Das DLR-Institut für Luftverkehr auf der ILA 2026



- Das DLR-Institut für Luftverkehr präsentierte mit einem Exponat den Nutzen des Luftverkehrs auf dem DLR-Stand.
- Im Mittelpunkt standen die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wirkungen des Luftverkehrs sowie Herausforderungen der Transformation.
- Das Exponat bot zahlreiche Anknüpfungspunkte für Gespräche mit Gästen aus Politik, Industrie und Forschung.
Wie lässt sich die Bedeutung des Luftverkehrs vermitteln, ohne dabei die Herausforderungen seiner Zukunft auszublenden? Mit dieser Frage beschäftigte sich das DLR-Institut für Luftverkehr auf der ILA Berlin 2026. Als Teil des DLR-Auftritts präsentierte das Institut ein Exponat zum Nutzen des Luftverkehrs, das Besucherinnen und Besucher dazu einlud, den Luftverkehr aus einer übergeordneten Perspektive zu betrachten.
Luftverkehr als Teil gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Entwicklung
Eine LED-Installation zeigte, welchen Beitrag Luftverkehr zu globaler Vernetzung, Handel, Tourismus, Beschäftigung und Mobilität leistet. Gleichzeitig wurde deutlich, dass die Branche vor einer doppelten Aufgabe steht: Der weltweite Luftverkehr wird voraussichtlich weiterwachsen, während Emissionen und Klimawirkungen reduziert werden müssen. Das Exponat machte sichtbar, warum diese Fragestellung nicht allein technisch beantwortet werden kann, sondern das gesamte Luftverkehrssystem betrifft.
Besonderes Interesse weckte die begleitende VR-Anwendung auf Basis der DLR-Studie DEPA 2070. Sie ermöglichte Einblicke in prognostizierte Entwicklungen globaler CO2- und NOx-Emissionen und zeigte, wie unterschiedliche Technologiepfade – von effizienteren Flugzeugen über nachhaltige Flugkraftstoffe bis hin zu neuen Antriebskonzepten – die zukünftige Entwicklung beeinflussen können.
Austausch mit der Politik
Die Inhalte des Exponats bildeten während der Messetage den Ausgangspunkt für zahlreiche Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Verwaltung. Zu den Gästen am DLR-Stand zählten unter anderem Liv Assmann, Staatsrätin und Bevollmächtigte der Freien und Hansestadt Hamburg beim Bund, der Europäischen Union und für auswärtige Angelegenheiten, sowie Dr. Christopher Schwieger, Staatsrat der Hamburger Behörde für Wirtschaft, Arbeit und Innovation.
Weitere Gespräche fanden unter anderem mit Stefan Schnorr, Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, sowie Dr. Wilhelm Eschweiler, Ministerialdirektor im Bundesministerium für Verkehr, und Dr. Beate Baron, Abteilungsleiterin Industriepolitik im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, statt. Darüber hinaus nutzten Vertreterinnen und Vertreter der Luftverkehrswirtschaft und aus der Luftverkehrsforschung die Gelegenheit zum Austausch.
Im Mittelpunkt der Gespräche standen die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wirkungen des Luftverkehrs, Fragen der internationalen Konnektivität, die Wettbewerbsfähigkeit des Luftfahrtstandorts Europa sowie die Rolle von Regulierung und Technologie bei der Transformation des Luftverkehrssystems.
Wissenschaftliche Grundlagen für Entscheidungen
Ein besonderer Fokus lag auf der Frage, wie sich zukünftige Entwicklungen im Luftverkehr belastbar bewerten lassen. Vorgestellt wurde unter anderem das Impact-Assessment-Projekt ALICIA mit seinem interaktiven Dashboard. Neue Analysen zu globalen Flottenentwicklungen, Lieferketten und Produktionskapazitäten verdeutlichen die Zusammenhänge zwischen technologischen Innovationen, industrieller Wertschöpfung und der Wettbewerbsfähigkeit des Luftfahrtstandorts Europa.
Forschung im Dialog
Für das DLR-Institut für Luftverkehr bot die ILA 2026 damit vor allem die Gelegenheit, mit unterschiedlichen Akteuren über die Zukunft des Luftverkehrs ins Gespräch zu kommen – und zu diskutieren, wie sich Mobilität, Wettbewerbsfähigkeit und Klimaschutz in einem zunehmend komplexen Umfeld zusammenbringen lassen.