Weltpremiere über Nevada

Weltpremiere über Nevada
Ein Flugversuch zur Charakterisierung von Kondensstreifen aus der Direktverbrennung von Wasserstoff (H₂) – was wir hier sehen, ist die erste Messung dieser Art überhaupt. Zwei baugleiche Segelflugzeuge wurden für dieses internationale Kooperationsprojekt unter der Leitung von Airbus mit je einem Turbojet-Antrieb ausgestattet. Der entscheidende Unterschied: Bei dem Segler mit dem Namen Blue Condor diente H₂ als Treibstoff, bei dem anderen Kerosin. In neun Kilometern Flughöhe sammelten die Forschenden des DLR-Instituts für Physik der Atmosphäre im jeweiligen Abgasstrahl Daten über die Menge der freigesetzten Spurengase, Aerosole und Kondensstreifen-Eiskristalle. Aus dieser Perspektive – über das Höhenruder von Blue Condor hinweg – ist unterhalb der rechten Tragfläche des Seglers mit Kerosinantrieb der dünne Kondensstreifen aus dem Wasserstoffantrieb erkennbar. Diese entstehen für gewöhnlich im Nachlauf von Flugzeugen mit Verbrennungstriebwerken und werden dann zu Zirren, die einen wesentlichen Anteil an der Klimawirkung des Luftverkehrs haben. Mit Zukunftstechnologien wie wasserstoffbetriebenen Flugzeugen lässt sich nicht nur der Ausstoß von Kohlenstoffdioxid komplett vermeiden; auch sogenannte Nicht-CO₂-Effekte – Aerosole und Kondensstreifen – könnten im Vergleich zum Kerosin-Verbrenner deutlich verringert werden.
Credit:

Airbus/Perlan Project