EU-Projekt

RemoteReadyMove

RemoteReadyMove entwickelt und testet einen Rahmen für die Remote Operation von automatisierten Fahrzeugen - ein wichtiger Baustein für die Zukunft der vernetzten und automatisierten Mobilität in Europa. Das Projekt konzentriert sich nicht nur auf die technologische Innovation, sondern auch darauf, sicherzustellen, dass diese Systeme sicher, wirtschaftlich tragfähig und gesellschaftlich akzeptiert sind.

Die Integration von autonomen Fahrzeugen in unsere Verkehrssysteme hat das große Potenzial, die Art und Weise, wie wir reisen und Güter transportieren, zu revolutionieren. Als Teil des Systems der vernetzten, kooperativen und automatisierten Mobilität (CCAM) versprechen diese Fahrzeuge sicherere Straßen, eine Verfügbarkeit rund um die Uhr, eine höhere Effizienz der Verkehrssysteme sowie eine Reduzierung der wirtschaftlichen und ökologischen Kosten.

Ein großflächiger Einsatz von CCAM-Systemen ist jedoch noch nicht erfolgt. RemoteReadyMove adressiert einen wichtigen Baustein für die Einführung solcher Systeme: Die Remote Operation. Indem ein menschlicher Operateur das Fahrzeug aus der Ferne unterstützen kann – durch Überwachung, Hilfestellung oder Übernahme in komplexen Situationen – wird der Einsatzbereich des autonomen Fahrzeugs ausgeweitet. Dies führt zu einer höheren Verfügbarkeit, Robustheit, Widerstandsfähigkeit und Attraktivität von CCAM-Systemen.

Das Ziel von RemoteReadyMove ist der Aufbau, die Validierung und der Einsatz eines technologischen, wirtschaftlich tragfähigen und gesellschaftsfähigen Rahmens für die Remote Operation als eine wichtige Säule des künftigen CCAM-Systems. Zu diesem Zweck wendet das Projekt eine Societal Readiness-Methode an, die die Bedürfnisse und Erwartungen der verschiedenen Interessengruppen in den Mittelpunkt der Teleassistenzprozesse stellt.

Das Projekt mit 14 Teilnehmern unter der Leitung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) umfasst sechs Teststandorte in Schweden, Deutschland, Frankreich, Spanien und Griechenland. Es konzentriert sich auf die technologische Weiterentwicklung von Komponenten und die Evaluation verschiedener Anwendungen zur Teleassistenz im Bereich Güter- und Personentransport.

Durch die Modellierung des komplexen Systems der Remote Operation und den Vergleich der Ergebnisse aus den Pilotprojekten generiert RemoteReadyMove Richtlinien und politische Empfehlungen, einen Rahmen für die Gewährleistung der Sicherheit und Aktualisierungen der CCAM-Roadmaps, die sich mit den Problemen der Remote Operation befassen, die für einen groß angelegten Einsatz von CCAM-Systemen gelöst werden müssen.

Dementsprechend beweist RemoteReadyMove, dass autonome Fahrzeuge sicher, effizient und gesellschaftlich akzeptiert sein können, wenn sie von der Remote Operation als Rückfallebene unterstützt werden, und ebnet den Weg für eine neue Generation nachhaltiger und intelligenter Mobilitäts- und Logistikdienste in der gesamten EU.

Projektname:
RemoteReadyMove – Advancing Technical and Societal Readiness of Remote Operation in Connected, Cooperative, and Automated Mobility (CCAM) Services for People and Goods

Laufzeit:
06/2026 to 05/2029

Fördergeber:
European Commission – Horizon Europe Funding
(Call: HORIZON-CL5-2025-04-D6-01 RIA)

EU Horizon Finanzierung:
€ 5.9 Mio

Mehr Informationen zu dem Thema Remote Operation:

Dieses Projekt wird geleitet von der Abteilung:

Kontakt

Sten Ruppe

Kommissarischer Abteilungsleiter
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
Institut für Verkehrssystemtechnik
Kooperative Straßenfahrzeuge und Systeme
Rutherfordstr. 2, 12489 Berlin