zahlt sich durch zahlreiche Vorteile aus: Die Teilnehmenden profitieren von der praktischen Anwendung ihres Fachwissens, erhalten direkte Einblicke in aktuelle Forschungsarbeiten, knüpfen wertvolle Kontakte und steigern die Sichtbarkeit ihrer eigenen Arbeit. Darüber hinaus besteht potenziell die Möglichkeit, das Projekt für Leistungspunkte, Abschlussarbeiten oder als Referenz für zukünftige Bewerbungen zu nutzen.
Rückblickend beschreiben die Teilnehmenden ihre Mitwirkung an der Challenge häufig als einen entscheidenden Schritt in ihrer fachlichen und persönlichen Entwicklung. So konnten beispielsweise viele frühere Teilnehmende die Challenge zudem als Türöffner nutzen und fanden – unabhängig von ihrer Platzierung – auch ihren Weg zum DLR als Arbeitgeber.