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Jahresrückblick

Adieu 2018 - Ein erfolgreiches DLR-Jahr geht zu Ende

Freitag, 21. Dezember 2018

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  • Das DLR%2dJahr 2018 in Bildern
    Das DLR-Jahr 2018 in Bildern

    Im Weltraum, zu Lande, zu Wasser oder in der Luft - auch 2018 war gespickt mit vielen Highlights aus den DLR-Forschungsbereichen Luftfahrt, Raumfahrt, Energie, Verkehr, Sicherheit und Digitalisierung.

  • Gemeinsame Forschungsflüge über Deutschland
    Gemeinsame Forschungsflüge über Deutschland

    Dicht hinter dem DLR A320 ATRA (Advanced Technology Research Aircraft) fliegt das "Fliegende Labor" der NASA in einer DC-8 im Abgasstrahl des Airbus. An Bord messen Wissenschaftler die Zusammensetzung des Abgasstrahls und untersuchen die Auswirkungen von Biofuels wie HEFA auf die Bildung von Rußpartikeln und Eiskristallen.

  • Die DC%2d8 der NASA im Hangar
    Die DC-8 der NASA im Hangar

    Das "Airborne Science Laboratory" der NASA wird im Hangar mit den letzten Messinstrumenten bestückt. Der größte Hangar der Ramstein Air Base bietet sonst Platz für C-5 Galaxy oder B747 und dient während der Kampagne als Hauptquartier.

  • Verfolgung des A320 ATRA mit der Falcon
    Verfolgung des A320 ATRA

    Für die Versuche mit alternativen Treibstoffen 2015 fliegen zwei DLR-Forschungsflugzeuge in typischen Reiseflughöhen zwischen neun und zwölf Kilometern hintereinander in Formation in einem dafür gesperrten Luftraum. Angeführt wird die Formation vom zweistrahligen Airbus A320 ATRA, dahinter folgt das Messflugzeug Falcon.

  • Installation der SmartBlades2%2dRotorblätter
    Installation der SmartBlades2-Rotorblätter

    Die SmartBlades2-Rotorblätter wurden an einer Testanlage des US-Forschungsinstitutes National Renewable Energy Laboratory (NREL) installiert.

  • Rotorblätter mit Biege%2dTorsionskopplung
    Rotorblätter mit Biege-Torsionskopplung

    Die Rotorblätter können sich selbstständig an die Windverhältnisse anpassen: Bei höheren Windgeschwindigkeiten verwindet sich das Rotorblatt und bietet dem Wind somit weniger Angriffsfläche.

  • Ich entlaste Städte %2d Lastenrad
    Ich entlaste Städte - Lastenrad

    Am 1. März 2018 können Betriebe und öffentliche Einrichtungen das Potenzial von Lastenrädern in Hannover selbst entdecken.

  • "Ich entlaste Städte" %2d Long John
    Lastenräder vom Typ Long John sind wendig und schnell

    Ein Lastenrad vom Typ Long John des Projekts "Ich entlaste Städte" in der Variante mit E-Antrieb und 160 Liter Transportbox.

  • Polizeioberkommissar Kay Biewald bei der Testfahrt mit dem Lastenrad
    Polizeioberkommissar Kay Biewald bei der Testfahrt mit dem Lastenrad

    Am 3. April 2018 erhielt die Fahrradstaffel der Polizei Berlin im Rahmen des Mobilitätsprojekts "Ich entlaste Städte" ein Lastenrad. Es wurde von dem Berliner Kurierunternehmen messenger übergeben, das sich als Projektpartner um Anschaffung und Unterhalt der Räder kümmert.

  • EDEN%2dISS%2dGewächshaus zu Beginn der Polarnacht
    EDEN-ISS-Gewächshaus zu Beginn der Polarnacht

    Die extremen Bedingungen in der Polarnacht bis minus 45 Grad Celsius fordern die Technik des EDEN-ISS-Gewächshauses und liefern wertvolle Erkenntnisse für die zukünftige Pflanzenzucht auf Mond- und Mars.

  • Radieschen vor der Ernte
    Radieschen vor der Ernte

    Radieschen vor der ersten Ernte im EDEN-ISS-Gewächshaus. Die Pflanzenzucht erfolgt unter künstlichem Licht und ohne Erde, wobei die Wurzeln der Pflanzen mit einer Nährlösung regelmäßig besprüht werden.

  • DLR%2dForscher Paul Zabel hält den ersten geernteten Antarktis%2dSalat in den Händen
    DLR-Forscher Paul Zabel hält den ersten geernteten Antarktis-Salat in den Händen

    Im EDEN-ISS-Gewächshaus hält DLR-Forscher Paul Zabel den ersten geernteten Salat in den Händen.

  • Kohlrabi im Gewächshaus
    Kohlrabi im Gewächshaus

    Rund 400 Gramm Kohlrabi pro Woche kann Paul Zabel im EDEN-ISS-Gewächshaus in der Antarktis ernten.

  • Antarktische Radieschen
    Antarktische Radieschen

    Fünf Kilogramm Radieschen konnte Paul Zabel im EDEN-ISS-Gewächshaus bis September 2018 ernten.

  • Weg zum EDEN%2dISS%2dGewächshaus mit Vollmond
    Der Weg zum EDEN-ISS-Gewächshaus mit Vollmond

    Das EDEN-ISS-Gewächshaus steht 400 Meter entfernt von der Neumayer-Station III.

  • Start Falcon 9 mit Eu:CROPIS%2dSatellit an Bord
    Start Falcon 9-Trägerrakete mit Eu:CROPIS-Satellit an Bord

    Von der Vandenberg Air Force Base in Kalifornien konnte der Satellit um 19:34 MEZ mit einer Falcon 9 Rakete ins All starten.

  • Der Satellit Eu:CROPIS
    Der Satellit Eu:CROPIS

    Im Inneren des Eu:CROPIS-Satelliten befinden sich zwei biologische Lebenserhaltungssysteme mit Gewächshäusern, Biofilter (C.R.O.P.®), Zwergtomatensamen, Grünalgen (Euglena gracilis) und synthetischem Urin. Im Fokus der DLR-Mission Eu:CROPIS stehen Tests der Langzeitstabilität eines biologischen Lebenserhaltungssystems für Missionen zum Mond oder Mars.

  • Drucktank mit Eu:CROPIS%2dGewächshäusern
    Drucktank mit Eu:CROPIS-Gewächshäusern

    In dem Drucktank befinden sich zwei baugleiche Experimente mit Gewächshäusern, Bio-Rieselfilter aus Lavagestein und einzelligen Algen (Euglena) sowie Mess- und Regeltechnik, die als geschlossenes System eine Lebensgemeinschaft bilden.

  • NGT CARGO%2dTriebwagenzug
    NGT CARGO-Triebwagenzug

    Flexibles Zugkonzept: Die Einzelwagen bilden einen Verband und werden mit ein oder zwei Triebköpfen zu einem vollständigen Triebwagenzug zusammengestellt.

  • NGT CARGO%2dEinzelwagen und Belademodul für den Nahbereich
    NGT CARGO-Einzelwagen und Belademodul für den Nahbereich

    Die intelligenten und autonom fahrenden Einzelwagen des NGT CARGO können direkt zum Kunden oder dessen Logistikterminal fahren.

  • NGT CARGO%2dLogistikzentrum
    NGT CARGO-Logistikzentrum

    Auch die Be- und Entladung der Einzelwagen des NGT CARGO soll weitestgehend automatisiert erfolgen.

  • Kooperativer Spurwechsel
    Kooperativer Spurwechsel

    Das Überholmanöver, eine Standardsituation, wie sie täglich tausendfach auf den Straßen passiert. Bei den Fahrdemonstrationen präsentierten die DLR-Wissenschaftler des Instituts für Verkehrssystemtechnik dieses hochkomplexe Szenario als kooperativen Spurwechsel zwischen zwei autonom agierenden Fahrzeugen aus dem Projekt Next Generation Car.

  • Autonom auf dem Testfeld
    Autonom auf dem Testfeld

    Das Führungsfahrzeug fährt autonom den Parcours ab. Verfolgt wird es von einem zweiten Fahrzeug, mit dem es interagiert und das Überholmanöver ausführt, den kooperativen Spurwechsel.

  • Der Fahrer als „Fallback“
    Der Fahrer als „Fallback“

    Das Forschungsfahrzeug fährt den Parcours in Form einer liegenden Acht vollständig autonom ab, reagiert auf Hindernisse und interagiert mit dem anderen Auto. Der menschliche Fahrer muss und soll dennoch jederzeit eingreifen können. Darum hat der DLR-Wissenschaftler des verfolgenden Wagens seine Hände in Lenkradnähe.

  • Stereokamera auf dem Autodach
    Stereokamera auf dem Autodach

    Die Stereokamera auf dem Dach des Forschungsfahrzeugs dient der optischen Erfassung der Eigenbewegung sowie der von Objekten vor dem Auto.

  • CIMON1_sn.jpg
    CIMON und Alexander Gerst

    Am 15. November 2018 war CIMON, ein in Deutschland entwickeltes und gebautes Technologie-Experiment, zum ersten Mal an Bord der Internationalen Raumstation im Einsatz. Der interaktive, mobile und mit einer künstlichen Intelligenz ausgestattete Astronauten-Assistent ist Teil der aktuellen horizons-Mission des deutschen ESA-Astronauten Alexander Gerst.

  • CIMON %2d Der autonome Astronauten%2dAssistent<br />Credit: DLR (CC%2dBY 3.0)
    CIMON - Der autonome Astronauten-Assistent

    Die DLR-Infografik stellt das horizons-Experiment CIMON (Crew Interactive MObile CompanioN) mit den wichtigsten Daten und Fakten auf einen Blick vor.

  • CIMON und Projektverantwortliche am Kennedy Space Center

    Von links: DLR-Projektleiter Christian Karrasch und Airbus-Systemingenieur Philipp Schulien posieren mit CIMON vor dem Vehicle Assembly Building auf dem Gelände des NASA Kennedy Space Centers in Florida, USA.

  • Raumsonde Hayabusa2 mit Ionen%2dTriebwerken
    Raumsonde Hayabusa2 mit Ionen-Triebwerken

    Eine 3200 Millionen Kilometer weite Reise liegt hinter der japanischen Raumsonde Hayabusa2 mit dem deutsch-französischen Lander MASCOT (Mobile Asteroid Surface Scout) an Bord.

  • Asteroidenlande MASCOT an Bord der japanischen Raumsonde Hayabusa2
    Asteroidenlande MASCOT an Bord der japanischen Raumsonde Hayabusa2

    Der Asteroidenlande MASCOT (Mobile Asteroid Surface Scout) ist ein mobiles quaderförmiges Landegerät mit Abmessungen von 30 mal 30 mal 20 Zentimetern und einer Gesamtmasse von circa zehn Kilogramm. Er beherbergt vier wissenschaftliche Instrumente, die die Oberfläche des Asteroiden Ryugu detailliert untersuchen sollen.

  • Mascot sinkt auf den Asteroiden
    MASCOT sinkt auf den Asteroiden

    Die Künstlerische Darstellung zeigt MASCOT während des Landevorgangs.

  • MASCOT%2dAufnahme der Südpolregion Ryugus kurz nach dem Abtrennen
    MASCOT-Aufnahme der Südpolregion Ryugus kurz nach dem Abtrennen

    Das rechte Bild zeigt die erste Aufnahme des am DLR entwickelten MASCAM-Aufnahmesystems während des Abstiegs von Hayabusa2 - kurz nach dem Abtrennen des Landemoduls in 51 Metern Höhe in Blickrichtung Südpol. Im Übersichtsbild links, das mit der Weitwinkelkamera des Kamerasystems ONC (Optical Navigation Camera) von Hayabusa2 aufgenommen wurde, ist das von MASCAM erfasste Gebiet als offenes Dreieck eingezeichnet. Besonders auffallend ist ein riesiger Block in der Nähe des Südpols, der markant über die Horizontlinie herausragt und von den Wissenschaftlern "South Polar Rock" getauft wurde. Er dürfte mehrere Dutzend, vielleicht sogar bis zu 100 Meter groß sein.

  • Schatten von MASCOT über Ryugu während des Abstiegs
    Schatten von MASCOT über Ryugu während des Abstiegs

    Die DLR-Kamera MASCAM auf MASCOT machte diese Aufnahme während des Abstiegs zum Asteroiden Ryugu dreieinhalb Minuten nach dem Abkoppeln von der Muttersonde Hayabusa2. Oben rechts ist der Schatten von MASCOT zu erkennen, während sich die Landesonde rund 20 Meter über der Oberfläche befindet.

  • Anflug von MASCOT auf Ryugu und der Weg über die Oberfläche
    Anflug von MASCOT auf Ryugu und der Weg über die Oberfläche

    Nach dem Herausschieben von MASCOT aus der Ladebucht verfolgte das Aufnahmesystem ONC (Optical Navigation Camera) von Hayabusa2 mit seinen drei Kameras zunächst den Abstieg von MASCOT aus 51 Metern Höhe über dem Asteroiden Ryugu. Der Bildausschnitt ist nach Norden ausgerichtet, das gezeigte Gebiet befindet sich etwa bei 300 Grad östlicher Länge und 30 Grad südlicher Breite. Rechts unten ist der Schatten von Hayabusa2 zu sehen, zum Zeitpunkt der Separation war es etwa Mittag auf Ryugu und die Sonne stand hinter Hayabusa2 – der Schatten ist etwa sechs Meter mal viereinhalb Meter groß.
    Die markierten Punkte geben die Zeitpunkte an, zu denen Hayabusa2 Aufnahmen von MASCOT gemacht hat. Die Zeitangaben sind in UTC (koordinierte Weltzeit , MESZ minus zwei Stunden), die erste Aufnahme erfolgte 01 Uhr 59 und 40 Sekunden UTC (03:59:40 MESZ). Die gelbe Linie markiert die Positionen, an denen MASCOT noch im Abstieg auf Ryugu war und in den ONC-Fotos identifiziert werden konnte. Die blaue Linie unter der gelben Linie ist die Projektion dieser Positionen auf die Asteroidenoberfläche – MASCOT legte also eine geradlinige Flugroute zurück und berührte etwa um 02 Uhr 23 und 24 Sekunden UTC auf einem großen kantigen Block den Boden. Von dort hüpfte der Asteroidenlander entlang der gekrümmten horizontalen Linie in Richtung Ostnordost und wurde auch dann immer wieder von der ONC festgehalten. Etwa um 02 Uhr 14 Minuten und 04 Sekunden UTC fand MASCOT seinen ersten Ruheplatz. Hayabusa2 stieg inzwischen wieder auf einen höheren Beobachtungsplatz über Ryugu auf, so dass es wegen der geringeren Bildauflösung schwieriger wurde, MASCOT in den Bildern zu identifizieren. Am zweiten Asteroidentag wurde MASCOTs Bewegungsmechanismus aktiviert und auf einem weiteren Foto ist der Lander am 4. Oktober um 00 Uhr 55 Minuten und 09 Sekunden UTC zu sehen.

  • MASCOT%2dAufnahme in Richtung Osten während des Abstiegs auf Ryugu
    MASCOT-Aufnahme in Richtung Osten während des Abstiegs auf Ryugu

    Die zweite Aufnahme des am DLR entwickelten MASCAM-Aufnahmesystems ist nach schräg unten auf den Asteroiden Ryugu gerichtet und erfasst Gebiete östlich der Abstiegsroute. In der Übersichtsaufnahme der Weitwinkelkamera des Kamerasystems ONC (Optical Navigation Camera) von Hayabusa2 ist das von MASCAM erfasste Gebiet als offenes Trapez eingezeichnet. Durch den Vergleich mit der ersten Aufnahme war somit klar, dass sich MASCOT wie erwartet turbulent auf Ryugu zubewegt hat, also Drehungen und Überschläge ausgeführt hat.
    In beiden Aufnahmen ist ein riesiger Felsblock zu sehen, der im MASCAM-Bild den östlichen (rechten) Bildrand einnimmt und mehrere Zehnermeter in der Längsausdehnung ist. Links unten ist der Schatten von MASCOT zu sehen, den die hinter der Landesonde stehende Sonne auf die Asteroidenoberfläche wirft: MASCOT hat eine Längsausdehnung von 30 Zentimetern. Ryugu ist ein Körper ohne Atmosphäre, deshalb werden die Umrisse von MASCOT (rechts) und Hayabusa2 (links) gestochen scharf als Schatten auf die Asteroidenoberfläche projiziert.

  • InSight beim Eintreten in die Marsatmosphäre (künstlerische Darstellung)
    InSight beim Eintreten in die Marsatmosphäre (künstlerische Darstellung)

    Nach dem Abtrennen der Transferstufe dringt die Landesonde um 20.47 Uhr MEZ mit einer Geschwindigkeit von 3600 Kilometern pro Stunde ballistisch in die Marsatmosphäre ein. Ein Eingreifen in den Landevorgang ist nicht möglich: Da ein Signal von der Erde zum Mars in der gegenwärtigen Planetenkonstellation 8 Minuten und 6 Sekunden benötigt, wird die Landung also schon erfolgt sein, wenn das letzte Signal von InSight vor dem Atmosphäreneintritt die Erde erreicht – schon sieben Minuten später wird die Sonde die Oberfläche erreichen. Etwa eine halbe Minute nach Atmosphäreneintritt wird durch die Reibung an den Gasmolekülen der Hochatmosphäre der Hitzeschild bei einer Temperatur von etwa 1500 Grad Celsius an der Spitze zu glühen beginnen und anschließend wieder abkühlen. Die maximale Bremsung erfährt InSight mit dem 7,5-fachen der Erdbeschleunigung nach 2 Minuten. Dabei werden 99,5 Prozent der Bewegungs-Energie in Wärmeenergie umgewandelt sein, und der Bremsfallschirm kann sich entfalten.

  • Das Experiment HP3
    Das Experiment HP3

    Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) steuert das Experiment HP3 zur NASA-Mission InSight bei. HP3 steht für Heat Flow and Physical Properties Package und wurde federführend am DLR-Institut für Planetenforschung entwickelt. Mit einer sich fünf Meter tief in den Marsboden hämmernden Tiefensonde wird die Wärmeleitfähigkeit des Bodens unter der Landestelle gemessen sowie die Wärmemenge bestimmt, die vom Inneren des Mars an die Oberfläche strömt. Das Experiment ist auf zwei Jahre ausgelegt. Wesentliche Bestandteile von HP3 sind die ‚Mole’ (engl. für Maulwurf) genannte Rammsonde und das Flachbandkabel mit den Temperatursensoren, das der Mole für die Messungen hinter sich in den Boden ziehen wird.

  • InSight%2dSonde bei einem Test
    InSight-Sonde bei einem Test

    Bei einem Test im Reinraum werden die Solarpanele von InSight entfaltet und die Landesonde in der Einsatzkonfiguration getestet. In der Mitte der Plattform die Schutzhaube des französischen Seismometers SEIS, rechts davon die am DLR entwickelte Wärmeflusssonde HP3, hinter der SEIS-Schutzhaube in kupferfarbener Folie eingepackt das Seismometer.

  • Instrumente und technische Komponenten von InSight
    Instrumente und technische Komponenten von InSight

    Das Design von InSight ist baugleich zur Phoenix-Landesonde der NASA von 2008. Hauptbestandteil ist eine Plattform von zwei Metern Durchmesser, auf der die meisten Systemkomponenten, die Experimente in ihrem ‚Reisemodus’, die Antennen, der Bordcomputer, die Bremstriebwerke, die Treibstofftanks und drei Teleskopbeine angebracht sind. Ein Roboterarm wird nach der Landung ausgeklappt und hebt die Experimente HP3 und SEIS von der Plattform auf den Marsboden. Seitlich der Plattform sind zwei Solarpanele angebracht, die je nach Entfernung des Mars zur Sonne maximal 700 Watt Leistung erzeugen. Das Experiment RISE wird von der Plattform aus durchgeführt.

  • Wie sieht es im Inneren des Mars wirklich aus?
    Wie sieht es im Inneren des Mars wirklich aus?

    Die Mission InSight soll den inneren Aufbaus des Mars untersuchen, und der Prozesse, die im Innern des Planeten ablaufen. Dadurch soll ein besseres Verständnis über Entstehung und Entwicklung der erdähnlichen Planeten entwickelt werden. Wie auch die anderen Gesteinsplaneten – Merkur, Venus, Erde mit Mond – hat der Mars einen metallischen Kern, der von einem Gesteinsmantel umgeben ist und über den sich eine Kruste aus Gestein wölbt. Nach Modellrechnungen hat der Kern eine Temperatur von etwa 1900 Grad Celsius und könnte noch geschmolzen sein, wenn er einen beträchtlichen Anteil an Schwefel enthalten sollte. Dies ist eine der Fragen, mit der sich die Mission InSight beschäftigt. Ferner wird die Mission eine Untersuchung der tektonischen Aktivität und der Meteoriten-Einschlagsrate auf dem Mars durchführen.

  • InSight landet auf dem Mars
    InSight landet auf dem Mars

    Am Ende des kritischen etwa siebenminütigen Landesvorgangs
    setzt InSight gebremst von autonom gesteuerten
    Triebwerken auf dem Mars auf.

  • Enthüllung der DLR%2dStele: Institut für Test und Simulation für Gasturbinen
    Enthüllung der DLR-Stele: Institut für Test und Simulation für Gasturbinen

    Im Bild (v.l.n.r.): Prof. Stefan Reh, Direktor des DLR-Instituts für Test und Simulation für Gasturbinen, Franz Josef Pschierer, Bayerischer Staatsminister für Wirtschaft, Energie und Technologie, Prof. Pascale Ehrenfreund, Vorstandsvorsitzende des DLR und Prof. Rolf Henke, DLR-Vorstand für Luftfahrtforschung.

  • A320 ATRA vor dem Start
    A320 ATRA vor dem Start

    Das DLR-Forschungsflugzeug A320 ATRA wurde im Rahmen des Projekts Low Noise ATRA mit umfangreichen Anbauten zur Lärmminderung ausgestattet.

  • Lärmmindernde Schubdüse
    Lärmmindernde Schubdüse

    Insbesondere das laute Triebwerksgeräusch beim Start soll die neue Schubdüse verringern.

  • Lärmmindernde Abdeckplatten am oberen Bugfahrwerk
    Lärmmindernde Abdeckplatten am oberen Bugfahrwerk

    Die Abdeckplatten am oberen Bugfahrwerk gehören zu den insgesamt zehn Lärmminderungsmaßnahmen, die am ATRA realisiert wurden.

  • Lärmmindernde Spoiler Splitter Plate an den Tragflächen
    Lärmmindernde Spoiler Splitter Plate an den Tragflächen

    Das Geräusch der Luftbremsen an den Tragflächen wird mit Hilfe einer sogenannten Spoiler Splitter Plate reduziert, die die Ausbreitung der Schallwellen von den Luftbremsen zum Boden mindert.

  • Poröse Vorflügelseitenkante zur Lärmminderung
    Poröse Vorflügelseitenkante zur Lärmminderung

    Alle Vorflügel am A320 ATRA haben poröse lärmmindernde Seitenkannten erhalten.

  • Lärmmindernde Verkleidung am Bugfahrwerk
    Lärmmindernde Verkleidung am Bugfahrwerk

    Die Verkleidungen am Bugfahrwerk ist eine von insgesamt zehn Lärmminderungsmaßnahmen, die am ATRA realisiert wurden.

  • Vorführmodell (Mock%2dup) im ersten Flugversuch
    Vorführmodell (Mock-up) im ersten Flugversuch

    DLR-Forscher Christoph Kölbl steuert ein erstes Vorführmodell (Mock-up) über die Weinberge

  • Um flugtauglich zu sein, benötigen die DLR%2dForscher ein möglichst kompaktes und leichtes Lasersystem
    Um flugtauglich zu sein, benötigen die DLR-Forscher ein möglichst kompaktes und leichtes Lasersystem

    Abwechslung zur Entwicklungsarbeit im Labor und am Computer: DLR-Forscher Christoph Kölbl steuert das erste, noch nicht funktionstaugliche Modell

  • superARTIS im Flugversuch
    superARTIS im Flugversuch

    Mit dem unbemannten Hubschrauber superARTIS wird erforscht, wie schwer erreichbare Katastrophengebiete schnell, kostengünstig und sicher mit Hilfsgütern versorgt werden können.

  • Hilfsgutpaket am superARTIS
    Hilfsgutpaket am superARTIS

    Der unbemannte Hubschrauber superARTIS setzt Lasten zwischen 10 bis 20 Kilogramm ab.

  • superARTIS bei der Landung auf einem Schiff
    superARTIS bei der Landung auf einem Schiff

    Für die Landung wurde das Seil über die Seilwinde vom unbemannten Helikopter SuperARTIS zum Schiffsdeck abgelassen und dort mittels Magneten fixiert. Durch die Fesselung und ein automatisiertes Einholen des Seils wurde der Hubschrauber anschließend zum Schiffsdeck geleitet.

  • Eröffnung des DLR Inszituts für den Schutz maritimer Infrastrukturen
    Eröffnung des DLR Instituts für den Schutz maritimer Infrastrukturen

    Eröffnung des DLR Instituts für den Schutz maritimer Infrastrukturen in Bremerhaven, Stehend von links: Prof. Rolf Henke, DLR Vorstand Luftfahrt, Melf Grantz - Oberbürgermeister der Stadt Bremerhaven, Prof. Dr. Pascale Ehrenfreund - Vorsitzende des Vorstandes des DLR, Prof. Dr. Hansjörg Dittus, Vorstand Raumfahrtforschung und -Technologie, Bürgermeister Dr. Carsten Sieling - Präsident des Senats der freien Hansestadt Bremen, Prof. Dr. Eva Quante-Brandt - Senatorin für Wissenschaft Gesundheit und Verbraucherschutz der Freien Hansestadt Bremen, Dr. Dennis Göge - Gründungsdirektor Institut für den Schutz maritimer Infrastrukturen, Norbert Brackmann - MdB Koordinator der Bundesregierung für die maritime Wirtschaft, Staatsrat Jörg Schulz Senator für Wirschaft, Arbeit und Häfen der Freien Hansestadt Bremen

  • AIS%2dPlus im Test
    AIS-Plus im Test

    Während des Projekts installierten die Wissenschaftler des DLR-Instituts für Kommunikation und Navigation in verschiedenen Häfen neue AIS-Plus-Empfangsstationen. Dann untersuchten sie in verschiedenen Szenarien, wie viele Schiffe von AIS-Plus im Gegensatz zum herkömmlichen AIS-System erkannt werden. Das Bild zeigt Tests im Hafen von Rotterdam.

  • Lagebild vom Rotterdamer Hafen
    Lagebild vom Rotterdamer Hafen

    Die orangefarbenen Punkte zeigen die Schiffssignale, die nur über AIS-Plus empfangen wurden und somit für das herkömmliche System unsichtbar blieben. Das graue Rechteck zeigt die Reichweite der herkömmlichen AIS-Empfangsstation, das orangefarbene die verbesserte Reichweite der AIS-Plus-Station.

  • Columbs%2dModul
    Columbs-Modul: Außenansicht

    Das Columbus-Modul wurde am 11. Februar 2008 an der Steuerbordseite des Verbindungsknotens Harmony dauerhaft an die ISS montiert und in Betrieb genommen. Columbus, Europas Beitrag zur ISS, ist ein Mehrzwecklabor für die multidisziplinäre Forschung unter Schwerelosigkeit. Das Modul ist 6,9 Meter lang und hat einen Durchmesser von 4,5 Meter.

  • Alexander Gerst am Experimentenrack EML und MagVektor/MFX
    Alexander Gerst aktiviert EML und MagVektor/MFX

    Der deutsche ESA-Astronaut Alexander Gerst war vom 28. Mai bis zum 10. November 2014 für die Mission "Blue Dot" auf der Internationalen Raumstation ISS im Einsatz. Während der 165-tägigen Mission war er in 100 verschiedene Experimente aller ISS-Partner eingebunden. Hier im Bild schaltet Alexander Gerst die ESA-Experimente EML und MagVektor/MFX im Columbus-Labor ein.

  • Columbus%2dModul: Labor bei Nacht
    Columbus-Modul: Labor bei Nacht

    Im europäischen Weltraumlabor auf der ISS können bis zu drei Astronauten auf 25 Kubikmetern an wissenschaftlichen Experimenten arbeiten. Im Inneren ist Columbus mit 16 Experimentier-Regalen, sogenannten Racks ausgestattet, in denen ähnlich wie bei Einbauschränken Laborausrüstung, Computer und technische Systeme untergebracht sind. Sie können Versuchseinrichtungen von bis zu 700 Kilogramm Masse aufnehmen und bei Bedarf ausgetauscht oder ersetzt werden. Drei weitere Racks dienen als Stauraum und für die Unterbringung der Infrastruktur, vornehmlich für die Stromversorgung, Datenverteilung und Wasserpumpen sowie das Klima- und Feuerunterdrückungssystem.

  • Columbus Kontrollzentrum
    Columbus Kontrollzentrum

    Das Columbus-Kontrollzentrum (Col-CC) ist Teil des Deutschen Raumfahrtkontrollzentrums (GSOC) im DLR. Es wird im Auftrag der Europäischen Raumfahrtagentur ESA betrieben, die als internationaler Partner im ISS-Projekt auftritt. Von hier aus betreuen Wissenschaftler und Ingenieure die europäischen Aktivitäten auf der Internationalen Raumstation ISS und sind damit die direkte Verbindung ins All.

  • Der deutsche Astronaut Alexander Gerst im Columbus Kontrollzentrum
    Alexander Gerst im Columbus Kontrollzentrum

    Im Jahr 2015 besuchte der deutsche ESA-Astronaut Alexander Gerst im Rahmen seiner Post-Mission Tour "BlueDot" das Deutsche Raumfahrtkontrollzentrum in Oberpfaffenhofen. Während seines Besuches hatte Gerst die Gelegenheit für einen Live-Call zur Internationalen Raumstation (ISS) und sprach mit den Astronauten an Bord.

  • Der Kontrollraum des GSOC zur AZUR%2dMission 1969
    Kontrollraum: AZUR-Mission 1969

    AZUR war der erste deutsche Forschungssatellit. Die Mission wurde in Zusammenarbeit mit den USA durchgeführt. Ziele waren unter anderem die Untersuchung des inneren Strahlungsgürtels der Erde und der Polarlichtzonen der nördlichen Hemisphäre. Das Deutsche Raumfahrtkontrollzentrum (GSOC) betreute den Missionsbetrieb und den Netzwerkbetrieb.

  • Galileo Konstellation %2d Darstellung
    Galileo Konstellation - Darstellung

    Das Galileo-System beruht auf einer Konstellation von 30 Navigationssatelliten im Vollausbau.

  • Das Kontrollzentrum (Ground Control Segment, GCS) in Oberpfaffenhofen übernimmt die Kontrolle und Steuerung der Galileo%2dSatelliten.
    Kontrollzentrum in Oberpfaffenhofen

    Das Kontrollzentrum (Ground Control Segment, GCS) in Oberpfaffenhofen übernimmt die Kontrolle und Steuerung der Galileo-Satelliten.

  • ISS2_sn.jpg
    ISS im Oktober 2018

    Die Internationale Raumstation im Oktober 2018, aufgenommen aus dem Sojus-Raumschiff MS-08 nach dem Abkoppeln. Die NASA-Astronauten Andrew Feustel und Ricky Arnold und der Roskosmos-Kosmonaut Oleg Artemjew führten einen Vorbeiflug aus, bei dem sie diese Aufnahme machten, bevor sie nach 197 Tagen im All zur Erde zurückkehrten.

  • ISS2006_sn.jpg
    Internationale Raumstation im Jahr 2006

    Die Raumstation im Juli 2006. Versorgungsflüge wurden zu dieser Zeit mit dem Space Shuttle Discovery durchgeführt. Der deutsche ESA-Astronaut Thomas Reiter war am 4. Juli 2006 zur ISS gestartet. Er lebte und arbeitete dort 166 Tage als Mitglied der Expedition 13.

  • Raumfahrzeug_sn.jpg
    Die ISS-Module Sarja und Unity

    Die beiden ersten Bestandteile der Internationalen Raumstation: das russische Sarja-Modul (links) und der US-amerikanische Verbindungsknoten Unity. Die Aufnahme entstand am 13. Dezember 1998. Das Sarja-Modul hatte am 20. November 1998 an Bord einer Proton-Rakete seine Reise in die Umlaufbahn angetreten.

Gemeinsam mit der NASA den Emissionen alternativer Flugzeugtreibstoffe auf der Spur. Erfolgreich einen Lander auf dem Asteroiden Ryugu gelandet und Daten von der Oberfläche erhoben. Im Projekt Next Generation Car erste Ergebnisse bei der Forschung am automatisierten und vernetzten Fahren von morgen erzielt. Und bei der ISS-Mission horizons 40 von insgesamt 41 deutschen Experimenten erfolgreich in Schwerelosigkeit durchgeführt. Dies sind nur vier der zahlreichen Highlights aus diesem Jahr.

"Auch 2018 schaut das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt auf ereignisreiche Monate zurück. Mit unseren Forschungsarbeiten habe wir einen wichtigen Beitrag geleistet, nicht nur zur Stärkung des Wirtschafts- und Wissenschaftsstandortes Deutschland, sondern auch bei der Bewältigung globaler Probleme, wie dem Klimawandel und gesellschaftlicher Herausforderungen wie der Digitalisierung", betont Prof. Pascale Ehrenfreund, Vorstandsvorsitzende des DLR. "Dabei konnten wir uns auf die Kooperationen mit unseren nationalen und internationalen Partnern verlassen, vor allem aber auf das Vertrauen und die Unterstützung von Bund und Ländern. Letzteres fand seinen besonderen Ausdruck in einem weiteren Aufwuchs für das DLR, in Form von sieben neuen Instituten und Einrichtungen."

Für Energiewende und Klimaschutz

Im Januar hoben die Luftfahrtingenieure und Atmosphärenforscher des DLR zusammen mit der NASA zu Messflügen über Deutschland ab. Das Ziel des Projekts ND-MAX/ECLIF 2 (NASA/DLR-Multidisciplinary Airborne eXperiments/Emission and CLimate Impact of alternative Fuel): die Erforschung der Klimawirkung von neuen Kerosin/Biokraftstoffgemischen für Flugzeuge. Ihre Partikelemissionen und der Einfluss auf die Wolkenbildung aus Kondensstreifen wurden gemessen, um sie mit denen von klassischem Kraftstoff Jet A-1-Kerosin zu vergleichen.

Elementar für die Energiewende sind die Forschung an neuen Speichern und einem nachhaltigen Energiesystem. Bislang fehlen hocheffiziente und kostengünstige Energiespeicher im Kraftwerksmaßstab. Im Oktober vereinbarten DLR, Universität Stuttgart und das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) den Bau einer gemeinsamen Anlage zur Erforschung neuartiger Batterien, die Strom mit einem Wirkungsgrad von bis zu 70 Prozent speichern können. Dieser wird durch Hochtemperaturwärmepumpen in Wärme umgewandelt, die Wärme wird preiswert gespeichert und - bei Bedarf - mittels eines Wärmekraftprozesses rückverstromt.

Windenergieanlagen stellen eine wichtige Säule der erneuerbaren Energien dar. Im Projekt SmartBlades2 testet das DLR seit Dezember gemeinsam mit Forschungs- und Industriepartnern neuartige, intelligente Rotorblätter. Sie sind mit einer Biege-Torsionskupplung ausgestattet und passen sich selbständig an die Windverhältnisse an: Bei höheren Windgeschwindigkeiten verwindet sich das Rotorblatt, sodass es dem Wind weniger Angriffsfläche bietet. Dadurch wird die Belastung reduziert und die Lebensdauer der Anlage kann erhöht werden.

Über 400 Unternehmen nahmen am Forschungsprojekt "Ich entlaste Städte" teil und haben Lastenfahrräder im praktischen Einsatz getestet. Bei über 12.000 Fahrten nutzten sie auf einer Gesamtdistanz von rund 140.000 Kilometern die klimafreundliche Alternative zu konventionellen Transportfahrzeugen. Bei den Teilnehmern kamen die Räder bereits gut an. Jeder fünfte Nutzer hat am Ende seiner Testphase ein eigenes Lastenrad angeschafft. Das Testangebot in dem Projekt, das unter Leitung des DLR-Instituts für Verkehrsforschung die Akzeptanz, Nutzung und Wirkung von Lastenrädern im Wirtschaftsverkehr untersucht, läuft noch bis Ende 2019.

Neuen Technologien in der Raumfahrt: Gemüse fürs All

Im Januar 2018 erreichte das Gewächshaus EDEN-ISS die Antarktis. Mit dem Labor in der unwirtlichen Umgebung wollten die DLR-Wissenschaftler so dicht wie möglich an die Bedingungen einer Langzeitmission im Weltraum herankommen. Paul Zabel vom DLR-Institut für Raumfahrtsysteme züchtete in dem Gewächshauscontainer Salate, Gemüse und Kräuter mithilfe von künstlichem Licht, effektiven Nährstofflösungen und vollkommen ohne Erde. Mit großem Erfolg: Bis September erntete Zabel 77 Kilogramm Salat, 51 Kilogramm Gurken und 29 Kilogramm Tomaten. Nun wird er nach einem Jahr Aufenthalt wieder nach Bremen zurückkehren. Dieses Forschungslabor erforscht auch gleichzeitig die Nahrungsmittelproduktion in klimatisch ungünstigen Gebieten wie Wüsten und arktischen Regionen.

In der nächsten Stufe werden Gewächshäuser direkt im All getestet. Am 3. Dezember startete dazu Eu:CROPIS in die Erdumlaufbahn. Der DLR-Satellit beherbergt zwei Gewächshäuser, in denen 2019 die ersten Zwergtomaten im All wachsen sollen. Eine aus synthetischem Urin umgewandelte Nährlösung wird als Dünger dienen und Algen werden das System zusammen mit dem Filter unterstützen. Die Mission soll zeigen, wie Astronauten bei künftigen Langzeitmissionen durch biologische Lebenserhaltungssysteme mit frischen Nahrungsmitteln versorgt werden können.

Automatisierte und vernetzte Mobilität: "Next Generation Transport"

Auf der InnoTrans 2018 stellte das DLR das ganzheitliche Logistikkonzept für den Güterverkehr der Zukunft vor: Der Next Generation Train CARGO, ein Hochgeschwindigkeitszug, ist die Basis des Konzepts, das die Attraktivität des Gütertransports auf Schienen steigern soll, um so Umwelt und Straßen zu entlasten.

Neben dem Zug von morgen forscht das DLR auch am Auto der Zukunft. Die Verkehrsforscher präsentierten im Herbst in Braunschweig die ersten Erkenntnisse aus dem Projekt Next Generation Car und zeigten bei Fahrdemonstrationen einen kooperativen Spurwechsel zweier vernetzter und selbständig agierender Fahrzeuge.

Künstliche Intelligenz auf der ISS, eine geglückte Asteroidenlandung und ein "Maulwurf" auf dem Mars

Mission horizons: Am 6. Juni brach der deutsche ESA-Astronaut Alexander Gerst zum zweiten Mal nach 2014 zur Internationalen Raumstation ISS auf. 41 der Experimente waren "made in Germany". Eines der horizons-Highlights war CIMON, ein Astronauten-Assistenzsystem und "Cyberkollege" für Gerst. Der fliegende und autonom agierende CIMON ist mit künstlicher Intelligenz (KI) von IBM Watson ausgestattet und hat im November seinen ersten Einsatz im All erfolgreich absolviert: Rund 90 Minuten interagierte die "High-Tech-Kunststoffkugel" im Columbus-Modul der ISS mit "Astro_Alex".

Die japanische Raumsonde Hayabusa2 erreichte im Juni den Asteroiden Ryugu nach dreieinhalb Jahren Flug. Am Bord: der Lander MASCOT, der am 3. Oktober 2018 auf der Oberfläche abgesetzt wurde und über 17 Stunden Daten an mehreren Positionen sammelte. Damit ist es erstmals gelungen, die Oberfläche eines Asteroiden in diesem Umfang zu erkunden. Ziel der Mission ist es, mehr über den Ursprung und die Entwicklung des Sonnensystems zu erfahren und innovative Technologien für die planetare Exploration zu erproben.

Im Mai begann die Reise der NASA-Landesonde InSight zum Mars, die am 26. November mit der erfolgreichen Landung auf dem Roten Planeten endete. Anfang 2019 werden die Experimente beginnen. Eines ist das DLR-Instrument Heat Flow and Physical Properties Package, kurz HP3. Der "Marsmaulwurf" wird sich voraussichtlich von Januar bis März in kleinen Schritten in bis zu fünf Meter Tiefe vorarbeiten und zwei Jahre lang Daten zu Wärmeleitfähigkeit und Temperaturgefälle im Marsinneren liefern.

Unbemanntes Fliegen und das virtuelle Produkt

Die DLR-Luftfahrtforschung treibt die Digitalisierung des gesamten Lebenszyklus eines Flugzeugs weiter voran: von der Produktion, über die Zulassung und Herstellung bis hin zur Wartung. Ende Oktober eröffnete das DLR mit dem Institut für Test und Simulation für Gasturbinen in Augsburg das letzte der vier neuen Institute, die sich mit der Forschung zur durchgehenden Digitalisierung in der Luftfahrt beschäftigen werden. Die Europäische Kommission hat mit dem Strategiepapier Flightpath 2050 ambitionierte Luftfahrtziele gesetzt: Triebwerke sollen zwischen 75 und 90 Prozent weniger Kohlendioxid und Stickoxide ausstoßen und der Fluglärm soll um 65 Prozent reduziert werden. Um diese Ziele erreichen zu können, müssen unter anderem innovative Triebwerkstechnologien und -konzepte entwickelt werden. Die Augsburger DLR-Wissenschaftler werden dazu ein weltweit einmaliges "Virtuelles Triebwerk" bauen, eine digitale Plattform zur Optimierung von Triebwerkskomponenten bis hin zu seinem "digitalen Zwilling", dem digitalen Abbild des realen Produkts. An der Reduzierung der Lärmbelastung forschen das DLR-Institut für Aerodynamik und Strömungstechnik und das DLR-Institut für Antriebstechnik intensiv: Mit dem zum Low Noise ATRA umgebauten DLR-Forschungsflugzeug testeten die Wissenschaftler im September nachrüstbare Anbauten auf ihre lärmmindernde Wirkung. Eine weitere ATRA-Messkampagne ist für das 2019 unter der Beteiligung beider Institute geplant.

Zweiter aktueller Trend in der Luftfahrt ist die Entwicklung von unbemannten Flugsystemen (Unmanned Aircraft Systems, kurz UAS). Eine Vielzahl an Einsatzmöglichkeiten ist denkbar. So können sie beispielsweise als fliegende Früherkennungssysteme in der Landwirtschaft angewendet werden, um im Weinbau frühzeitig Pilzbefall zu erkennen. Bei Katastrophenhilfseinsätzen können UAS für den Abwurf von Hilfsgütern genutzt werden. Und von Schiffen aus gestartet, können sie schnell und automatisiert Lagebilder aus der Luft erstellen und so zum Schutz von Seewegen beitragen.

Krisen- und Katastrophenmanagement der Zukunft: Sicherheit in Häfen und auf See

Neben den Seewegen sind auch Häfen und Offshore-Windparks vor Unfällen und Angriffen zu schützen. Im Oktober eröffnete das DLR das Institut für den Schutz maritimer Infrastrukturen in Bremerhaven. Es ist europaweit das erste seiner Art. Ein Fokus wird die Entwicklung neuer Technologien zur Steigerung der Resilienz sein, der Fähigkeit maritimer Infrastrukturen, auch bei Störungen nicht auszufallen.

Mit AIS-Plus testete das Institut für Kommunikation und Navigation im Hafen von Rotterdam eine verbesserte Variante herkömmlicher AIS-Empfänger (Automatic Identification System). Das neue System soll Positionsmeldungen von Schiffen in Küstennähe mit einer größeren Zuverlässigkeit und höheren Reichweite empfangen - und das auch bei hohem Verkehrsaufkommen und schlechten Übertragungsbedingungen.

2018 - ein Jahr der Jubiläen

"Happy Birthday, Columbus" hieß es im Februar. Das multidisziplinäre Labor zur Forschung in Schwerelosigkeit ist Europas Beitrag zur Internationalen Raumstation ISS und feierte seinen zehnten Geburtstag. Einen Monat später wurde das Deutsche Raumfahrtkontrollzentrum (GSOC) 50 Jahre alt. Mehr als 70 Raumfahrtmissionen wurden in der DLR-Einrichtung am Standort Oberpfaffenhofen seit seinem Bestehen durchgeführt.

Das GSOC ist auch die Heimat des Galileo-Kontrollzentrums. Nachdem im Juli die Satelliten "Tara", "Samuel", "Anna" und "Ellen" in den Orbit gebracht wurden, soll es Nutzern Anfang 2019 erstmals möglich sein, weltweit und ausschließlich über Galileo-Signale zu navigieren. Für Ende 2020 ist der Start der letzten Satelliten der Galileo-Familie geplant.

Ende November feierte das größte internationale Technologieprojekt aller Zeiten ebenfalls einen runden Geburtstag: Das Gesamtprojekt ISS wurde bereits 20 Jahre alt. Am 20. November 1998 startete das erste ISS-Element mit einer russischen Proton-Rakete in die Erdumlaufbahn. Nach und nach wuchs die Station, auf der sich seit November 2000 ständig Astronauten aufhalten. Sie wird gemeinsam von den USA, Russland, den Mitgliedsstaaten der Europäischen Weltraumorganisation ESA, Kanada und Japan betrieben.

Zuletzt geändert am:
01.03.2019 13:38:09 Uhr

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Philipp Burtscheidt
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

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