ViMiTrans – Verkehrsinnovationen und Migrationsmethoden für die Transformation des Verkehrs

Verkehrsinnovationen und Migrationsmethoden für die Transformation des Verkehrs
Im Fokus des DLR-Projekts ViMiTrans steht die Beschleunigung des Transformationsprozesses durch die Entwicklung von Transformationspfaden für Städte und Regionen, die sie bei der Einführung gesellschaftlicher und von Nutzenden akzeptierten, innovativen Mobilitätslösungen unterstützt.

Das Forschungsprojekt Verkehrsinnovationen und Migrationsmethoden für die Transformation des Verkehrs (ViMiTrans) zielt darauf ab, die Transformation im deutschen Verkehrssektor zu beschleunigen. Obwohl eine Veränderung dringend geboten ist, gibt es auf mehreren Ebenen Hindernisse. Diese erschweren es, Innovationen im Verkehrssektor umzusetzen.

Projektlogo ViMiTrans

Ein wichtiges Ziel des Projekts ist es, neue Technologien erfolgreich einzuführen und diese in die strategische Verkehrsplanung von Städten und Regionen zu integrieren. Mit dem Projekt ViMiTrans wollen wir hierfür Modelle entwickeln. Entscheidend ist dabei, dass diese Modelle von der Gesellschaft und den Nutzerinnen und Nutzern akzeptiert werden. Wir orientieren uns dabei an bestehenden Ansätzen, wie dem Sustainable Urban Mobility Plan (SUMP). In diesem Plan für nachhaltige, städtische Mobilität empfiehlt die Europäische Kommission Städten, nachhaltige Mobilitätspläne als Eckpfeiler europäischer Mobilitätspolitik umzusetzen. Diese sollen dazu beitragen, die Lebensqualität im gesamten funktionalen Stadtgebiet zu steigern.

Ein Transformationskompass gibt den Kommunen praxisnahe Werkzeuge an die Hand

Unser Ziel ist es, Transformationspfade für Städte und Regionen zu entwickeln, die auf diesen Modellen aufbauen. Zu den Maßnahmen dieser Strategien zählen etwa die Einführung von Parkraummanagement, neue Angebote für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) oder Mobilitätsstationen mit Sharing-Angeboten. Ein Transformationskompass soll Kommunen zudem praxisnahe Werkzeuge an die Hand geben. Diese dienen dazu, die Maßnahmen für den betreffenden städtischen oder ländlichen Raum gezielt auszuwählen und einzuführen. Außerdem dienen sie dazu, die Wirkung der Maßnahmen auf die Mobilität zu beobachten und zu bewerten und sie in Transformationspfade einzubinden. Zu solchen Maßnahmen zählen etwa intermodale Angebote, Ladekonzepte oder die Nutzung neuer Fahrzeugtypen.

Drei zentrale Themenfelder bilden das Herzstück von ViMiTrans

Wir bearbeiten im Projekt ViMiTrans drei zentrale Themenfelder: Transformationen und verkehrsökonomische Bewertungen, strategische Planungs- und Monitoringprozesse und innovative und integrierte Fahrzeug- und Infrastrukturkonzepte. Im Bereich der Transformationen und verkehrsökonomische Bewertungen analysieren wir, welche Faktoren den Erfolg von technologischen, organisatorischen und regulatorischen Innovationen im Verkehrssektor beeinflussen. Zudem identifizieren wir die wichtigsten Hindernisse für die Umsetzung.

Innerhalb der strategischen Planungs- und Monitoringprozesse entwickeln wir einen flexiblen und anpassungsfähigen strategischen Planungsprozess sowie Werkzeuge im Rahmen des Transformationskompasses. Dieser ermöglicht es, Maßnahmen auszuwählen und ihre Einführung kontinuierlich und SUMP-konform zu überwachen und anzupassen. Dieser Prozess sowie die Werkzeuge sollen die Anforderungen verschiedener Interessengruppen integrieren und flexible Transformationspfade definieren.

Im Bereich der innovativen und integrierten Fahrzeug- und Infrastrukturkonzepte entwickeln wir Gesamtfahrzeugkonzepte für alle Verkehrsebenen. Diese berücksichtigen die Anforderungen unterschiedlicher Interessengruppen sowie ökologische Sachzwänge. Hierfür führen wir eine detaillierte Analyse der Bedürfnisse und Erwartungen der verschiedenen Akteure durch. Außerdem entwickeln wir Tools, um neue Fahrzeugkonzepte zu bewerten sowie Strategien, um diese am Markt einzuführen.

Transfer durch die Einbindung von Projektpaten

Um unsere Ergebnisse in der Praxis zu testen und zu validieren, arbeiten sieben Institute und Forschungseinrichtungen des DLR in einer Pilotregion eng mit Akteuren aus der kommunalen und regionalen Verwaltung, der Verkehrswirtschaft und der Industrie zusammen. Die Zusammenarbeit mit diesen Projektpaten soll sicherstellen, dass unsere Ergebnisse praxistauglich sind und die tatsächlichen Bedürfnisse der verschiedenen Akteure berücksichtigen.

Das Projekt ViMiTrans – Verkehrsinnovationen und Migrationsmethoden für die Transformation des Verkehrs

  • Projektdauer: 1. Januar 2025 bis 31. Dezember 2027
  • Federführendes Institut: DLR-Institut für Verkehrsforschung
  • Projektart: Grundfinanziertes Projekt
  • Fördermittelgeber: Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR)