Folge mir unauffällig

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Hier fahren zwei Züge in einem Abstand von 15 bis 80 Metern hintereinander her. Die einzelnen Wagen sind dabei nicht mechanisch über eine Kupplung verbunden, sondern nur noch digital. Damit das funktioniert, müssen die Zugteile ständig miteinander kommunizieren und möglichst genaue Daten zur jeweiligen Position und Geschwindigkeit austauschen. Nicht ganz trivial, wenn man bedenkt, dass Züge im regulären Betrieb oft einen Bremsweg von mehreren hundert Metern bis hin zu einem Kilometer haben. Das virtuelle Kuppeln von Zugteilen und Zugverbänden ist ein wichtiger Schritt in Richtung Automatisierung des Schienenverkehrs. Im Projekt FP2-R2DATO hat das DLR-Institut für Kommunikation und Navigation ein neuartiges Funksystem entwickelt, das beim virtuellen Koppeln eingesetzt werden kann. Auf der Technikfläche der Niederländischen Staatsbahn in Amersfoort wurde es im Frühjahr 2025 erfolgreich getestet.
 
Finanziert wird das Projekt von der Europäischen Union. Die geäußerten Ansichten und Meinungen sind die der Autoren und spiegeln nicht unbedingt die der Europäischen Union oder des Gemeinsamen Unternehmens Europe's Rail wider. Weder die Europäische Union noch die Bewilligungsbehörde können für sie verantwortlich gemacht werden. Das Projekt FP2-R2DATO wird von Europe's Rail Joint Undertaking und seinen Mitgliedern unterstützt.