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Girls'Day 2019 beim DLR

Mädchen erleben die Welt der Forschung

Girls'Day 2019 beim DLR

Freitag, 29. März 2019

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  • Galvanik%2dExperiment
    Galvanik-Experiment

    Bei diesem Experiment vergleichen Schüler die Festigkeit und Leitfähigkeit verschiedener Verbundwerkstoffe, die als Kühlkörper dienen sollen.

  • Besuch bei der ESA
    Besuch bei der ESA

    Ein besonderer Stopp auf dem DLR-Gelände war für die Schülerinnen der Besuch im Europäischen Astronautenzentrum EAC. Beeindruckt von der Ausbildungsstätte - Astronautinnen und Astronauten aus der ganzen Welt trainieren an einem kompletten Nachbau des Columbus-Labors der Internationalen Raumstation ISS ihre Zusammenarbeit - zeigte ihnen der Besuch dort auch, wie relevant das Thema Mädchen in von Männern dominierten Berufen ist: Bislang hat es noch keine deutsche Astronautin gegeben, erfuhren die Mädchen bei ihrem Besuch in der ESA. "Noch nicht", lautet prompt das Echo aus einer begeisterten Gruppe.

  • Schülerinnen im DLR_School_Lab in Köln
    Schülerinnen im DLR_School_Lab in Köln

    Rund 120 Mädchen erhielten am DLR-Standort Köln spannende Einblicke in aktuelle Forschungsprojekte. Dabei ging es unter anderem um die Entwicklung von Werkstoffen, die Leitfähigkeit verschiedener Materialien, um Antriebstechnik, Energie und Raumfahrt.

  • Stickstoff%2dExperiment
    Stickstoff-Experiment

    Versuche mit Flüssigstickstoff haben die Schülerinnen mit großem Interesse verfolgt - nicht zuletzt wegen der nach dem Bad in Flüssigstickstoff zerbrechlichen Tulpen und des Dampfs aus Mund und Nase.

  • Girls'Day 2019 in Oberpfaffenhofen
    Girls'Day 2019 in Oberpfaffenhofen

    20 Mädchen besuchten dieses Jahr den DLR-Standort Oberpfaffenhofen.

  • Columbus Kontrollzentrum in Oberpfaffenhofen
    Columbus-Kontrollzentrum in Oberpfaffenhofen

    Die Mädchen besuchten das Deutsche Raumfahrtkontrollzentrum und warfen einen Blick in die Satellitenkontrollräume und das Columbus-Kontrollzentrum. Dort erfuhren sie, wie Satelliten in ihrer Umlaufbahn gehalten werden.

  • Raketenbau
    Raketenbau

    Spannend war auch zu erfahren, wie der Antrieb von Raketen funktioniert.

  • Raketenstart
    Raketenstart

    Anschließend ließen sie ihre selbstgebaute Rakete - eine umfunktionierte Wasserflasche - auf dem Außengelände in die Luft starten.

  • Girls'Day 2019 in Lamboldshausen
    Girls'Day 2019 in Lamboldshausen

    Wissenschaftlerinnen und Mitarbeiterinnen des DLR Lampoldshausen stellten 15 Schülerinnen ihre technischen und naturwissenschaftlichen Studienfächer und Arbeitsbereiche vor und berichteten über ihre Aufgaben und Erfahrungen aus den Bereichen Luft- und Raumfahrt.

  • Girls'Day 2019 in Braunschweig
    Girls'Day 2019 in Braunschweig

    Genau 45 Schülerinnen tauchten in die faszinierende Welt der Forschung am DLR-Standort Braunschweig ein. Die Ingenieurin Dr. Bianca Schuchardt vom Institut für Flugführung berichtete über ihre spannende Forschungsarbeit und zeigte Wege auf, die über Schule, Studium und die Wahl des richtigen Arbeitgebers zu einem spannenden Beruf führen.

  • An den DLR-Standorten Berlin, Braunschweig, Bremen, Göttingen, Köln, Lampoldshausen, Neustrelitz, Oberpfaffenhofen und Stuttgart erhielten rund 400 Mädchen spannende Einblicke in die DLR-Forschungsbereiche Luftfahrt, Raumfahrt, Energie, Verkehr und Sicherheit.
  • In den DLR_School_Labs konnten die Schülerinnen selbst Experimente durchführen und Forschung hautnah erleben.
  • Der Girls’Day ist ein bundesweites Berufsorientierungsprojekt für Schülerinnen ab der fünften Klasse
  • Schwerpunkt: Nachwuchsförderung

Satellitendaten auswerten, Raketen bauen oder einmal Fluglotsin sein - am bundesweiten Girls'Day am 28. März 2019 konnten rund 400 Schülerinnen an neun verschiedenen Standorten des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in den Forschungsalltag hineinschnuppern.

Eigene Mond-Mission erleben

Im DLR-Standort Bremen beschäftigten sich rund 25 Mädchen im Institut für Raumfahrtsysteme vor allem mit der Mondforschung und gingen im DLR_School_Lab solchen Fragen nach, wie wird überhaupt der Mond erforscht? Oder, wie sind Astronautenanzüge aufgebaut? In Mitmach-Experimenten erlebten die Mädchen ihre eigene Mond-Mission, angefangen vom Raketenstart, bis hin zur Landung und Erkundung des Erdtrabanten mit selbstprogrammierten Robotern.

Löten und Werkeln

Vor allem die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten standen im Mittelpunkt des Girls‘Day am DLR-Standort Göttingen, den 45 Schülerinnen besuchten. Sie informierten sich zunächst über die Forschungsarbeiten und sprachen mit Mitarbeiterinnen dort, bevor sie in Kleingruppen sich für diesen Tag ihren Arbeitsplatz aussuchten: Unter anderem lernten sie zu löten, werkelten in der DLR-eigenen Ausbildungswerkstatt, konstruierten und kamen zum Einsatz bei Tätigkeiten zu Messungen im Windkanal und bei der Hubschrauberforschung.

Die Welt von oben: Was Satelliten zeigen

Die faszinierende Welt der Raumfahrt stand im Mittelpunkt für 20 Mädchen am DLR-Standort Oberpfaffenhofen. Sie experimentierten im DLR_School_Lab mit Navigationsgeräten, verglichen GPS-Geräte mit früher zur Navigation genutzten Hilfsmitteln wie Kompass und Sextant und programmierten selbst.

Die Mädchen lernten das Auswerten von Satellitenbildern und ihre Bedeutung für die Forschung insbesondere zum globalen Klimawandel. Spannend war auch zu erfahren, wie der Antrieb von Raketen funktioniert. Anschließend ließen sie ihre selbstgebaute Rakete - eine umfunktionierte Wasserflasche - auf dem Außengelände in die Luft starten.

Zum Abschluss besuchten die Mädchen das Deutsche Raumfahrtkontrollzentrum und warfen einen Blick in die Satellitenkontrollräume und das Columbus-Kontrollzentrum. Dort erfuhren sie, wie Satelliten in ihrer Umlaufbahn gehalten werden.

Girlpower: Wege in die Forschung

Genau 45 Schülerinnen tauchten in die faszinierende Welt der Forschung am DLR-Standort Braunschweig ein. Die Ingenieurin Dr. Bianca Schuchardt vom Institut für Flugführung berichtete über ihre spannende Forschungsarbeit und zeigte Wege auf, die über Schule, Studium und die Wahl des richtigen Arbeitgebers zu einem spannenden Beruf führen.

Inspiriert vom Thema Luftfahrt, lernten die Mädchen im DLR_School_Lab die Grundlagen der Flugmechanik experimentell mit dem Basteln von Flugzeugen kennen. Im Simulatorzentrum AVES (Air VEhicle Simulator) durften sie in den Cockpits des Forschungs-Airbus A320 ATRA und des Forschungshubschrauber EC 135 FHS Platz nehmen und die Flugsimulatoren selbst ausprobieren.

Nachdem die Schülerinnen eine gute Vorstellung von den Grundlagen der Konstruktion von Flugzeugen und deren Steuerung als Pilotin hatten, nahmen sie im Institut für Flugführung die Rolle einer Fluglotsin ein: Im Simulator ATMOS probierten sie aus, wie Flugzeuge sicher und effizient durch den Luftraum geleitet werden. Im Anschluss besuchten sie die Ausbildungsstätte, wo sie spannende Ausbildungsberufe im DLR kennenlernten und selbst handwerklich aktiv wurden.

Robotische Erforschung des Sonnensystems

In einer spannenden Experimentier-Rallye erhielten rund 50 Schülerinnen im DLR_School_Lab Berlin Einblicke in die DLR-Forschungsbereiche Luftfahrt, Raumfahrt, Energie und Verkehr und besuchten im Schülerlabor dazu verschiedene Experimentierstationen.

Im Anschluss stellten Wissenschaftlerinnen der Institute für Verkehrsforschung und Verkehrssystemtechnik den Teilnehmerinnen ihre Arbeitsplätze vor und beantworteten Fragen zu möglichen Berufsperspektiven und aktuellen Forschungsthemen, beispielsweise wie der Verkehr in 20 Jahren aussehen könnte. Spannend war auch der Besuch im Institut für Optische Sensorsysteme, das die Türen des LIBS-Labors (LIBS - Laser induzierte Plasmaspektroskopie) für die robotische Erforschung des Sonnensystems öffnete. Hier kann mittels eines Lasers die elementare Zusammensetzung von Oberflächen festgestellt werden. Dies ist besonders interessant für zukünftige Missionen zu anderen Planeten. In der Abteilung "Weltrauminstrumente“ erfuhren die Besucherinnen, wie Flughardware gefertigt und umgesetzt und wie deren Qualität gesichert wird.

Bei einer "Speed-Tausch“-Runde mit den Wissenschaftlerinnen des Instituts für Planetenforschung konnten die Teilnehmerinnen Fragen zum Sonnensystem, aktuellen Weltraummissionen und Forschungsarbeiten stellen und erfahren, welche beruflichen Laufbahnen die Forscherinnen bisher genommen haben.

Wasser als Barriere für Infratrot

Rund 120 Mädchen erhielten am DLR-Standort Köln spannende Einblicke in aktuelle Forschungsprojekte. Dabei ging es unter anderem um die Entwicklung von Werkstoffen, die Leitfähigkeit verschiedener Materialien, um Antriebstechnik, Energie und Raumfahrt. In Kleingruppen besuchten sie die Institute am Standort. Dort sahen sie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern bei ihrer Arbeit über die Schulter und informierten sich über den Werdegang der Forschenden.

Selbst ausprobieren und experimentieren durften sie im DLR_School_Lab beispielsweise zum Thema Infratrotstrahlen: Wie funktionieren überhaupt Infrarotmessungen, die beispielsweise das fliegende Infrarot-Oberservatorium Sofia des DLR durchführt, um die Entwicklung von Milchstraßensystemen und Entstehung von Sternen und des Sonnensystems zu erforschen. Mit einem kleinen Infrarotmessgerät testeten die Schülerinnen, was die Strahlen durchdringen können und was nicht. Wasser, so erlebten sie bei ihren Versuchen, erschwert die Messungen. Das ist der Grund, weshalb das Forschungsflugzeug Sofia die Messungen in der Stratosphäre durchführt, da die so gut wie kein Wasser enthält.

Ein besonderer Stopp auf dem DLR-Gelände war für die Schülerinnen der Besuch im Europäischen Astronautenzentrum EAC. Beeindruckt von der Ausbildungsstätte - Astronautinnen und Astronauten aus der ganzen Welt trainieren an einem kompletten Nachbau des Columbus-Labors der Internationalen Raumstation ISS ihre Zusammenarbeit - zeigte ihnen der Besuch dort auch, wie relevant das Thema Mädchen in von Männern dominierten Berufen ist: Bislang hat es noch keine deutsche Astronautin gegeben, erfuhren die Mädchen bei ihrem Besuch in der ESA. "Noch nicht“, lautet prompt das Echo aus einer begeisterten Gruppe.

Begleitet wurden die Mädchen übrigens von einer russischen Delegation, die im Rahmen einer Kooperation der deutschen Bundesregierung mit der Regierung der Russischen Föderation zum Bereich Berufsförderung stattfand, die sich speziell über die Durchführung des Girls‘Day informierte.

Feuer und Flamme

Im wahrsten Sinn heiß her ging es beim DLR-Standort Stuttgart. Rund 50 Teilnehmerinnen forschten und experimentierten an verschiedenen Stationen. Im Institut für Technische Physik erlebten sie mittels einer Hochgeschwindigkeitskamera die Welt in Slow Motion, bauten sich eine eigene Platine, forschten mit einem Oszilloskop und bauten sich im Institut für Technische Thermodynamik ihren eigenen Wärmespeicher zum Mitnehmen. Im Institut für Verbrennungstechnik waren die Mädchen gefordert mit Hilfe eines Laserstrahls die einzelnen Bestandteile der Flamme zu bestimmen. Das so gewonnene Wissen half den Mädchen zu verstehen, was genau bei Verbrennung passiert.

Luft der Raumfahrt schnuppern

Wissenschaftlerinnen und Mitarbeiterinnen des DLR Lampoldshausen stellten 15 Schülerinnen ihre technischen und naturwissenschaftlichen Studienfächer und Arbeitsbereiche vor und berichteten über ihre Aufgaben und Erfahrungen aus den Bereichen Luft- und Raumfahrt.

In Workshops konnten die Mädchen in verschiedene Themengebieten aus dem MINT-Bereich reinschnuppern: Raketen-Prüfstände wurden besichtigt und verschiedene Arbeitsbereiche gezeigt. Unter Anleitung und mit Hilfe der Auszubildenden konnten die Mädchen in der DLR-Werkstatt eigene beispielsweise Kerzenhalter im Raketen-Design anfertigen. Auch Versuche mit Flüssigstickstoff haben die Schülerinnen mit großem Interesse verfolgt - nicht zuletzt wegen der nach dem Bad in Flüssigstickstoff zerbrechlichen Tulpen und des Dampfs aus Mund und Nase.

Teil des Programms war auch ein Besuch im DLR_School_Lab. Hier hatten die Mädchen die Möglichkeit mehr über die Themen Satellitennavigation, Schwerelosigkeit oder Internationale Raumstation zu erfahren.

Im DLR_School_Lab Neustrelitz waren rund 20 Schülerinnen zu Gast. Dort drehte sich alles um das Thema Satelliten. Neben Experimenten zum Satellitenempfang, also der Frage, wie die künstlichen Trabanten funktionieren und wie ein Empfang geplant und realisiert wird, ließen die Nachwuchsforscherinnen selbst gebastelte Raketen Wasserraketen starten. Ziel war es, eine möglichst große Flughöhe zu erreichen. Dazu wurden am Raketenprüfstand im Labor verschieden Versuche durchgeführt. Um zu erfahren, unter welchen Bedingungen Satelliten im All funktionieren müssen, erforschten die Schülerinnen in einem Experiment das Phänomen beispielsweise das Verhalten verschiedener Stoffe und Materialien im Vakuum. Darüber hinaus konnten sich die Besucherinnen über mögliche Berufe und Ausbildungen im DLR informieren.

Der Girls’Day im DLR

Die DLR-Standorte beteiligen sich schon seit vielen Jahren am Mädchen-Zukunftstag mit dem Ziel, Mädchen für Naturwissenschaft und Technik zu begeistern. Der Girls‘Day gilt nach eigenen Angaben als das größte Berufsorientierungsprojekt für Schülerinnen weltweit. Am 28. März 2019, dem diesjährigen "Mädchenzukunftstag", öffneten deutschlandweit Unternehmen, Betriebe und Hochschulen ihre Türen für junge Frauen, um ihnen einen Einblick in die Berufswelt zu geben und sie für Naturwissenschaft, Technik, Handwerk und IT zu begeistern. Auch am DLR konnten an insgesamt neun Standorten rund 400 Schülerinnen einen Blick hinter die Kulissen werfen.

In den DLR_School_Labs experimentierten die Nachwuchsforscherinnen ab der fünften Klasse und erhielten spannende Einblicke in die Forschungsbereiche Luftfahrt, Raumfahrt, Energie, Verkehr und Sicherheit. Während der Girls Day nur einmal jährlich stattfindet, fördert das DLR das ganze Jahr hindurch den wissenschaftlichen Nachwuchs. In seinen School-Labs begrüßt das DLR pro Jahr rund 40.000 Schülerinnen und Schüler und bietet ihnen die Möglichkeit Naturwissenschaft und Technik spannend zu erleben.

Zuletzt geändert am:
08.04.2019 09:32:29 Uhr

Kontakte

 

Andreas Schütz
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Leitung Media Relations, Pressesprecher

Tel.: +49 2203 601-2474

Fax: +49 2203 601-3249