CLEANLIEST
Das DLR untersucht ganzheitlich die Klimawirkung und auch die ökonomischen Folgen von Wasserstoff als Energieträger.
Unsere Forschung verbindet Verkehrsökonomie, Betriebskonzepte, Umweltwirkungen und neue technologische Entwicklungen. Durch multikriterielle Bewertungen berücksichtigen wir Klimawirkung, Wirtschaftlichkeit, Sicherheit, Akzeptanz und Umsetzbarkeit. So entstehen ganzheitliche Empfehlungen für Politik, Industrie und Betreiber.
Ein großer Teil der Klimawirkung des Luftverkehrs entsteht durch Nicht-CO2-Effekte wie die Bildung von Kondensstreifen-Zirren und Ozon. Das Institut entwickelt Methoden, um diese Effekte systematisch zu berücksichtigen und zu mindern – etwa durch klimaoptimierte Trajektorien, zeitliche Verschiebungen von Flügen oder die Einführung klimabezogener Lufträume. So können deutliche Klimawirkungsreduktionen bei moderatem betrieblichem Mehraufwand erzielt werden.
Der Luftverkehr steht vor der Herausforderung, wachsende Mobilitätsbedarfe mit den Zielen des Klimaschutzes in Einklang zu bringen. Das DLR-Institut für Luftverkehr analysiert die Entwicklungspfade des Luftverkehrssystems von der lokalen bis zur globalen Ebene. Wir entwerfen, modellieren und bewerten verkehrspolitische, betriebliche und technologische Maßnahmen und liefern belastbare Entscheidungsgrundlagen für eine klimaverträgliche und zugleich leistungsfähige Luftfahrt.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf nachhaltigen Flugkraftstoffen (SAF), hybrid-elektrischen Antrieben und Wasserstoff. Wir analysieren Einsatzstrategien, Infrastrukturbedarf und Versorgungsketten sowie deren ökologische und ökonomische Wirkungen. Ziel ist es, den wirksamen und effizienten Einsatz alternativer Energieträger im Luftverkehr zu ermöglichen – vom Flughafen bis zum globalen System.
Mit ganzheitlichen Bewertungsinstrumenten wie dem Technology Evaluator im Rahmen europäischer Forschungsprogramme untersucht das Institut, ob neue Flugzeug- und Systemtechnologien die Klimaziele erfüllen und gleichzeitig technisch realisierbar, wirtschaftlich tragfähig und gesellschaftlich akzeptiert sind. So unterstützen wir die strategische Ausrichtung der Luftfahrtforschung und -industrie.

Das Institut analysiert die Wirkung nationaler, europäischer und internationaler Klimaregulierungen auf den Luftverkehr – zum Beispiel den EU-Emissionshandel, CORSIA oder ReFuelEU Aviation. Wir bewerten deren Einfluss auf Emissionen, Wettbewerbsfähigkeit und Netzwerke und entwickeln Vorschläge für ein wirksames, ausgewogenes Policy-Design.
Wir entwickeln und bewerten innovative Betriebsverfahren für einzelne Flugmissionen und ganze Netzwerke. Dazu gehören unter anderem klimaoptimierte Routenführung und neue Einsatzkonzepte wie der Formationsflug, die unter realitätsnahen Bedingungen modelliert und getestet werden. Ziel ist es, Anforderungen an zukünftige Technologien und Verfahren frühzeitig zu identifizieren.
Unsere Forschung ist international vernetzt und praxisnah. In Workshops, Studien und gemeinsamen Projekten mit Behörden, Industrie und internationalen Organisationen unterstützen wir den Wissenstransfer und fördern die Umsetzung klimaverträglicher Lösungen im globalen Luftverkehr.