9. Juli 2025

Erfolgreiche Promotion zum Thema Datenlinktechnologien im Luftverkehr

Dr. Alexander Hillebrecht promoviert zum Nutzwert und zur Auslegung innovativer Datenlinktechnologien im Lufttransportsystem
Dr. Alexander Hillebrecht vom DLR-Institut für Luftverkehr hat seine Doktorarbeit an der Technischen Universität Hamburg mit Auszeichnung verteidigt. In seiner Dissertation untersuchte er den Nutzwert und die technischen Auslegungsparameter neuartiger Datenlinktechnologien, die den Informationsaustausch im Lufttransportsystem in abgelegenen Lufträumen mithilfe von ad-hoc-Netzwerke verbessern sollen. Seine Forschung liefert wichtige Erkenntnisse zur Bewertung und Auslegung zukünftiger Kommunikationstechnologien am Beispiel des LDACS Luft-Luft Datenlinks im Sinne eines sicheren und effizienten Luftverkehrs. Im Bild von links: Dr. Alexander Hillebrecht (DLR-Institut für Luftverkehr), Prof. Volker Gollnick (Technische Universität Hamburg), Dr. Corinna Schmitt (Universität der Bundeswehr München) und Prof. Christian Lüthje (Technische Universität Hamburg).
  • Erfolgreiche Promotion zur Bewertung innovativer Kommunikationstechnologien im Luftverkehr
  • Simulation des Zusammenwirkens von Technik und Anwendung
  • Vernetzte Kommunikation im ozeanischen Luftraum

Förderung moderner Kommunikationslösungen für den Luftverkehr

Moderne Flugführungssysteme bilden die Grundlage für einen sicheren, effizienten und klimaverträglichen Luftverkehr. Zentrale Bausteine dieser Systeme sind neben etablierten Verfahren auch innovative Technologien, etwa für die Kommunikation zwischen Luftverkehrsteilnehmern. Der kontinuierliche Anstieg des globalen Flugverkehrs verlangt dabei nach leistungsfähigeren, flexibleren Lösungen.

Untersuchung einer zukunftsweisenden Datenlinktechnologie  

In seiner Dissertation mit dem Titel „Nutzwertanalyse neuartiger Datenlinktechnologie im Lufttransportsystem“ analysierte Dr. Alexander Hillebrecht die Vorteile und Einsatzmöglichkeiten eines innovativen Luft-Luft Datenlinks auf Basis des „L-band Digital Aeronautical Communications Systems“ oder kurz LDACS, das ein ad-hoc-Kommunikationsnetzwerk zwischen Luftfahrzeugen ermöglicht. Diese Technologie könnte insbesondere in Gebieten mit eingeschränkter Bodeninfrastruktur – wie über Ozeanen – den Informationsaustausch deutlich verbessern und dadurch die Sicherheit des Flugverkehrs und die Effizienz im Flugverkehrsmanagement und Flugbetrieb steigern.

Methodik zur Nutzwertabschätzung und Analyse technischer Parameter

Im Zentrum der Arbeit steht eine systematische Methodik zur Bewertung des Nutzwerts solcher Technologien aus technisch-operationeller Sicht. Dabei werden wesentliche technische Eigenschaften wie Reichweite und Datenrate identifiziert und anhand konkreter Anwendungsfälle der Luftfahrtdatenkommunikation bewertet. Auf Basis eines realitätsnahen Szenarios für den ozeanischen Luftraum simulierte Dr. Hillebrecht den Einsatz der Technologie und analysierte deren Einfluss auf das Gesamtsystem.

Ergebnisse mit Praxisbezug

Die Ergebnisse zeigen, dass ad-hoc-Kommunikationsnetzwerke ein hohes Potenzial zur Verbesserung der Luftfahrtdatenkommunikation bieten – unter der Voraussetzung, dass bestimmte technische Parameter erfüllt werden. Die entwickelte Methodik ist dabei nicht nur auf die betrachtete Beispieltechnologie anwendbar, sondern bietet auch einen übertragbaren Rahmen zur Bewertung zukünftiger Flugbetriebstechnologien.

Wir gratulieren Dr. Alexander Hillebrecht herzlich zur erfolgreichen Verteidigung und zu seinem bedeutenden Beitrag zur Weiterentwicklung von Kommunikationstechnologien im Lufttransportsystem!

Kontakt

Dr. Alexander Lau

Abteilungsleiter (komm.)
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
Institut für Luftverkehr
Flugbetriebskonzepte
Blohmstraße 20, 21079 Hamburg

Franziska Bietke

Institutskommunikation
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
DLR-Institut für Luftverkehr
Blohmstraße 20, 21079 Hamburg
Tel: +49 40 2489641-209