11. September 2026 | Transport und Logistik: smart, automatisiert, robotisch unterstützt

DLR auf der IAA Transportation 2026

  • Das DLR zeigt auf der IAA Transportation 2026, wie KI, Automatisierung, Robotik und digitale Technologien Transport und Logistik weiterentwickeln können.
  • Im Projekt IMoGer verbindet das DLR autonome Fahrzeuge mit einem modularen Konzept für den flexiblen Transport von Personen und Gütern.
  • Sichere KI, robotische Systeme und virtuelle Entwicklungsumgebungen unterstützen dabei, Logistikprozesse effizienter, robuster und praxisnäher zu gestalten.
  • Schwerpunkte: Verkehr, Mobilität der Zukunft, Digitalisierung, autonomes Fahren, KI, Robotik

Auf der internationalen Messe für Logistik, Nutzfahrzeuge und den Transportsektor IAA Transportation in Hannover gibt das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) vom 15. bis 20. September 2026 einen Einblick in aktuelle Forschungsprojekte. Im Mittelpunkt des DLR-Stands (Halle 13, C56) stehen robotisch unterstützte, ganzheitliche und modulare Lösungen für Transport und Logistik. Diese entwickelt und testet das DLR gemeinsam mit Partnern aus der Industrie und dem öffentlichen Bereich.

Wirtschaft und Gesellschaft benötigen zuverlässige, leistungsfähige und wirtschaftlich tragfähige Transport- und Logistiksysteme. Um das zu erreichen, erarbeiten wir beim DLR die dafür notwendigen Technologiebausteine, Werkzeuge und Betriebsprozesse und begleiten die praktische Umsetzung. Das reicht von der ersten Konzeption bis in den realen Betrieb. Damit greifen wir zentrale Bedarfe der Industrie auf. Die Lösungen des DLR zeigen schon heute die Zukunft der Mobilität. Gleichzeitig beschleunigen sie die Einführung von Innovationen und unterstützen zum Beispiel den Markthochlauf von autonomen Transport- und Logistikangeboten.

Prof. Meike Jipp, DLR-Bereichsvorständin Energie und Verkehr

IMoGer: autonom, modular und smart

Im Projekt IMoGer (Innovative modulare Mobilität Made in Germany) entwickelt und testet das DLR ein in seiner Vielseitigkeit und Praxisnähe einzigartiges Mobilitätsangebot: Es kombiniert den autonomen, flexiblen und bedarfsorientierten Transport von Personen und Gütern auf kurzen und mittleren Strecken. Darunter versteht man etwa den Weg vom Bahnhof oder der Haltestelle nach Hause oder den letzten Teil der Transportkette vom Logistikzentrum zum innenstädtischen Verteilzentrum. IMoGer unterstützt den Markthochlauf des autonomen Fahrens in Deutschland und der damit verbundenen Technologien, Innovationen und Services. Im zweiten Halbjahr 2027 ist ein Erprobungsbetrieb in einem Stadtteil von Braunschweig geplant. Dazu wird eine kleine Flotte von ebenfalls am DLR entwickelten U-Shift-Fahrzeugen unterwegs sein. Diese Fahrzeuge bestehen aus einem elektrisch angetriebenen, autonom fahrenden u-förmigen Driveboard. Je nach Aufgabe befördert es eine Kapsel für den Transport von Personen oder Gütern. Mit IMoGer wird erstmals ein mittelschweres autonomes Nutzfahrzeug autonom im städtischen Bereich auf öffentlichen Straßen unterwegs sein, das für maximale Wirtschaftlichkeit die Synergiepotenziale zwischen Personen- und Güterverkehr nutzt. Auf der IAA Transportation stellt das DLR ein U-Shift-Driveboard und eine Cargo-Kapsel aus. Ein Screen-Exponat erläutert das Gesamtprojekt und die Vorbereitungen für den IMoGer-Erprobungsbetrieb: Es thematisiert zum Beispiel die Zulassung und Einbindung in Betriebsprozesse und Systeme der Partner aus dem Logistikbereich und dem öffentlichen Nahverkehr. Das Bundesministerium für Verkehr fördert IMoGer mit rund 35 Millionen Euro.

Sichere KI unterstützt Mensch-Technik-Kooperation in der Logistik

Anhand eines Demonstrators zeigt das DLR auf seinem Messestand, wie Mensch und Maschine mit künstlicher Intelligenz (KI) jederzeit sicher und präzise zusammenarbeiten können. Diese Technologie kann in der Logistik oder industriellen Fertigung eingesetzt werden und dort die Effizienz erheblich steigern. Beim Exponat erhält ein intelligenter Roboter-Greifarm Anweisungen vom Menschen, um ein Modell des U-Shift-Fahrzeugs zu be- und entladen. Im Fokus der DLR-Forschungsarbeiten steht die Betriebssicherheit der eingesetzten KI. Ein separater Monitor veranschaulicht, wie sie „denkt“: Aus der Perspektive der KI ist die Zusammenarbeit von Mensch und Maschine, etwa das Übergeben von Paketen, Bauteilen oder Werkzeugen, ein potenziell risikoreicher Prozess. Denn vor allem das Verhalten des Menschen ist für sie schwer vorhersehbar. Dem begegnet die KI mit möglichst robusten Sicherheitsfunktionen und einer allgemein hohen Betriebssicherheit des gesamten Prozesses. So sind Nutzende und verladene Güter jederzeit abgesichert.

Entwicklung und Test von KI für robotische Anwendungen in Industrie und Logistik

Das DLR arbeitet an einer Plattform, um KI-basierte Anwendungen in einem industriellen Maßstab zu entwickeln und testen. Diese KI-Anwendungen sollen wiederum die Entwicklung robotischer Systeme beschleunigen, um beispielsweise Lieferketten zu automatisieren. Dazu entsteht auf Basis von digitalen Zwillingen eine Arbeitsumgebung, die industrielle Aufgabenstellungen realitätsgetreu abbildet. Je nach Bedarf verschmelzen dafür reale und digitale Ebenen zu einer interaktiven und immersiven Welt. Besuchende des DLR-Stands können die Plattform und einen beispielhaften Anwendungsfall mit einer VR-Brille erkunden. Das Ziel dieser Anwendung ist, die Leistung und Resilienz von Prozessschritten in der Logistik durch den Einsatz von lernenden Systemen zu steigern, die Interaktion zwischen Mensch und KI-Roboter abzusichern und die Cyber-Sicherheit zu erhöhen.

Digitale Technologien für die Mobilität der Zukunft

Das interaktive Exponat Smart Sphere präsentiert ausgewählte Forschungsbereiche des DLR und zeigt, wie digitale Technologien die Mobilität von morgen verändern können. Zu den dargestellten Szenarien gehören zum Beispiel software-definierter Straßenverkehr, das virtuelle Testen von autonomen Fahrzeugfunktionen für eine schnellere Zulassung oder die Unterstützung des autonomen Fahrens durch smarte Infrastruktur.

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