Die drei Verwertungsboards des Projekts IMoGer
Ein zentrales Anliegen des Projekts ist es, nicht nur technische Innovationen zu entwickeln, sondern diese auch dauerhaft nutzbar zu machen. Dafür werden drei sogenannte Verwertungsboards eingerichtet: begleitende Gremien, die das Projektkonsortium fachlich beraten, wichtige Beteiligte frühzeitig einbinden und dafür sorgen, dass die Ergebnisse den Weg in einen den Regelbetrieb finden können.

Board 1 – Wirtschaft und Industrie
Dieses Board bündelt die marktorientierten Perspektiven: Vertreten sein werden Unternehmen aus der Fahrzeugentwicklung und -produktion, Automobilhersteller (OEM), Zulieferer sowie potenzielle Betreiber autonomer Mobilitätsangebote. Ihre Aufgabe ist es, die technischen Anforderungen an die Fahrzeugentwicklung aus Sicht des Marktes zu formulieren und den Weg in eine perspektivische Serienproduktion mitzugestalten. So soll sichergestellt werden, dass die im Projekt entwickelten Lösungen nicht nur technisch funktionieren, sondern auch wirtschaftlich tragfähig und skalierbar sind.
Board 2 – Homologation, Zulassung und Standardisierung
Bevor autonome Fahrzeuge auf öffentlichen Straßen eingesetzt werden dürfen, müssen sie umfangreiche Zulassungs- und Genehmigungsverfahren durchlaufen. Dieses Board bringt die zentralen Akteure aus Behörden, Normungsgremien und Zertifizierungsstellen zusammen. Im Mittelpunkt steht der Aufbau eines sogenannten Homologation-Frameworks – eines strukturierten Rahmens, der standardisierte Zertifizierungs- und Zulassungsverfahren für automatisierte Fahrzeuge und die dazugehörige Infrastruktur ermöglicht. Dieses Framework soll zu einem gesamtheitlichen Verständnis aus Zusammenspiel von Fahrzeug, kooperativer infrastrukturseitiger Sensorik und Infrastruktur beitragen - ein wichtiger Baustein für die breite Markteinführung neuer und zukunftsweisender Technologien.
Board 3 – Kommunen und öffentliche Hand
Autonome Mobilität entfaltet ihren Nutzen vor allem dann, wenn sie in bestehende städtische und regionale Strukturen eingebettet ist. Dieses Board bringt kommunale Beteiligte – darunter die Stadt Braunschweig und der Regionalverband Großraum Braunschweig – in das Projekt ein. Sie formulieren die Anforderungen aus Sicht der öffentlichen Daseinsvorsorge: Wie kann das autonome, modulare Angebot des Projektes IMoGer strukturerhaltend oder -fördernd für die Netz- und Angebotsplanung dazu beitragen, unterversorgte Gebiete potenzielle Nachfragen zu erschließen? Welche Chancen bieten diese Technologien für eine zukunftsfähige integrierte Mobilitätsentwicklung und -planung in Stadt und Region?
Warum gibt es die Verwertungsboards?
Damit aus technologischen Entwicklungen eine Innovation wird, ist es zielführend, relevante Beteiligte – Industrie, Behörden, Kommunen – frühzeitig in die Entwicklungsprozesse einzubinden. Die drei Verwertungsboards tragen dazu bei, die Projektergebnisse frühzeitig praxistauglich und wirtschaftlich, zulassungsfähig und gesellschaftlich mit den Stakeholdern zu spiegeln und sie für einen Regelbetrieb nach Projektende bestmöglich vorzubereiten.

Die Boards werden bewusst offen gestaltet. Für einen direkten Austausch mit den Projektbeteiligten und einen Einblick in das Projekt und seine Marktpotenziale melden Sie sich über folgenden QR-Code an:

Haben Sie Fragen?
imoger.pmo[at]dlr.de