26. Juni 2025 | Made in NRW!

DLR zeigt Weltraum- und Sicherheitsforschung beim NRW-Fest in der Landesvertretung

  • Das DLR hat beim NRW Fest der Landesvertretung in Berlin Innovationen aus seiner Weltraum- und Sicherheitsforschung gezeigt.
  • Im Mittelpunkt standen künftige Mondmissionen, Drohnensysteme für Not- und Katastrophenfälle sowie zur Gefahrstoffdetektion. Mit dem Sitz des Vorstands in Köln ist das DLR in NRW fest verankert.
  • Schwerpunkte: Luftfahrt, Raumfahrt und Sicherheit

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat beim traditionellen Sommerfest der Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen (NRW) in Berlin am 25. Juni 2025 zahlreiche Innovationen aus seiner Weltraum- und Sicherheitsforschung präsentiert.

Die Gäste aus Bundes- und Landespolitik bekamen Einblicke in das Astronautentraining am DLR für Mondmissionen, in Drohnensysteme für die Notfall- und Katastrophenhilfe sowie in die Gefahrstoffdetektion in Frachtcontainern.

Hendrik Wüst, Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, eröffnete das Fest gemeinsam mit Mona Neubaur, Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie, und dem Bevollmächtigten des Landes Nordrhein-Westfalen beim Bund, Dr. Matthias Roßbach.

Fest verankert in Nordrhein-Westfalen

Das DLR, das mit dem Sitz des DLR-Vorstands in Köln sowie der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR und den Projektträgern in Bonn fest in NRW verankert ist, zeigte zukunftsorientierte Projekte aus der Luftfahrt- und Raumfahrt und dem Bereich Sicherheit.

Prof. Dr.-Ing. Anke Kaysser-Pyzalla, Vorsitzende des DLR-Vorstands, Prof. Karsten Lemmer, DLR-Vorstand für Innovation, Transfer und wissenschaftliche Infrastrukturen, Prof. Meike Jipp, Bereichsvorständin Energie und Verkehr und Dr. Melanie von der Wiesche, DLR-Standortleiterin West, begrüßten zahlreiche Gäste am DLR-Stand für einen informativen Austausch.

Der Weg in den Weltraum führt über Nordrhein-Westfalen

Eine Vielzahl an Rovern, Robotern und technischer Ausrüstung soll die Menschheit bei ihrer Rückkehr zum Mond unterstützen. Der Umgang damit sowie die Interaktion zwischen Mensch und Technik trainieren Astronautinnen und Astronauten in der Mondsimulationsanlage LUNA am DLR-Standort in Köln. Sie bereiten sich dort unter realistischen Bedingungen auf die harsche Mondumgebung vor. Nirgends in Europa kommt man dem Mond so nah wie in NRW.

Das Team vom DLR-Institut für Raumflugbetrieb und Astronautentraining lud die Gäste bei einem virtuellen Besuch im Trainings- und Technologiezentrum LUNA zu einem Spaziergang auf dem Mond ein.

Neben LUNA unterstreicht auch der SPACEHUB COLOGNE die herausragende Bedeutung Nordrhein-Westfalens als zentraler Standort für Luft- und Raumfahrt in Europa. Geplant ist eine Kommunikationsinfrastruktur als Teil des IRIS2-Programms der EU-Kommission zu schaffen. Diese soll durch eine Verbindung zu europäischen Satelliten eine resiliente und störungsfreie Kommunikation auch in Krisenzeiten ermöglichen.

Live-Lage – drohnengestützte Echtzeitaufklärung komplexer Einsatzlagen

Das DLR-Institut für Weltraumforschung und die Feuerwehr Duisburg nutzen unbemannte Luftfahrtsysteme, um Gefahrenlagen zu erfassen und werten diese mit einem innovativen Verfahren vor Ort sofort aus.

Im Forschungsprojekt Live-Lage forscht das DLR an neuen Technologien zur schnellen Aufklärung von Großschadenslagen. In enger Kooperation mit der Feuerwehr Duisburg wurde dafür eine spezielle Version des DLR-Kamerasystems (MACS) entwickelt. Diese liefert hochauflösende Bilder im sichtbaren sowie im thermalinfraroten Spektrum und kann einsatzrelevante Lageinformationen in Echtzeit verarbeiten. DLR und Feuerwehr erproben das System mittlerweile im Regelbetrieb. Auch außerhalb von NRW unterstützt das Live-Lage. System regelmäßig wichtige Einsätze, beispielsweise nach einem Erdbeben in der Türkei oder bei einem Brand im Berliner Grunewald.

LanZET – verdeckte Transportgefahren erfassen

Stellvertretend für den Bereich Sicherheit präsentiert das DLR-Institut für terrestrische Infrastrukturen sein LanZET-System. Mit diesem lassen sich unbekannte Inhalte von Frachtcontainern einfach und sicher analysieren. Ferngesteuert oder vollständig autonom, dockt das System am Container an und kann Detektionstechnik in den Container einbringen. Ohne den Container zu öffnen oder Siegel zu beschädigen, kann so der Container auf gefährliche Substanzen oder Gegenstände überprüft werden.

LanZET ist auf verschiedene Plattformen montierbar, wie etwa Gabelstapler, Hafenkräne, Schwerlastdrohnen oder auch die DLR-MoSeRoS-Seilrobotikanlage.

Weiterführende Links:

Kontakt

Michel Winand

Kommunikation Köln, Bonn, Jülich, Aachen, Rheinbach und Sankt Augustin
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
Kommunikation
Linder Höhe, 51147 Köln
Tel: +49 2203 601-2144

Dr. rer. nat. Melanie von der Wiesche

Leitung der Standorte Köln, Bonn, Jü­lich, Aa­chen, Aa­chen-Merz­brück, Rhein­bach und Sankt Au­gus­tin
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
Linder Höhe, 51147 Köln